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Unterstützung für die Krebsnachsorge

Lübeck: Archiv - 06.04.2022, 15.30 Uhr: Gesundheitsminister Heiner Garg hat einen Förderbescheid in Höhe von 495.000 Euro für das Projekt „Langzeitnachsorge nach einer Krebsbehandlung im Kinder-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter“ an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKSH in Lübeck übergeben.

Das Projekt wird seit 1. September 2021 bis Ende 2024 mit Mitteln aus dem Versorgungssicherungsfonds gefördert. Das Land hat den Versorgungssicherungsfonds aufgelegt, um die Weiterentwicklung der ambulanten, stationären und sektorenverbindenden Versorgung zu beschleunigen.

Minister Garg betont: „Allein in Schleswig-Holstein leben über 4000 Personen, die vor ihrem 40. Lebensjahr an Krebs erkrankt waren oder sind. Krebserkrankungen können viele Betroffene auch auf lange Sicht erheblich beeinträchtigen und neue Erkrankungen für sie zur Folge haben. Das Spektrum möglicher Spätfolgen ist sehr breit. Daher ist eine gezielte Nachsorge oder Früherkennung zum Wohle der Patientinnen und Patienten von sehr hoher Bedeutung. Seit 2014 wird am UKSH in Lübeck eine spezialisierte Versorgung für krebskranke Kinder angeboten, die nun Erwachsene sind. Dieses Angebot sowie neuentwickelte telemedizinische Angebote werden nun flächendeckend mittels gezielter Informationen für Patientinnen und Patienten, die bei der Krebserkrankung jünger als 40 Jahre alt waren, und für Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung gestellt. Die beteiligten Akteure sollen besser vernetzt werden. Wir fördern dieses Projekt mit Mitteln aus dem Versorgungssicherungsfonds, weil es eine Versorgungslücke schließt und zu einer besseren Nachsorge von ehemals an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten beitragen wird.“

Ziel des Projekts ist, die Versorgung und Nachsorge von Menschen zu verbessern, die im Kinder-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter an Krebs erkrankt waren. Im Vordergrund steht dabei, die sektorenverbindende Versorgung zu stärken, indem die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten und der spezialisierten Versorgung gestärkt wird. Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Versorgungsalltag der beteiligten Sektoren wird dadurch optimiert. Konkret soll dies mittels bedarfsgerechter Patientinnen- und Patienteninformation, partizipativer Versorgungsgestaltung, einer Nachsorge-App, Fortbildung zur Krebsnachsorge für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie insbesondere durch ein funktionierendes telemedizinisches Versorgungsangebot umgesetzt werden. Video-Liaison-Sprechstunden sollen die Abstimmung von Versorgungsschritten ermöglichen. Alles in allem soll das bestehende Versorgungsniveau weiterentwickelt werden, indem die leitliniengerechte Nachsorge ausgeweitet und digitale Kommunikationsmittel einbezogen werden.

Das Land fördert die Krebsnachsorge am UKSH Lübeck.

Das Land fördert die Krebsnachsorge am UKSH Lübeck.


Text-Nummer: 150981   Autor: SozMi   vom 06.04.2022 um 15.30 Uhr

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