Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Handwerk formuliert Forderungen an neue Landesregierung

Lübeck: Archiv - 30.03.2022, 16.55 Uhr: Mit Blick auf die Landtagswahlen 2022 am 8. Mai haben die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg sowie Handwerk Schleswig-Holstein e.V. ihre Erwartungen an eine zukünftige Landesregierung formuliert und in einem gemeinsamen Positionspapier zusammengefasst.

Angesichts zuletzt stagnierender oder sogar rückläufiger Lehrlingszahlen und einem sich zuspitzendem Fachkräfteproblem pocht das Handwerk besonders darauf, jetzt die richtigen Weichenstellungen in der Bildungspolitik vorzunehmen. Von der Landespolitik in Schleswig-Holstein erwartet das Handwerk, sich noch stärker als bisher für bestmögliche Aus- und Weiterbildung sowie leistungsfähige Instrumente zur Sicherung des Fachkräftebedarfs einzusetzen.

Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Lübeck: „Handwerkliche Leistungen werden bei uns in großem Umfang nachgefragt. Wenn es aber um die eigene Berufsperspektive im Handwerk geht, sind die jungen Menschen zögerlich. Wir Handwerksorganisationen haben in den letzten zehn Jahren viel Geld in die Hand genommen und intensive Aufklärungsarbeit über die herausragenden Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierewege im Handwerk geleistet. Das war wichtig und richtig. Inzwischen scheint aber auch klar, dass das eigentliche Problem die noch immer fehlende Wertschätzung für die berufliche Bildung ist. Solange immer noch die Haltung dominiert, nur mit einem Studium ließe sich wirklich Karriere machen, werden wir kaum engagierte und motivierte junge Menschen für uns begeistern können. Wir fordern daher, die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung dauerhaft sicherzustellen. Dazu gehört auch, für Bildungsstätten ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die handwerkliche Berufsausbildung attraktiv und zukunftsfähig zu erhalten. Ein ‚Weiter so‘ wird definitiv nicht reichen, um die berufliche Bildung aus dem Schattendasein hinter dem akademischen Studium zu führen.“

Thorsten Freiberg, Präsident Handwerk Schleswig-Holstein e.V.: „Es geht darum, das Handwerk zukunftsfit zu machen. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen neben der Energiewende sind immens: Digitalisierung, Technologietransfer und Fachkräftemangel sind zu meistern. Die Innovations- und Leistungsfähigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe wird künftig viel stärker von der Qualifikation der Betriebsinhaber und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängen. Deshalb brauchen wir hohe Investitionen in die Berufliche Bildung im Handwerk.“

Die Erwartungen des schleswig-holsteinischen Handwerks zur Landtagswahl 2022 in den Politikfeldern:
• Den Mittelstand stärken
• Bildung und Fachkräftesicherung
• Infrastruktur, öffentliche Investitionen
• Klima, Energie, Umwelt, Mobilität
• Ländlicher Raum, Innenstädte
• Wohnungspolitik
sind online abrufbar unter www.hwk-luebeck.de

Kammerpräsident Ralf Stamer fordert eine Stärkung der Ausbildung.

Kammerpräsident Ralf Stamer fordert eine Stärkung der Ausbildung.


Text-Nummer: 150852   Autor: HWK   vom 30.03.2022 um 16.55 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.