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Unterkunft für Flüchtlinge: Lösung gefunden

Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 19.04.2022, 13.08 Uhr: Bereits vor vier Wochen haben viele Israelsdorfer angepackt und ein ehemaliges Pflegeheim renoviert, damit dort Frauen und Kinder aus der Ukraine eine Unterkunft finden können. Das Engagement wurde schnell durch die Bürokratie ausgebremst. Jetzt gibt es eine Lösung. Am kommenden Wochenende legen die ehrenamtlichen Helfer wieder los.

Nachbar Harald Benett, der die Renovierung der Räume organisiert, ist über die große Hilfsbereitschaft nicht nur der Israelsdorfer erstaunt. Immer wieder kommen Spenden an. Erst zu Ostern lagen mehrere große Pakete Windeln vor der Tür. Die Malerei Pauls schickte zwei Gesellen, die zwei Tage lang Wände und Decken gestrichen haben. Damit die Firma trotzdem ihre normalen Aufträge abarbeiten konnte, haben alle Mitarbeiter entsprechend länger gearbeitet. Auch die Dachdecker-Ausbilder der Emil-Possehl-Schule haben spontan ihre Hilfe zugesagt.

Inzwischen sind alle Anforderungen für die dauerhafte Unterbringung klar. So wird eine gemeinschaftliche Küche nicht akzeptiert. Es müssen neun Küchenzeilen für die 18 Räume eingebaut werden. Eine Fachfirma hat bereits kostenlos die Planung aufgenommen. Einige Aufträge, wie die Überprüfung der Elektroanlagen und die Verlegung von Wasser- und Abwasserrohren, werden kurzfristig vom Hauseigentümer Rotes Kreuz an Fachfirmen vergeben.

Am Wochenende ist dann das Ehrenamt noch einmal gefragt. Auf der Liste stehen unter anderem weitere Malerarbeiten, die Reinigung der fertigen Räume und der Einbau einer Fluchttür.

Wann die ersten Flüchtlinge einziehen können, ist noch unklar. Harald Benett hofft, dass es schnell geht. Immer wieder erreichen ihn Anfragen von verzweifelten Frauen aus der Ukraine, die dringend eine Unterkunft finden müssen.

In den Zimmern häufen sich bereits die Spenden der Lübecker.

In den Zimmern häufen sich bereits die Spenden der Lübecker.


Text-Nummer: 151150   Autor: VG   vom 19.04.2022 um 13.08 Uhr

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