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10. weltweiter Klimastreik: Lübeck ist dabei

Lübeck: Archiv - 20.03.2022, 17.40 Uhr: Am 25. März 2022 ist der 10. globale Klimastreik - in Lübeck startet die Demonstration um 15 Uhr am Klingenberg. "Die aktuelle Politik nimmt die Klimakrise noch nicht als die akute Bedrohung wahr, die sie ist, und die politischen Maßnahmen reichen nicht für die Einhaltung der Pariser Klimaziele", so Fridays for Future Lübeck.

Der globale Klimastreik findet unter dem Motto „People not Profit“ statt. Viel zu häufig würden Entscheidungen zugunsten von klimaschädlichen Konzernen und auf Kosten vieler Menschen getroffen. Katharina Kewitz von Fridays for Future Lübeck sagt dazu: „Besonders die Interessen von Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, am stärksten betroffen sind und sich am schlechtesten schützen können, werden viel zu selten mit einbezogen. Wir kämpfen dafür, dass Menschenleben wichtiger werden als Profite!"

"Dafür braucht es einen politischen Paradigmenwechsel: Ein Rückschritt zu Atomkraft und Kohle steht für uns außer Frage. Es kann keine Antwort auf einen Krieg sein, wieder mit klimaschädlichen Technologien die Klimakrise weiter voranzutreiben. Auch Flüssiggas (LNG) ist hinsichtlich der Erdgasförderung und des Transports treibhausgasintensiv - und bei der Gewinnung von beispielsweise Frackinggas aus den USA werden Landstriche zerstört und die Trinkwasserversorgung vieler Menschen aufs Spiel gesetzt. Das Terminal in Brunsbüttel darf nicht für eine langfristige Verwendung von LNG für die Wärmeversorgung gebaut werden, denn dadurch begeben wir uns in eine jahrzehntelange, fossile Pfadabhängigkeit. Eine Energieversorgung mit Solaranlagen, Windkraft und Wärmepumpen kann in der Zeit aufgebaut werden, die es braucht, bis das Terminal eine Unabhängigkeit von russischem Gas sichern könnte", meint Charlotte Stenzel von Fridays for Future Lübeck.

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine geht die Bewegung allerdings auch für den Frieden auf die Straße. Denn: "Klimagerechtigkeit und Frieden gehören untrennbar zusammen", so Kewitz weiter. "Fossile Brennstoffe finanzieren Autokraten und Kriege und befeuern die Klimakrise. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, deren Lebenswelten zu Kriegsgebieten geworden sind und fordern ein Ende aller fossilen Abhängigkeiten."

"Wir brauchen jetzt eine klimaneutrale, unabhängige und dezentrale Energieversorgung, die sich klar an der Sicherung der Lebensgrundlagen und des Friedens in der Zukunft orientiert und sich nicht länger auf gescheiterte Scheinlösungen der Vergangenheit beruft", so Fridays for Future Lübeck. „"eshalb rufen wir alle Menschen dazu auf, am 25. März mit uns für eine klimagerechte und friedliche Zukunft auf die Straße zu gehen!"

Fridays for Future ruft am Freitag zu einer Demo auf. Foto: Archiv

Fridays for Future ruft am Freitag zu einer Demo auf. Foto: Archiv


Text-Nummer: 150641   Autor: FFF/red.   vom 20.03.2022 um 17.40 Uhr

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