Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Perspektiven der Schulkindbetreuung im Gespräch

Lübeck: Archiv - 28.03.2022, 09.05 Uhr: Am 21.03.hatte die Interessenvertretung der Träger von Ganztagsschulangeboten in Lübeck (IVBGS Lübeck e.V.) Vertreter der Kommunalpolitik in die Lübecker Albert-Schweitzer-Schule eingeladen. Als Gesprächspartner standen Dagmar Hildebrand (CDU), Jörn Puhle (SPD), Daniel Kerlin (FDP) und Andreas Schulze (Grüne) zur Verfügung.

Die Fragen, die Nicola Ingo Leuschner, der Vorsitzende der Interessenvertretung, stellte, gaben einen guten Überblick darüber, was die Träger der Schulkindbetreuung – wohl nicht nur in Lübeck - bewegt.

Für 2026 ist der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz im Nachmittagsbereich für Schulkinder avisiert, zunächst für Schüler der ersten Klassen. Für eine gute Vereinbarung von Familie und Beruf und für ein Bildungssystem, das auch Kindern aus Familien mit weniger Ressourcen bessere Chancen ermöglicht, ist das grundsätzlich eine gute Nachricht. Allerdings stellen diese Pläne die Träger und die Mitarbeitenden der Schulkindbetreuung vor noch größere Herausforderungen. Die Themen, die Leuschner für die Interessenvertretung ansprach, umfassten unter anderem die Gewinnung von Fachkräften, die Raumausstattung an Schulen, die auskömmliche Finanzierung und die noch fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Die Politiker zeigten sich gut informiert, und das Thema Schulkindbetreuung ist in allen Wahlprogrammen aufgegriffen worden. Dennoch gab es angesichts der grundlegenden Themen keine Patentrezepte. Darüber, dass soziale Berufe einer größeren gesellschaftlichen Anerkennung und entsprechender Vergütung bedürfen, bestand beispielsweise große Einigkeit im Raum – der Weg dorthin wird ein langwieriger sein.

Fazit aus der Veranstaltung war, dass zum einen neue und kreative Ansätze gefunden werden müssen, wie zum Beispiel auch außerschulische Lernorte für den Ganztag nutzbar zu machen, um dem Raummangel entgegen zu wirken. Zum anderen ist weitere Informationsarbeit aller Beteiligten in Richtung des Landes Schleswig-Holstein gefragt, um möglichst zügig die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Bildungs- und Betreuungsarbeit für Schulkinder zu klären.

Dagmar Hildebrand (CDU) war neben anderen Politikern zu der Gesprächsrunde der IVBGS Lübeck eingeladen. Foto: Archiv

Dagmar Hildebrand (CDU) war neben anderen Politikern zu der Gesprächsrunde der IVBGS Lübeck eingeladen. Foto: Archiv


Text-Nummer: 150790   Autor: IVBGS/SU   vom 28.03.2022 um 09.05 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.