Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Tarifkonflikt im ÖPNV: Keine Einigung in Sicht

Lübeck: Archiv - 22.02.2022, 10.56 Uhr: In einer dritten Verhandlungsrunde am Montag, dem 21. Februar 2022, haben die Arbeitgeber im öffentlichen Personennahverkehr der Städte Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg und die Gewerkschaft ver.di sich in ganztägigen intensiven Verhandlungen um eine Beendigung des Tarifkonflikts bemüht. Die Gewerkschaft hatte zum Auftakt der Verhandlungen Entgelterhöhungen für Busfahrer von 8,4 Prozent gefordert.

Die Arbeitgeber haben in der dritten Verhandlungsrunde nunmehr folgendes Angebot unterbreitet:
- Erhöhung des Tabellenentgelts ab dem 1.10.2022 um 2,0 Prozent und ab dem 1.10.2023 um weitere 1,2 Prozent
- Zahlung einer Corona-Sonderprämie in Höhe von 600 Euro
- Laufzeit: 24 Monate

Nachdem die Gewerkschaften auch dieses weitere Angebot als ungenügend zurückgewiesen hatten, konnten die Positionen in ganztägigen intensiven Sondierungen weiter deutlich angenähert werden. "Die heutigen Verhandlungen waren davon geprägt, dass die Tarifvertragsparteien die gegenseitigen Positionen sehr respektvoll miteinander besprochen, abgewogen und gemeinsam um Lösungen gerungen haben", so Wilfried Kley, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein und Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite. "Es ist sehr bedauerlich, dass es kurz vor dem Ziel dennoch nicht gelungen ist, die Zielgerade zu überwinden. Das müssen und werden wir jetzt in der vierten Verhandlungsrunde schaffen", so Kley.

Die Arbeitgeber haben darauf hingewiesen, dass die Entgelttabelle des TV-N SH schon heute die zweithöchsten Werte von 16 Kommunalen Arbeitgeberverbänden enthalte. Dies, die erhebliche Kostenbelastung durch die Corona-Krise sowie rückgängige Fahrgastzahlen betrachten die Arbeitgeber als wichtige Orientierungspunkte für eine angemessene Erhöhung der Löhne. Die Tarifvertragsparteien haben einvernehmlich beschlossen, die Verhandlungen am Mittwoch, dem 2. März 2022 fortzusetzen.

"Vor dem Hintergrund der Vereinbarung eines vierten Termins und des Verlaufs der heutigen Verhandlungen wäre es sehr bedauerlich und unangemessen, wenn die Gewerkschaft den Busverkehr erneut zulasten der Fahrgäste mit Streiks belasten würde. Die Arbeitgeber haben wiederholt gezeigt, dass sie bereit sind, ernsthafte Verhandlungen zu führen, ohne hierzu durch Streiks getrieben zu werden" so Kley abschließend.

Die Tarifvertragsparteien wollen die Verhandlungen am 2. März 2022 fortzusetzen.

Die Tarifvertragsparteien wollen die Verhandlungen am 2. März 2022 fortzusetzen.


Text-Nummer: 150101   Autor: KAV SH/Red.   vom 22.02.2022 um 10.56 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.