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Grüne fordern Shuttle vom Parkplatz zum Strand

Lübeck - Travemünde: Archiv - 20.03.2022, 11.07 Uhr: "Hotspot oder Ruhe-Oase. Wohin steuert Travemünde?" – unter dieser Fragestellung hatte die Grüne Bürgerschaftsfraktion zu einer öffentlichen Fraktionssitzung geladen. Neben Gästen aus Wirtschaft und Tourismus diskutierten auch Bürger über den Status Quo und die Zukunft des Stadtteils. Durch die Veranstaltung führten die Grünen Fraktionsmitglieder Mandy Siegenbrink und Dr. Axel Flasbarth.

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH erläuterte die veränderte Stoßrichtung des neuen Tourismuskonzeptes für Lübeck und Travemünde, das in Zukunft qualitativer Verbesserung Priorität gegenüber quantitativer Steigerung der Übernachtungs- und Gästezahlen einräumt. Qualitative Entwicklung für Travemünde würden vor allem eine Positionierung für die Segmente „Entschleuniger und Naturliebhaber“ und eine Betonung von Echtheit, Lokalität und Authentizität bedeuten. Ermöglicht würde dies durch die hohe Attraktivität des Standortes mit Ostsee, Passat, Nordermole, Promenadenrundlauf und den großen Schiffen und solle sich u.a. in der gastronomischen Entwicklung, im Rahmenprogramm der Travemünder Woche und durch eine Nachhaltigkeitsoffensive widerspiegeln.

Erfreulicherweise wurde diese Vorstellung der zukünftigen Entwicklung Travemündes einvernehmlich geteilt. Auch für den Vorsitzenden der Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft, Ulf Freiherr von Danckelmann, ist der Wachstumspeak erreicht. Vorrang solle nun die Bewältigung der Folgen der Erhöhung der Bettenzahlen und der höheren Zahl an Tagestouristen haben, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Gastronomie und Einzelhandel. Auf qualitatives Wachstum im Einklang mit den Travemündern setzt auch Anna Reichartz, die das Beach Bay vertrat, wo ein Entertainment Programm entwickelt wurde, welches sowohl Gäste als auch Bürgern gerne nutzen können. Auch Ali Alam, Mitglied des Ortsrates und Travemünder Lokalpatriot, warnte vor einer "Versyltung". Gesundes Wachstum und eine nachhaltige Entwicklung könne nur über eine Symbiose zwischen Tourismus und den Bürgern funktionieren.

Dr. Axel Flasbarth, Mitglied im Wirtschaftsausschuss und stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

(")Interessant waren für uns Grüne natürlich vor allem die verkehrspolitischen und ökologischen Aspekte der Diskussion. Beim Thema Verkehr herrscht dringender Handlungsbedarf, da waren sich alles Gäste einig. Der Autoverkehr muss aus Travemünde rausgehalten werden. Wir als Grüne bevorzugen klar die Idee einer Shuttleverbindung von Außenparkplätzen bis ins Zentrum, wie sie zum Beispiel in Kühlungsborn gerade umgesetzt wird. Uns hat sehr gefreut, dass es breite Zustimmung dafür gab, dieses Konzept auch in Travemünde weiter zu verfolgen.

Weniger zustimmen können wir den Forderungen der Travemünder Wirtschaft nach einer zweiten Zufahrt und Parkpaletten in Strandnähe. Aus unserer Sicht hat die Erfahrung gezeigt, dass solche traditionellen Formen des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur nur wieder noch mehr Verkehr nach sich ziehen und die Verkehrsbelastung des Ortes mit allen negativen Folgewirkungen noch weiter erhöhen. Eine solche Verkehrsstrategie verträgt sich nicht mit dem Ziel des qualitativen Tourismuswachstums und der Positionierung Travemündes für die Segmente Entschleuniger und Naturliebhaber.(")

Mandy Siegenbrink, Mitglied im Wirtschaftsausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

(")Beim Thema Ökologie ging es vor allem um den inzwischen stark bebauten Priwall und den Mangel an Grün im Beach Bay-Komplex. Darauf angesprochen, betonte Anna Reichartz, Geschäftsführerin der Ostsee Events GmbH, dass auch sie sich mehr Grün auf dem Priwall wünsche. Man sei auch schon im Austausch mit der Stadt und hätte bereits Ideen eingebracht.

Wir als Grüne sehen in Sachen Ökologie auf dem Priwall dringenden Handlungsbedarf. Umso mehr hat es uns gefreut, dass sich auch Frau Reichartz für mehr Grün auf dem Priwall ausgesprochen hat. Wir nehmen gern das Angebot von Frau Reichartz an, mit uns zusammen nach Lösungen zur Begrünung des Priwalls zu suchen. Den Vorschlag einer Arbeitsteilung dazu, bei der die Stadt die öffentlichen Bereiche begrünt und die Beach Bay die privaten, sah sie positiv.(")

Dr. Axel Flasbarth und Mandy Siegenbrink leiteten die Diskussion.

Dr. Axel Flasbarth und Mandy Siegenbrink leiteten die Diskussion.


Text-Nummer: 150634   Autor: Grüne/red.   vom 20.03.2022 um 11.07 Uhr

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