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EncroChat: Zwei Prozesse starten in Lübeck

Lübeck: Archiv - 20.03.2022, 16.32 Uhr: Der Ermittlungserfolg der französischen Ermittlungsbehörden bei "EncroChat" steht im Mittelpunkt zweier Prozesse, die in der kommenden Woche vor dem Lübecker Landgericht starten. In beiden Fällen geht es um Drogenhandel.

In einem ersten Prozess, der am Montag startet, wird insgesamt vier Angeklagten vorgeworfen, als Mitglieder einer aus sieben Personen bestehen Gruppierung, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben. Zu diesem Zweck sollen sie gemeinsam mit ihren Mittätern arbeitsteilig zwei Indoor-Plantagen in Spanien zum Anbau von Marihuana errichtet und betrieben haben. Das Marihuana soll sodann zunächst per Lkw und später als Möbelsendung getarnt mit einem Kurierdienst nach Deutschland eingeführt und im Raum Schleswig-Holstein verkauft worden sein, wozu zwei der Angeklagten auch ihren 17 Jahre alten Sohn eingesetzt haben sollen. Es soll sich dabei um insgesamt mehr als 420 Kilogramm Marihuana gehandelt haben, womit die Angeklagten einen Verkaufserlös von mehr als 1,5 Millionen Euro erzielt haben sollen. Einem der Angeklagten wird darüber hinaus vorgeworfen, mit insgesamt 800 Gramm Kokain Handel getrieben zu haben. Gegen einen der vier Angeklagten wird Untersuchungshaft vollzogen. Die Kammer hat bislang 12 Hauptverhandlungstermine anberaumt und einen Zeugen geladen.

Am Mittwoch startet dann ein Prozess gegen einen 25-Jährigen aus Lübeck. Er soll im Zeitraum von Februar 2019 bis zum März 2021 mit insgesamt 157 Kilogramm Marihuana, welches er zu einem Teil aus dem europäischen Ausland einführte, und mit rund 4,5 Kilogramm Kokain in Lübeck Handel getrieben haben. Der Angeklagte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Kammer hat bislang zehn Hauptverhandlungstage anberaumt und vier Zeugen geladen. Auch hier basieren die Ermittlungen auf die geknackten Chat-Daten.

In Lübeck starten zwei Prozesse gegen mutmaßliche Drogenhändler, nachdem französische Behörden verschlüsselte Chats geknackt haben.

In Lübeck starten zwei Prozesse gegen mutmaßliche Drogenhändler, nachdem französische Behörden verschlüsselte Chats geknackt haben.


Text-Nummer: 150639   Autor: StA./red.   vom 20.03.2022 um 16.32 Uhr

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