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Ausstellung zur Sanierung der Dom-Türme eröffnet

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 02.04.2022, 17.53 Uhr: Es ist vollbracht: Am Sonnabend, 2. April 2022, wurde die Ausstellung zur Sanierung der Dom-Türme eröffnet. Der Name der rund achtjährigen Installation lautet: „Steine zum Staunen – Sanierung der Domtürme“. 17 große Schautafeln im Ostchor, drei unter der Orgel sowie zwei Video-Monitore im Eingangsbereich inklusive einem großen, illuminierten Riss in der Backsteinwand illustrieren die Themen rund um das Gotteshaus und die Sanierung.

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Die Ausstellung soll etwa acht Jahre zu sehen sein – solange bis die Sanierung der Zwillingstürme des Doms abgeschlossen ist. Die Kosten der geplanten Maßnahmen belaufen sich auf 23 Millionen Euro. Als Nächstes beginnt der Planungsabschnitt der Methodenfindung zur Sanierung, für den 475.000 Euro veranschlagt und genehmigt wurden.

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Lübecks Bürgermeister und Schirmherr des Projekts „Sieben Türme will ich sehen“ überbrachte ein Grußwort: „Die Ausstellung im Dom macht in besonderer Weise das großartige Engagement für Lübecks Kirchtürme sichtbar und erläutert, wie vielfältig und aufwändig die notwendigen Sanierungsarbeiten sind. Ein echtes Erlebnis am authentischen Ort, das man gesehen haben muss.“

Dargestellt sind auf den knapp fünf Meter hohen Planen die historische Geschichte des Doms, die Entstehung und Aufgaben der Kirchenbauhütte, die Ergebnisse der Voruntersuchungen an den Doppeltürmen inklusive der Bauwerksanalyse und Darstellung der Bohrkerne, die geplanten Sanierungsmaßnahmen, die Finanzen des Doms und des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, das Leben in der Domgemeinde und das Fundraising Projekt „Sieben Türme will ich sehen“. Eine elektronische Spendensäule, die einfach zu bedienen ist, komplettiert die Schau.

„Mit der Sanierung der gewaltigen Doppeltürme des Lübecker Doms liegt eine besonders große Aufgabe vor uns. Ich danke allen, die uns dabei unterstützen – und wünsche mir, dass die Ausstellung dazu motiviert“, sagt Pröpstin Petra Kallies. Kirchen seien Orte, die besonders in Krisenzeiten Halt geben: „Insbesondere die alten Kirchen, die viel Leid und Unglück 'gesehen' haben. Auch darum ist es wichtig, sie für die nächsten Generationen zu erhalten.“

„Uns war es wichtig, nicht nur die Vergangenheit des Domes und die spannenden Geschichten der vergangenen Jahrhunderte zu zeigen. Wir möchten die Besuchenden neugierig machen auf das, was heute das bunte Gemeindeleben ausmacht: Angebote für alle Generationen, vor allem für Kinder, Jugendliche, Familien. Das zeigt auch die Entstehung der Ausstellung. Sie wäre nicht möglich gewesen ohne das große Engagement Ehrenamtlicher, die sich dem Dom so sehr verbunden fühlen“, erläutert Dom-Pastorin Margrit Wegner. Ihr Kollege Martin Klatt ergänzt: „Die Ausstellung führt die wechselseitige Beziehung zwischen den Menschen und dem Dom in seiner langen Geschichte vor Augen. Von Anfang an haben sich die Menschen mit viel Herzblut um den Dom gemüht – jede Generation aufs Neue. Und immer gab der Dom ihnen etwas zurück – einen Raum für Freude und Glück, für Kummer und Angst. So viel ist anders geworden in der mehr als 800-jährigen Geschichte des Doms, das aber ist geblieben bis heute.“

Der Ausstellungs-Designer Markus Endreß, Pröbstin Petra Kallies und Projektleiterin Cornelia Schäfer mit Domsteinen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Fotos: Lutz Roeßler

Der Ausstellungs-Designer Markus Endreß, Pröbstin Petra Kallies und Projektleiterin Cornelia Schäfer mit Domsteinen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Fotos: Lutz Roeßler


Text-Nummer: 150911   Autor: Steffi Niemann   vom 02.04.2022 um 17.53 Uhr

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