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Geflügelpest in Schleswig-Holstein: Neuer Fall bestätigt

Schleswig-Holstein: Archiv - 22.03.2022, 10.17 Uhr: Im Kreis Dithmarschen ist die Geflügelpest in einer Geflügelhaltung mit rund 1.800 Gänsen festgestellt worden. Nachdem das Landeslabor Schleswig-Holstein am Sonntag bei entnommenen Proben verendeter Gänse das aviäre Influenzavirus des Subtyps H5 nachgewiesen hatte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 bestätigt.

Die rechtlich vorgeschriebene tierschutzgerechte Tötung aller verbliebenen Gänse ist bereits erfolgt und die fachgerechte Entsorgung des sowohl verendeten als auch getöteten Bestands wurde sichergestellt.

Um die betroffene Geflügelhaltung wird eine Sperrzone eingerichtet, die Teile der Kreise Dithmarschen sowie Steinburg umfasst. In der Sperrzone gelten rechtlich vorgegebene Regelungen für alle Geflügelhaltungen. Diese umfassen unter anderem ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel. Weitere Informationen werden durch die Kreise Dithmarschen und Steinburg zur Verfügung gestellt.

In Schleswig-Holstein erfolgten seit Herbst 2021 Geflügelpestausbrüche in sechs Haltungen in den Kreisen Steinburg, Dithmarschen, Pinneberg und Plön. Aufgrund dieser Ausbrüche mussten insgesamt rund 5.800 Stück Geflügel in den betroffenen Betrieben getötet werden. Vom Friedrich-Loeffler-Institut wurde in allen Fällen der Geflügelpestvirus-Subtyp H5N1 nachgewiesen.

Seit Herbst 2021 wurde zudem landesweit bei insgesamt 591 Wildvögeln aus allen Kreisen sowie den kreisfreien Städten Lübeck, Kiel und Neumünster das Geflügelpestvirus nachgewiesen.
Alle Kreise und kreisfreien Städten bis auf die Stadt Kiel haben auf Grundlage einer lokalen Risikobewertung im Rahmen ihrer Zuständigkeit ein kreisweites Aufstallungsgebot verfügt. Weitere Informationen hierzu stellen die jeweiligen Veterinärämter zur Verfügung.

Mittels eines ganzjährig in Schleswig-Holstein stattfindenden und seit Herbstbeginn nochmals intensivierten Monitorings wird die Verbreitung des Geflügelpesterregers auch in der Wildvogelpopulation ermittelt. Bürgerinnen und Bürger können hierbei unterstützen, indem sie Funde von verendeten wildlebenden Wasservögeln sowie Greif- und Eulenvögeln in Schleswig-Holstein dem Ordnungsamt oder Veterinäramt des jeweiligen Kreises oder der kreisfreien Stadt melden. Verendete oder krank erscheinende Tiere sollten nicht berührt, eingefangen oder vom Fundort verbracht werden, um eine Verschleppung der Erkrankung zu vermeiden.

Bei der Geflügelpest handelt es sich um anzeigepflichtige Tierseuche beim Geflügel und anderen empfänglichen Vögeln. Foto: Oliver Klink

Bei der Geflügelpest handelt es sich um anzeigepflichtige Tierseuche beim Geflügel und anderen empfänglichen Vögeln. Foto: Oliver Klink


Text-Nummer: 150676   Autor: MELUND SH/Red.   vom 22.03.2022 um 10.17 Uhr

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