Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Vorwerker Diakonie berät bei Abhängigkeit von Medien und Glückspiel

Lübeck: Archiv - 11.03.2022, 12.12 Uhr: Soziale Medien, Gaming, Streaming-Dienste - digitale Medien bestimmen unsere Zeit und entwickeln sich rasant weiter. Neben vielen positiven Möglichkeiten birgt das auch einige Gefahren. In Lübeck gibt es jetzt auch offizielle Fachstelle für Glücksspiel- und Medienabhängigkeit des Landes Schleswig-Holstein

„Wir erleben immer mehr Menschen, die abhängig von bestimmten Medien sind oder deren Medienkonsum grenzwertig ist“, sagt Svea Niemann, Leiterin der Suchtberatungsstelle der Vorwerker Diakonie. Auch beim Thema Glücksspiel verzeichnen Niemann und ihr Team eine wachsende Nachfrage. „Hier spielen verstärkt Online-Casinos und Sport-Wetten, aber auch immer noch die klassischen Spielhallen eine Rolle“, so Niemann.

Vor diesem Hintergrund ist die Lübecker Suchtberatungsstelle jetzt auch offizielle Fachstelle für Glücksspiel- und Medienabhängigkeit des Landes Schleswig-Holstein und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren entsprechend gefördert. „Wir stehen allen Ratsuchenden zu den Themen Medien und Glücksspiel zur Seite und können helfen“, so Suchtberaterin Dorothee Johannsen. Betroffene werden individuell und vertraulich begleitet. Für Schulen und andere Institutionen bietet die Suchtberatungsstelle Präventionsveranstaltungen an.

Auch Angehörige und Freunde können sich mit allen Fragen bei der Fachstelle melden. „Gerade beim Medienkonsum sind es oft Eltern, die sich Sorgen um ihre Kinder machen, wenn diese sehr viel Zeit am Computer verbringen und ein verändertes Verhalten zeigen oder nicht mehr zugänglich sind“, sagt Johannsen. Anzeichen für einen bedenklichen Medien- oder Glücksspielkonsum sind laut der Expertinnen der Vorwerker Diakonie ähnlich: Oft werden Schule, Ausbildung oder Beruf vernachlässigt oder es gibt keinen Kontakt mehr zu Freunden oder Angehörigen. Auch Aggressionen oder große Unruhe können Alarmzeichen sein. Insgesamt werde es dann kritisch, wenn der Medien- oder Glücksspielkonsum zum Zwang wird. „Die Frage ist immer: Bereichert es mein Leben – oder bestimmt es mein Leben?“, so Svea Niemann.

Die Suchtberatungsstelle der Vorwerker Diakonie in der Braunstraße 5, 23552 Lübeck, ist unter Telefon 0451 4002 58120 oder per E-Mail an suchtberatung.luebeck@vorwerker-diakonie.de erreichbar. Die Beratung ist kostenlos – und erfolgt auf Wunsch auch anonym.

Svea Niemann und Dorothee Johannsen stehen bei der Vorwerker Diakonie für die Suchtberatung zum Thema Medien- und Glücksspielabhängigkeit bereit.

Svea Niemann und Dorothee Johannsen stehen bei der Vorwerker Diakonie für die Suchtberatung zum Thema Medien- und Glücksspielabhängigkeit bereit.


Text-Nummer: 150458   Autor: VD/SU   vom 11.03.2022 um 12.12 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.