Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Weltstars der Laute in Lübeck

Lübeck: Nach zwei Jahren coronabedingter Abstinenz findet vom 20. April bis 1. Mai 2022 wieder das Festival Lübecker Lauten Lust statt. Mit dabei ist das Who-is-Who der Alten Musik mit Rolf Lislevand, Paul O'Dette, Joachim Held, Julian Behr, David Bergmüller und Jakob Lindberg. Als Gast dabei ist der in Lübeck ansässige finnische Gitarrenvirtuose Otto Tolonen.

Unter dem Motto "Baltic Ocean of Emotion" spielen beim Festival mit dem Norweger Rolf Lislevand, dem Schweden Jakob Lindberg und dem Finnen Otto Tolonen drei kandinavische Musiker, die einen eigenen Sound in die klassische Musik eingebracht haben. Diesen Sound, der auch im Jazz vorzufinden ist, hat Rolf Lislevand einmal als "slower form of emotion" beschrieben. Das Festival bringt dem Publikum somit auch die Emotionalität wegbereitender Musiker des Ostseeraums näher.

Paul O'Dette, Joachim Held, Julian Behr und Jakob Lindberg beleuchten in ihren Konzerten die Faszination und Inspiration, die der spätere dänische Hoflautenist John Dowland auf Musiker, Komponisten und Adelige seiner Zeit ausübte. Sein "Lachrimae" wurde zu einer Ikone des melancholischen Zeitalters und aufgrund seiner bezaubernden Emotionalität einem der zentralen Ausgangspunkte der Neuentdeckung der Alten Musik.

Der junge österreichische Lautenist David Bergmüller widmet sich in seinem Konzert in Lübeck der Rhetorik der Stille. Unter dem Motto " Rhetorique du silence" zeichnet er die sensible Emotionalität französischer Lautenmusik nach. Ihr Reiz liegt im in sich Versponnenen, in den leisen Tönen nahe der Stille, im meditativen Grundcharakter. Otto Tolonen präsentiert als Kontrast dazu das für ihn komponierte turbulente Virtuosenstück Post-Tarrega Stress Funk des finnischen Komponisten Antti Auvinnen.

Als Meister der Improvisation und spontanen Gestaltung tritt Rolf Lislevand in einen künstlerischen Dialog mit seinem Publikum. Kaum ein Musiker versteht es so glänzend sein Publikum im Augenblick des Spiels zu faszinieren und auf eine Reise in die Klangwelt der Alten Musik mitzunehmen. Auf sein Konzert darf man ganz besonders gespannt sein.

Abgerundet wird das Festival durch einen Vortrag von Michael Treffer zur Laute und ihren Verwandten im Ostseeraum. Auf unterhaltsame Weise stellt er dabei verschieden Instrumente und Musiker vor.

Mit dem Bildersaal im Gesellschaftshaus der Gemeinnützigen wurde ein kleiner, aber feiner Saal für die Konzerte ausgewählt. Dieser kommt dem Charakter der Musik und der Instrumente entgegen und sorgt für eine intime Stimmung und Nähe zu den Künstlern. Das Festival wird gefördert durch die Possehl-Stiftung Lübeck und das Ministerium für Bildung, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Tickets sind ab sofort erhältlich.

Konzerte

Mittwoch, 20. April, 19.30 Uhr
„Dowland und Frankreich“
Joachim Held, Bremen
Mit Werken von Guillaume de Vaumesnil, Julien Perrichon, Anthoine Francisque und Jakub Polonois
„May I please borrow that tune“
Paul O’Dette, Rochester, USA
Mit Werken von John Dowland und Francesco da Milano

Donnerstag, 21. April, 19.30 Uhr
„Lautenmusik am Wolfenbüttler Hof“
Julian Behr, Basel, Schweiz
Mit Werken von Thomas Kühne, Gregor Huwett und John Dowland
„Dowland am Hofe König Christians IV.“
Jakob Lindberg, Djursholm, Schweden
Mit Werken von John Dowland, William Brade und Thomas Robinson

Freitag, 29. April, 19.30 Uhr
„Rolf Lislevand in Lübeck“
Rolf Lislevand, Oslo, Norwegen

Samstag, 30. April, 19.30 Uhr
„Stress – Peace“
Otto Tolonen, Helsinki, Finnland
mit dem für Otto Tolonen komponierten Werk von Antti Auvinen mit dem Titel Post-Tarrega Stress Funk (2020)
„Rhétorique du silence“
David Bergmüller, Wien, Österreich
Mit Werken von Ennemond Gaultier und Robert de Visée

Workshops

Dienstag, 19. April, 10 bis 17 Uhr
Masterclass mit Paul O’Dette in der Musikhochschule Lübeck

Samstag, 30. April, und Sonntag, 1. Mai, jeweils 10 bis 17 Uhr
Masterclass mit Rolf Lislevand in Kooperation mit der Lübecker Musikschule der Gemeinnützigen

Anmeldung unter www.luebecker-musikschule.de

Vortrag

Samstag, 30. April, 18 Uhr
“Die Laute und ihre Verwandten im Ostseeraum (17./18. Jhd)“
Ein Vortrag von Michael Treder

Spielorte

Konzerte und Vortrag:
Gesellschaftshaus der Gemeinnützigen, Bildersaal,
Königstraße 5, 23552 Lübeck

Workshop mit Rolf Lislevand:
Lübecker Musikschule der Gemeinnützigen
Rosengarten 14-18, 23552 Lübeck

Preise

Konzerte

Vorverkauf: 29 Euro, ermäßigt 26 Euro
Abendkasse: 31 Euro, ermäßigt 28 Euro
Großes Abo für alle Konzerte vom 20. bis 30. April 2022 im Vorverkauf 105 Euro, ermäßigt 95 Euro

Vorverkauf über Lübeck-Ticket.

Paul O’Dette gestaltet den Workshop in der Musikhochschule. Foto: Jennifer Girard

Paul O’Dette gestaltet den Workshop in der Musikhochschule. Foto: Jennifer Girard


Text-Nummer: 151127   Autor: Veranstalter   vom 17.04.2022 um 14.02 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.