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Lübeck sucht Platz für 5300 Wohnungen

Lübeck: Archiv - 14.04.2022, 13.10 Uhr: Lübeck braucht 5300 neue Wohnungen. Für die sollen aber keine weiteren Äcker in Bauland verwendet werden. Deshalb wird jetzt systematisch untersucht, wo in Lübeck noch gebaut werden kann. Ein Flächenmanager wird Eigentümer von brachliegenden Grundstücken ansprechen. Das Land fördert das Projekt mit 320.000 Euro.

Nach der Bevölkerungs- und Haushaltsprognose 2020 der Statistikstelle der Hansestadt Lübeck besteht ein zusätzlicher Bedarf von rund 5.300 Wohneinheiten bis in das Jahr 2040. Daher begrüßt die Hansestadt Lübeck ausdrücklich die Initiative des Landes Schleswig-Holstein zum nachhaltigen Flächenmanagement.

Bausenatorin Joanna Hagen erläutert: „Unsere Stadt wächst, aber die zur Verfügung stehenden Flächen bleiben unverändert. Es ist daher wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie sich unsere aktuellen und zukünftigen Anforderungen an den Flächenbedarf vorwiegend in integrierten Lagen und im Bestand umsetzen lassen. Denn das Wachstum in die Außenbereiche ist unökologisch und teuer. Ackerflächen hingegen sind für unsere nachhaltige und gesunde regionale Nahversorgung wertvoll und müssen erhalten bleiben.“

Aktuelle Wohnprojekte, wie beispielsweise die Baugebiete Güterbahnhof in Stadtteil St. Lorenz Nord oder Sellschopp im Stadtteil Buntekuh sind Resultate dieser Vorarbeiten. Aufgrund der globalen Herausforderung des Klimawandels komme dem nachhaltigen und sparsamen Umgang mit der Ressource Boden eine nochmals gesteigerte Bedeutung zu. Daher soll der bereits eingeschlagene Weg der Hansestadt Lübeck fortgesetzt und intensiviert werden.

Das Land Schleswig-Holstein hat sich selbst das Ziel gesetzt, die Neuinanspruchnahme von Freiflächen bis 2030 auf unter 1,3 Hektar pro Tag zu verringern. Zu diesem Zweck soll im Rahmen des Flächenmanagements innerhalb des Fachbereiches Planen und Bauen eine zusätzliche Vollzeitstelle für einen Zeitraum von 4,5 Jahren geschaffen werden. Als erste Aufgabe und als Grundlage für die weitere Arbeit des Flächenmanagements sollen die bestehenden Baupotentiale systematisch erfasst und die spezifischen Hemmnisse für eine bauliche Entwicklung ermittelt werden. Die Hansestadt Lübeck sieht darin die Chance, zusätzliche bisher noch unbekannte Innenentwicklungspotenziale zu identifizieren und zu mobilisieren. Hierbei müssen die Konversion von nicht mehr marktfähigen Gewerbestandorten und aufgelassenen Kleingärten oder die Inwertsetzung von untergenutzten Grundstücken konkret angegangen werden.

Die zentralen Erkenntnisse der Potentialanalyse werden in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes einfließen. Aufbauend auf der Potentialanalyse wird der Flächenmanger auf die Eigentümer von brachliegenden und untergenutzten Grundstücken zugehen und über die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten beraten. Da oftmals ökonomische Hemmnisse einer baulichen Entwicklung entgegenstehen, wird der Flächenmanager Beratungsleistungen zu der bestehenden Förderkulisse anbieten oder gegebenenfalls selbstständig Fördermittel akquirieren. Langfristig soll ein Monitoringssystem aufgebaut werden, um zukünftig die Siedlungsflächenentwicklung und die Flächeninanspruchnahme besser messen und beurteilen zu können.

Ein Mitarbeiter der Bauverwaltung wird in Zukunft nach brachliegende Grundstücken suchen und die Eigentümer ansprechen.

Ein Mitarbeiter der Bauverwaltung wird in Zukunft nach brachliegende Grundstücken suchen und die Eigentümer ansprechen.


Text-Nummer: 151099   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 14.04.2022 um 13.10 Uhr

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