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Fraktion Vielfalt fordert Sicherung von 10.000 Sozialwohnungen

Lübeck: Archiv - 25.03.2022, 13.14 Uhr: Die Fraktion Vielfalt - Für Toleranz und Diversität hat eine Initiative in die Bürgerschaft eingebracht, mit der ein Bestand von 10.000 Sozialwohnungen in Lübeck gesichert werden soll. Da absehbar in den kommenden Jahren mehr Wohnungen aus der Sozialbindung fallen, als im Gegenzug neue Sozialwohnungen gebaut werden, fordert die Fraktion den Erwerb von Belegungsrechten durch die Stadt.

Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende Michelle Akyurt: “Die hohe Zahl der aktuell aus der Ukraine nach Deutschland flüchtenden Menschen führt uns erneut deutlich vor Augen, wie angespannt der Wohnungsmarkt in Lübeck seit Jahren ist. In den vorhandenen Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge ist kaum noch Platz. Warum? Obwohl sie eigentlich nur als Übergangslösung gedacht waren, bevor die Geflüchteten in den Wohnungsmarkt integriert werden, leben Menschen zum Teil seit Jahren in den Unterkünften.

Die Integration in den Wohnungsmarkt geht viel zu langsam. Es sind kaum günstige Wohnungen vorhanden. Sozialwohnungen, die die Stadt für jene Menschen vorhält, die am Wohnungsmarkt sonst keine Chance hätten, werden immer weniger. Dabei geht es nicht nur um Wohnungen für Geflüchtete, auch viele Lübeckerinnen und Lübecker in schwieriger sozialer Lage, beispielsweise Obdachlose oder erkrankte Menschen, sind auf einen Mindestbestand an Sozialwohnungen angewiesen.

Bausenatorin Joanna Hagen hat in einem aktuellen Bericht für die Bürgerschaft klar bekannt, dass das Ziel eines Bestands von 10.000 Sozialwohnungen allein mit Neubauten nicht zu erreichen ist. Vielmehr braucht es auch den Ankauf von Belegungsrechten durch die Stadt. Diesen Ansatz greifen wir auf und fordern den Bürgermeister zur Vorlage eines Konzepts auf, wie das Ziel von 10.000 Sozialwohnungen in der Stadt durch den Ankauf von Belegungsrechten erreicht werden kann. Abwarten ist keine Alternative, wenn wir nicht zusehen wollen, wie uns der Bestand an Sozialwohnungen weiter zwischen den Fingern zerrinnt.

Fraktionsvize Bastian Langbehn ergänzt: “Es wird generell in Lübeck immer schwieriger, eine Wohnung zu bekommen. Menschen, die traditionell eher klamm sind, zum Beispiel Studierende, treffen hier auf einen Wohnungsmarkt, der kaum noch Leerstände kennt. Zudem ziehen die Mieten gerade deutlich an, wie sich aus dem jüngsten Mietspiegel absehen lässt. Trotzdem erzählen gewisse Vertreter der Bürgerschaft noch immer gerne, was für einen tollen Wohnungsmarkt wir haben und dass es kein Problem sei, eine Wohnung zu finden. Das mag sein, aber leider vergessen sie dabei immer ein wichtiges Wort: „bezahlbar“!

Und wir können uns nicht mit dem Titel „Universitätsstadt“ schmücken und die Studierenden müssen demnächst in Zeltstädten vor der Stadt campieren! Das ist doch bigott! Ein Sozialwohnungsbestand von 10.000 Wohnungen kann dazu beitragen, dass im günstigeren Preissegment die Steigerungen etwas abgefedert werden - was auch dringend nötig ist, damit der soziale Friede erhalten bleibt.”

Bastian Langbehn und Michelle Akyurt von der Fraktion Vielfalt. Foto: Fraktion Vielfalt

Bastian Langbehn und Michelle Akyurt von der Fraktion Vielfalt. Foto: Fraktion Vielfalt


Text-Nummer: 150751   Autor: Fraktion Vielfalt/SU   vom 25.03.2022 um 13.14 Uhr

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