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Aufruf zum Dialog: Kirche muss Standorte schließen

Lübeck: Archiv - 16.03.2022, 10.31 Uhr: Die katholische Pfarrei "Zu den Lübecker Märtyrern" steht – wie alle Pfarreien im Erzbistum Hamburg – vor einschneidenden Veränderungen. Die derzeit 11 Kirchstandorte können nicht dauerhaft aus Eigenmitteln erhalten bleiben. In einem mehrstufigen Prozess werden darum im Laufe des Jahres Orte und kirchliche Gebäude ausgewählt, auf die die Kräfte konzentriert werden sollen.

Propst Christoph Giering sagt dazu: "Wir müssen immer neu überlegen, wie wir die Menschen erreichen können, um unserem Auftrag gerecht zu werden und die Botschaft vom lebendigen Gott zu verkünden." Zugleich stehe die Pfarrei vor der Herausforderung, auch künftig eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage für ihre Arbeit sicherzustellen. Das verlange eine Verringerung des umfangreichen Immobilienbestandes. Die notwendigen Entscheidungen müssten neben seelsorgerischen auch rechtliche und wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigen.

In einem ersten Schritt sind den Gremien und Gemeinden der Pfarrei Anfang März drei mögliche Szenarien für ein nachhaltiges Konzept vorgestellt worden, die die Immobilienkommission der Pfarrei entwickelt hat. Darin werden die kirchlichen Gebäude in Primär- und Sekundär-Immobilien unterschieden. Primärimmobilien braucht die Pfarrei nachhaltig für die Seelsorge und die Verwaltung. Für Sekundärimmobilien werden alternative Nutzungs- und Finanzierungskonzepte gesucht. Bis spätestens 2030 soll die Reform umgesetzt sein.

Propst Giering sieht diesen Prozess als ein schwieriges Unterfangen an. "Es geht um Entscheidungen von großer Tragweite für alle Betroffenen. Viele Gemeindemitglieder haben eine enge Verbindung zu "ihrem" Gotteshaus, manche schon in der zweiten oder dritten Generation. Für viele Menschen ist "ihre" Kirche ein Stück Heimat geworden." Die nun vorgestellten Szenarien werden überprüft und weiterentwickelt. Die Kommission möchte dazu mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen, um ihre Anregungen und Argumente in den Veränderungsprozess einfließen zu lassen.

Demnächst soll in jeder katholischen Kirche im Raum Lübeck eine Postbox für Rückmeldungen und Anregungen aus den Gemeinden aufgestellt werden. Auf der Internetseite www.katholische-pfarrei-luebeck.de sind unter "Vermögens- und Immobilienreform" Grundlagentexte des Erzbistums und Informationen aus dem Reformprozess im Raum Lübeck ebenso zu finden wie die Kontaktdaten der Immobilienkommission der Pfarrei.

Propst Christoph Giering will mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen.  Foto: Pfarrei

Propst Christoph Giering will mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen. Foto: Pfarrei


Text-Nummer: 150553   Autor: Kath. Pfarr. /Red.   vom 16.03.2022 um 10.31 Uhr

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