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Bürgermeister Lindenau richtet Koordinierungsstab Ukraine-Hilfe ein

Lübeck: Archiv - 11.03.2022, 09.21 Uhr: Um die notwendigen Maßnahmen, den Austausch und den Informationsfluss verwaltungsintern aber auch mit externen Partner sicherzustellen, hat Bürgermeister Jan Lindenau analog zum Koordinierungsstab anlässlich der Corona-Pandemie, den Koordinierungsstab Ukraine eingerichtet.

Die Leitung des Koordinierungsstab Ukraine übernimmt der Bürgermeister ab sofort selbst, die Leitung des Stabes Corona-Pandemie hat er auf Gesundheitssenator Sven Schindler übertragen. „Die Bilder aus der Ukraine erschüttern uns alle zutiefst. Es gilt jetzt alles Notwendige und Mögliche zu unternehmen, um den vor dem Krieg Flüchtenden Unterkunft und Hilfe anzubieten. Das wird vermutlich eine größere Herausforderung, als die Flüchtlingshilfe, die wir zusammen bereits 2015 einmal bewältigt haben. Die Stadtverwaltung und zahlreiche ehren- und hauptamtliche Kräfte arbeiten mit großem Engagement an Lösungen. Ihnen allen gilt schon jetzt mein herzlicher Dank. Unsere Gesellschaft wird mitten in der Pandemie auf eine weitere, besondere Probe gestellt“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Aktuell bereitet sich die Hansestadt Lübeck auf die Ankunft zahlreicher weiterer Flüchtlinge vor. In den bestehenden rund 30 Lübecker Gemeinschaftsunterkünften sind derzeit rund 200 Übernachtungsplätze verfügbar. Weitere rund 250 Plätze werden kurzfristig im Gebäude der Volkshochschule in der August-Bebel-Straße sowie im ehemaligen Schulgebäude in der Kalkbrennerstraße geschaffen. Neben Schlafplätzen gilt es auch, für die Betreuung und Versorgung dieser Menschen in den Räumlichkeiten zu sorgen. Parallel ist die Stadtverwaltung mit Wohnungsunternehmen in Kontakt, um weitere Gemeinschaftsunterkünfte anzumieten. Auch weitere Behelfsunterkünfte werden derzeit geprüft und fortlaufend durch das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck in Kooperation mit der Feuerwehr und den weiteren Beteiligten des Katastrophenschutzes errichtet.

Unbegleitete Minderjährige werden über das Jugendamt in Obhut genommen. Das Jugendamt ist mit beiden Trägern, der AWO gGmbH sowie der Vorwerker Diakonie, auf eine größere Anzahl von unbegleiteten Minderjährigen eingestellt und kann ad hoc Kinder aus der Ukraine vorübergehend aufnehmen und versorgen.

Registrierung der Geflüchteten

Eine zentrale Aufnahme der Geflüchteten in einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Schleswig-Holstein gibt es nicht mehr. Die Registrierung der Menschen, die aus der Ukraine in Deutschland Zuflucht suchen, erfolgt in Lübeck ausschließlich im Bürgerservicebüro Innenstadt und der Ausländerbehörde, Königstraße 49-57 (Lichthof), nach § 24 Aufenthaltsgesetz. Eine Registrierung in den übrigen Bürgerservicebüros in den Stadtteilen findet nicht satt. Rund 150 Menschen wurden am 10. März 2022 erfasst. Die Anzahl der Menschen, die sich registrieren lassen, ist dynamisch und schnell anwachsend.

Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass viele weitere Flüchtlinge Zuflucht in privaten Haushalten, bei Freunden und Verwandten in der Stadt gefunden haben und sich zu einem späteren Zeitpunkt registrieren. Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde arbeiten mit Hochdruck, um die Erfassung zügig vorzunehmen. Dennoch kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Bürger, die in den nächsten Tagen und Wochen einen Termin im Bürgerservicebüro Lichthof gebucht haben, wird durch die Mitarbeitenden ein Alternativtermin in den weiteren Bürgerservicebüros angeboten. Aufgrund des erhöhten Registrierungsaufkommens durch Geflüchtete im Lichthof können hier aktuell keine anderen Leistungen des Bürgerservice angeboten werden. Die Stadtverwaltung bitte hier um Verständnis. Die Organisationsstrukturen werden im Rahmen der Möglichkeiten weiter optimiert.

Ehrenamtliches Engagement

Die Hansestadt Lübeck erreichen über die Koordinierungsstelle Ukraine-Hilfen luebeck.de/ukraine-hilfen zahlreiche Angebote über privaten Wohnraum, meist in Form von freien Gästezimmern. Dort gibt es auch weitere Hinweise für Spenden.

Spenden

Viele Lübecker wollen angesichts des Konfliktes in der Ukraine den in Not geratenen Menschen helfen. Dankenswerterweise wenden sich derzeit viele Einwohnende an die Hansestadt Lübeck, um in Erfahrung zu bringen, auf welche Weise Geld-, Sach- oder Kleiderspenden vorgenommen werden können. Andere wollen sich ehrenamtlich für die Geflüchteten engagieren oder sind bereit, ihnen Unterkunft zu gewähren.

Um eine schnellstmögliche Beantwortung aller Fragen und die zielgerichtete Koordinierung der Hilfen sicherzustellen, hat die Hansestadt Lübeck für diese Anliegen eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Informationen hierzu sind online abrufbar unter www.luebeck.de.

Telefonisch werden Fragen unter der Rufnummer 0451/122–2040 oder per E-Mail an ukraine-hilfen@luebeck.de beantwortet. Aufgrund des erfreulicherweise hohen Aufkommens an Hilfsangeboten, kann die Rückmeldung aus der Koordinierungsstelle einige Tage in Anspruch nehmen.

„Ich danke allen Lübeckerinnen und Lübeckern, die sich solidarisch zeigen und bereit sind, sich zu engagieren oder durch Spenden die Not der Zuflucht suchenden Menschen zu lindern“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Bürgermeister Jan Lindenau hat eine Koordinierungsstelle zur Hilfe für die Ukraine-Flüchtlinge eingerichtet. Foto: Archiv

Bürgermeister Jan Lindenau hat eine Koordinierungsstelle zur Hilfe für die Ukraine-Flüchtlinge eingerichtet. Foto: Archiv


Text-Nummer: 150451   Autor: Stadt Lübeck/SU   vom 11.03.2022 um 09.21 Uhr

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