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Polizei warnt vor Mitschnacker in Pansdorf

Ratekau: Archiv - 17.03.2022, 14.03 Uhr: Bereits am Freitagnachmittag, 11. März, wurde ein 11-jähriges Mädchen in der Ortschaft Pansdorf von einem unbekannten Mann am Arm ergriffen und festgehalten, nachdem diese auf einem Gehweg an ihm vorbeigehen wollte. Das junge Mädchen riss sich los und lief davon. Die Kriminalpolizeistelle Bad Schwartau hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

Etwa gegen 15 Uhr ging das Mädchen auf dem Gehweg der Eutiner Straße in Pansdorf, um eine Freundin zu besuchen. In Höhe der Bushaltestelle "Stumpfe Ecke" hielt ein weißer Transporter, der aus Richtung Techau kam. Der Fahrer, der seine Kapuze weit ins Gesicht getragen hatte, stieg aus und begab sich auf den Gehweg, um zu rauchen. Als die 11-Jährige beabsichtigte, mit einigem Abstand an dem Transporter-Fahrer vorbeizugehen, ergriff dieser sie unvermittelt am Arm und hielt sie, ohne zu kommunizieren, fest. Das Mädchen reagierte sofort, riss sich los und rannte zur nahegelegenen Wohnanschrift der Freundin. Von hier aus wurden die Mutter des Kindes und letztlich die Polizei informiert.

Ermittlungen zur Identität des Mannes sowie zum Lieferwagen verliefen bislang ohne Erfolg. Aus diesem Grund erbitten die Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei in Bad Schwartau um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer kann Angaben zu dem etwa 30 Jahre alten Fahrer des Lieferwagens machen? Dieser ist von normaler Gestalt und zirka 1,80 Meter groß. Zum Zeitpunkt des Geschehens war der Mann mit einem schwarzen Kapuzenpullover, einer lockeren Jeans sowie einer Schwarzen Softshelljacke bekleidet und trug seine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung lediglich über das Kinn. Die Lippen waren auffallend schmal. Der weiße Transporter, der nach dem Vorfall in Richtung der Straße Zum Grellberg geführt wurde, verfügte ausschließlich über Fenster im vorderen Bereich. Firmenlogos oder andere Aufschriften waren an dem Wagen nicht angebracht. Sachdienliche Hinweise werden unter der Rufnummer 0451/2207557 oder per E-Mail an BadSchwartau.KPSt@polizei.landsh.de entgegengenommen.

Die Polizei rät

Allgemein:

1. Die Polizei nimmt Meldungen über "Mitschnacker" stets ernst. In diesem Zusammenhang wird darum gebeten, derartige Sachverhalte immer umgehend der Polizei zu melden und nicht nur eigenständige Warnhinweise in sozialen Medien einzustellen.

Tipps für die Eltern:

1. Nicht jeder Mensch, der Ihr Kind anspricht, hat Böses im Sinn! Nicht verängstigte und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkte Kinder, sondern mutige, starke und selbstbewusste Kinder sind am wirksamsten geschützt!

2. Kinder sollten im Alltag Respekt erfahren und Selbstvertrauen entwickeln. Erfahrungsgemäß sprechen Täter unsicher und unselbstständig wirkende Kinder bevorzugt an. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es eine eigene Persönlichkeit darstellt und es Grenzen gibt, die kein Mensch - weder ein Fremder, noch ein Bekannter - überschreiten darf.

3. Kinder müssen lernen, dass sie auch Erwachsenen gegenüber "NEIN" sagen dürfen. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben. Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber sagen Sie ihm immer wieder, dass es ohne Ihre Genehmigung weder mit Fremden mitgehen, noch in deren Auto einsteigen darf. Ihr Kind sollte Ihnen darüber berichten, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden ist oder dies trotz Ihres Verbotes getan haben sollte.

4. Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es zum Beispiel andere Erwachsene ansprechen oder auch laut um Hilfe schreien. Versucht ein Täter Ihr Kind anzufassen, dann sollte es sich nicht verstecken, sondern weglaufen, und zwar dorthin, wo es hell ist und wo Menschen sind.

5. Achten Sie darauf, dass der Name Ihres Kindes nicht auf dem T-Shirt, dem Rucksack oder Ihrem Auto steht - wenn Fremde Ihr Kind mit dem eigenen Namen ansprechen, wirkt das vertrauenswürdiger.

6. Gehen Sie den Weg mehrfach mit Ihrem Kind ab. Zeigen Sie ihm Orte, wo es im Notfall Hilfe suchen könnte (z. B. bestimmte Geschäfte, Arztpraxen oder Behörden).

Tipps für die Kinder:

1. Gehe niemals mit fremden Personen mit - nimm' auch keine Geschenke an!

2. Gehe mit Freunden oder Klassenkameraden gemeinsam - zusammen seid ihr stark und die Wege sind sicherer. Benutze möglichst immer die gleichen Wege - so kennst du dich gut aus und weißt, wo du Hilfe finden kannst. Sage laut und deutlich, was du willst - habe Mut zu sagen: Lassen Sie mich in Ruhe!

3. Trete auf keinen Fall an Fahrzeuge heran - Fragen von Autofahrern können auch von Erwachsenen beantwortet werden.

4. Weglaufen ist nicht feige - so schaffst du Abstand und kannst Erwachsene oder andere Kinder ansprechen und um Hilfe bitten!

Symbolbild.

Symbolbild.


Text-Nummer: 150587   Autor: PD Lübeck   vom 17.03.2022 um 14.03 Uhr

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