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Impfstelle bleibt bis mindestens 30. Juni geöffnet

Lübeck: Archiv - 22.02.2022, 15.21 Uhr: Das Kabinett hat auf Vorschlag von Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg die Fortführung der staatlich organisierten Impfangebote in Schleswig-Holstein beschlossen. Das Impfzentrum in der MuK bleibt bis mindestens 30. Juni geöffnet. Ab Samstag wird dort auch "Novavax" verimpft.

Gesundheitsminister Garg: „Ich freue mich sehr, dass wir nun verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen haben, um unsere Impfangebote zunächst bis Ende Juni in Schleswig-Holstein für die breite Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Für die Zeit bis zum Jahresende haben wir ebenfalls geplant und die Optionen gesichert, bei Bedarf Impfangebote weiter für alle verfügbar zu halten.“ Zugleich informierte Garg über die aktuellen Ankündigungen des Bundes zur Lieferung des proteinbasierten Impfstoffs von Novavax. „Damit haben wir einen weiteren wirksamen und sicheren Impfstoff zur Verfügung, mit dem sich Menschen, die sich noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, gegen das Coronavirus wirksam schützen können.“

Novavax

Geplant ist bei rechtzeitiger Ankunft des Impfstoffes in Schleswig-Holstein, Novavax bereits am Sonnabend, den 26. Februar, in den Impfstellen als „open-house“ Impfangebot zur Verfügung zu stellen. Dieser Termin steht jedoch weiterhin unter dem Vorbehalt einer rechtzeitigen Lieferung des Impfstoffes an das Land.

Ab dem 24. Februar gegen 10 Uhr sollen Termine über www.impfen-sh.de gebucht werden können. Erste buchbare Termine werden für den 2. März eingestellt.

Es wird bei der Impfung in den Impfstellen mit dem Novavax-Impfstoff eine Priorisierung für diejenigen Gruppen geben, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sein werden, sowie für Personen, die aus medizinischen Gründen mit den bereits verfügbaren Impfstoffen nicht geimpft werden konnten. Konkret heißt das, dass zunächst folgende Personen einen Impftermin mit dem Impfstoff von Novavax buchen können:

- Personen, die sich mit anderen zugelassenen Impfstoffen nicht impfen lassen können. Ein Nachweis erfolgt über vorliegende Atteste, die auch von der 2-G Pflicht befreien.

- Personen, die in einer Einrichtung arbeiten, die gemäß § 21 a IfSG der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegt (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Rettungsdienste, Pflegeheime, Pflegedienste, usw.).

- Personen, die in der Kinderbetreuung (Kita oder Tagespflege) arbeiten.

- Personen, die in allgemein- oder berufsbildenden Schulen oder an Förderzentren tätig sind. Wer aufgrund des Berufes priorisiert wird, erbringt einen Nachweis jeweils durch eine Bestätigung des Arbeitgebers.

Zu Beginn werden 24.000 Dosen für die Impfstellen sowie rund 12.000 Dosen für die offenen Impfaktionen zur Verfügung gestellt. Daneben erhalten die mobilen Teams Impfstoff für offene Impfaktionen. Auch hier können pro Team und Tag rund 200 Impfungen mit Novavax ermöglicht werden. Weitere Dosen werden für Zweitimpfungen zurückgestellt.

Zukunft der Impf-Infrastruktur in Schleswig-Holstein

„Dass wir bald zu mehr gesellschaftlicher Normalität zurückkehren, bedeutet nicht, dass die Impfung nun an Bedeutung verloren hat. Im Gegenteil: Die Impfung schützt insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf und ist damit weiterhin der Schlüssel aus der Pandemie. Unser Ziel ist daher, möglichst dauerhafte und zugleich belastbare Impfstrukturen in Schleswig-Holstein aufzustellen. Wir möchten damit mittel- bis langfristig die bisher erreichten Erfolge und Fortschritte im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie fortschreiben und zugleich auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sein“, so Minister Garg.

Das Land wird auf Vorschlag von Gesundheitsminister Garg den Weiterbetrieb der Impfstellen und der mobilen Teams zunächst bis zum 30. Juni 2022 sicherstellen. Dabei werden angesichts der durch die sehr hohen Impfquoten sinkende Nachfrage und abnehmender Auslastung der Impfstellen Kapazitäten schrittweise reduziert. Dies ist auch deshalb möglich, da die Anzahl der Leistungserbringer neben dem niedergelassenen Bereich, den Krankenhäusern und den Betriebsärzten noch um die Apotheker, Zahn- und Tierärzte erweitert worden ist.

Allerdings ist auf Grund der aktuell anlaufenden vierten Impfung (zweite Booster-Impfung für Personen über 70 Jahre) und eines absehbar verfügbaren variantenangepassten Impfstoffes auch eine Zunahme der Nachfrage nach Impfungen zu erwarten, ein Weiterbetrieb von staatlichen Impfangeboten ist daher angemessen. Auch im Hinblick auf den Herbst und Winter dieses Jahres und ein potentiell erneutes Infektionsgeschehen oder das Auftreten weiterer Virusvarianten wird die Landesregierung dafür Vorsorge treffen, dass kurzfristig erhöhte Kapazitäten in den Impfstellen ermöglicht werden können.

Im Zeitraum vom 1. April 2022 bis 30. Juni 2022 werden zunächst Öffnungszeiten und Linienanzahl reduziert – immer mit der Möglichkeit, bei Bedarf wieder Linien in Stufen auszuweiten.

Ebenfalls hat sich das Land die Möglichkeit zur Weiterführung der Impfstellen im Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 gesichert. Das Gesundheitsministerium plant, gemeinsam mit Kreisen und kreisfreien Städten dann die Anzahl der Impfstellen auf 15 (eine pro Kreis bzw. kreisfreier Stadt) festzulegen. Auch hier soll die Möglichkeit bestehen, bei Bedarf die Kapazitäten der Impflinien zu erhöhen oder weitere Wochentage für Impfungen zu öffnen. Mit den Kreisen und kreisfreien Städten steht das Gesundheitsministerium bezüglich der Auswahl neuer oder der Weiternutzung bestehender Standorte in einem kontinuierlichen Austausch. Die Liegenschaften müssen ausreichend groß, jedoch auch von allen Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen Kreises gut erreichbar sein – beispielsweise durch eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Weiterhin werden die Standorte kreisübergreifend abgestimmt. Auch die 15 mobilen Teams sollen über diesen Zeitraum hinaus aufrecht erhalten bleiben. Durch dieses Gesamtkonzept wäre es im Bedarfsfalle möglich, in einem Zeitraum von sechs Wochen über 1,8 Millionen Impfungen durchzuführen. Gleichzeitig berücksichtigt es, sofern die Nachfrage weiterhin reduziert ist, einen schonenden Umgang mit den vorhandenen – personellen – Ressourcen und sichert ein flächendeckendes Netz von Impfangeboten im ganzen Land.

In diesem Jahr sollen die Impfstellen auch geöffnet bleiben, wenn die aktuelle Corona-Welle vorbei ist. Foto: Oliver Klink

In diesem Jahr sollen die Impfstellen auch geöffnet bleiben, wenn die aktuelle Corona-Welle vorbei ist. Foto: Oliver Klink


Text-Nummer: 150117   Autor: SozMi/red.   vom 22.02.2022 um 15.21 Uhr

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