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Stadt veröffentlicht Luftqualität in Kitas und Schulen

Lübeck: Archiv - 01.04.2022, 15.03 Uhr: Die Hansestadt Lübeck hat alle städtischen Schulen und Kindertagesstätten mit CO2-Sensoren ausgestattet. Die Messung der Luftqualität hat eine hohe Relevanz, um ein gutes Raumklima in den Klassenzimmern zu gewährleisten. Die Daten sind jetzt im Internet veröffentlicht.

Seit dem Sommer 2021 wurde durch die TraveKom GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Lübeck, im Auftrag der Hansestadt die flächendeckende Installation von Raumluftsensoren mit modernster Funktechnologie in den rund 2.200 Klassenräumen der Lübecker Schulen sowie in den Räumen der 28 städtischen Kindertagesstätten realisiert. Alle Daten werden ab sofort anonymisiert über eine digitale Plattform, das CO2-Dashboard, unter www.luebeck.de/frischeluft bereitgestellt.

„Bundesweit wohl einmalig haben wir es in der Hansestadt Lübeck geschafft, alle Klassenräume mit einem Messsystem auszustatten, das den CO2-Gehalt regelmäßig misst und über ein Ampelsignal Schüler und Lehrkräften die Möglichkeit der optischen Kontrolle gibt“, erklärt Bürgermeister Jan Lindenau. „Über das CO2-Dashboard wird je Schulstandort in einer digitalen Stadtkarte sowohl der durchschnittliche CO2-Gehalt als auch die durchschnittliche Temperatur, der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit der letzten 20 Minuten der einzelnen Klassenräume angezeigt. Smarte Technologie ermöglicht damit eine schnelle und unkomplizierte Datenkombination und –auswertung, so dass nun Analysen zur Raumluftqualität vorgenommen werden können, um insbesondere bedarfsweise und objektbezogen technische Verbesserungen umzusetzen. Mit dem Portal schaffen wir eine hohe Transparenz und ermöglichen allen Interessierten einen Überblick über die Raumluftqualität in den Lübecker Bildungseinrichtungen“, betont der Bürgermeister.

„Ein gutes Raumklima, das Konzentration, Leistung und Gesundheit fördert, wird vor allem von der Luftqualität bestimmt. Wenn im Klassenraum über schlechte Luft geklagt wird, treten Symptome wie Kopfschmerzen, Ermüdung und Reizerscheinungen in Augen, Nase und Rachen auf“, so Dr. Hans-Joachim Friedemann, Leiter des Bereichs Schule und Sport. „Dank der digitalen Ausstattung mit CO2-Ampeln können Schüler und Lehrkräfte schnell und unkompliziert auf Missstände reagieren und so die Sicherheit und Hygiene selbstständig überprüfen.“ Die CO2-Ampel in den Schulen und Kitas weisen drei Stufen der Luftqualität aus. Leuchtet die Ampel Grün, liegen die Kohlendioxid-Werte unter 1.000 ppm (ein millionstel Teil) und damit unterhalb der Vorwarngrenze. Bei Gelb ist die Vorwarngrenze erreicht: Stoß- und Querlüftung sollten erfolgen. Rot stellt die Warngrenze dar. Hier befindet sich der Messwert über 2.000 ppm. Lüften ist nunmehr zwingend. Die Schwellwerte richten sich nach der Bewertung der Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Innenraumluft-Hygienekommission und der Obersten Landesgesundheitsbehörde.

Die CO2-Ampeln messen neben dem Kohlendioxid-Gehalt auch Druck und Feuchtigkeit in der Luft. Die gewonnenen Werte können genutzt werden, um Schimmelbildung vorzubeugen oder Klassenräume zu ermitteln, in denen zusätzliche Maßnahmen zum Lüften zum Beispiel durch technische Installationen nötig sind. Im Falle einer Pandemie kann das Gesundheitsamt die Raumluftwerte zum Gesundheitsschutz für jede einzelne Klasse auswerten.

Info-Broschüre zum richtigen Lüften

Unter dem Titel „Frische Luft für klare Köpfe“ hat die Hansestadt Lübeck eine Broschüre zum richtigen Lüften in Klassenzimmern veröffentlicht und in den Schulen als Leitfaden für Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern ausgelegt. Alternativ kann die Broschüre unter www.luebeck.de/frischeluft als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dr. Stefan Ivens, CDO der Stadt, Jan Hedtfeld von der TraveKom, Bürgermeister Jan Lindenau, Dr. Hans-Joachim Friedemann, Leiter Bereich Schule und Sport, und Birgit Hartmann, Leiterin Bereich Umwelt, bei der Vorstellung des CO2-Dashboardes in der Kahlhor

Dr. Stefan Ivens, CDO der Stadt, Jan Hedtfeld von der TraveKom, Bürgermeister Jan Lindenau, Dr. Hans-Joachim Friedemann, Leiter Bereich Schule und Sport, und Birgit Hartmann, Leiterin Bereich Umwelt, bei der Vorstellung des CO2-Dashboardes in der Kahlhor


Text-Nummer: 150894   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 01.04.2022 um 15.03 Uhr

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