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Aussichten: Endlich besseres Wetter

Lübeck: Archiv - 23.02.2022, 19.48 Uhr: Lange kam eine Kette von Tiefdruckgebieten über die Jet-Autobahn über unsere Region und brachte uns massig Regen. Damit ist nun endlich Schluss. Das letzte Sauwetter-Regengebiet wird uns am Weiberfastnacht-Donnerstag, dem 24. Februar, überqueren und uns noch einmal richtig den Nacken vollschütten. Danach hat der Jet-Stream ein Einsehen.

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Der Strahlstrom in zehn Kilometer Höhe schwenkt in einer mäandrierenden Bewegung weit nach Norden, bringt uns damit auf seine Südseite und das bedeutet, dass wir zumindest schon einmal für etwa eine Woche unter Hochdruckeinfluss geraten. Wir sollten nicht übermütig werden, aber Vorfrühling darf man das dann am Wochenende bereits einmal nennen.

Die Temperaturen bewegen sich immer noch im einstelligen Bereich, nur wenn die Wolken sich verziehen und die Sonne ungehindert durchkommt kann man in windstillen Bereichen schon einmal die Frühlingsluft deutlich wahrnehmen. Nach dem Wochenende besteht diese günstige Wetterlage auch noch die gesamte darauffolgende Woche.

Wir dürfen uns auf schwache Winde freuen und eine weitgehend niederschlagsfreie Zeit. Das ist doch schon einmal etwas. Diese trockene Phase wird auch dringend benötigt, damit das auf den Äckern stehende Wasser in den Boden einsickern kann und aufgeweichte Waldböden abtrocknen können um den Bäumen wieder mehr Halt zu geben. Denn Regen ist reichlich gefallen in diesem Jahr. Von den 54 Tagen dieses Jahres gab es an 44 Tagen in irgend einer Form Niederschläge.

Abhängig von den leicht unterschiedlichen Messwerten der Lübecker Stationen sind bisher in 2022 ungefähr 150 mm Niederschläge gefallen, das ist in etwa ein Viertel der Gesamtniederschlagsmenge des vergangenen Jahres. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass in Niendorf an der Ostsee die Pumpen angeworfen werden mussten, damit das Wasser nicht bis zum Fernsehapparat hochsteigt.

Nun also Entspannung, denn die ab Wochenende zu erwartenden geringen Windstärken werden auch die Ostsee beruhigen und das Wasser kann dann auf dem regulären Wege über die Schleusen aus dem Binnenland ins Meer abfließen und gemächlich in den Boden einsickern. Für die Grundwasservorräte, die seit 2018 lange gestört waren, ist das sicherlich auch von Vorteil.

Leichter Nachtfrost ist bei vorherrschendem Hochdruckgebiet natürlich immer einmal wieder drin, aber dramatisch wird das alles nicht. Tiefer als -2°C sollte das nicht heruntergehen und leicht angefrorene Straßen sollten bis 9 Uhr morgens wieder abgetaut sein. Aufpassen sollte man natürlich frühmorgens, deshalb erwähnen wir das an dieser Stelle kurz.

Den Winter haben wir damit locker überstanden, denn der meteorologische Frühling beginnt demnächst am 1. März, die Mittagshöhe der Sonne hat dann nahezu 30° über dem Horizont erreicht, und jeder folgende Tag wird mehr als 4 Minuten länger sein, als der vorhergehende. Das Wetter wird auch weiterhin grundsätzlich von Westen zu uns kommen, daher kommt sibirischer strenger Frost in diesem Winter nicht mehr zu uns. Meteorologisch naht der Frühling, politisch leider nicht.

Ab Freitag wird das Wetter deutlich besser. Foto: JW, Grafik: Harald Denckmann

Ab Freitag wird das Wetter deutlich besser. Foto: JW, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 150142   Autor: Harald Denckmann   vom 23.02.2022 um 19.48 Uhr

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