Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Erster Peter-Ronnefeld-Preis entschieden

Lübeck: Die junge Violinistin Anna Tanaka erspielte sich am vergangenen Wochenende in der Kieler Petruskirche den Peter-Ronnefeld-Preis. Er beinhaltet ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel und wurde von der Musikhochschule Lübeck (MHL) zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Kiel erstmals veranstaltet.

Am Samstag wetteiferten die drei Finalistinnen mit 40-minütigen Programmen in der Kieler Petruskirche um den ersten Preis. Die MHL-Studentin Anna Tanaka überzeugte Jury und Publikum mit Werken von Bach, Poulenc und vom zeitgenössischen französischen Komponisten Thierry Escaich. Die 25-jährige Japanerin studierte in Novosibirsk bei Marina Kuzina, in Madrid bei Zakhar Bron und seit 2021 in Lübeck bei Heime Müller. Sie ist leidenschaftliche Kammermusikerin und konzertierte auf zahlreichen Festivals. Aus internationalen Wettbewerben ging sie mehrfach als Preisträgerin hervor und arbeitete als Solistin mit verschiedenen Klangkörpern zusammen. Sie darf sich nun auf ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel freuen.

Auch ein Publikumspreis wurde vergeben, der ein Rezital in der Konzertreihe "Klassisch beflügelt" der Musikfreunde Kiel beinhaltet: Tanaka teilt sich ihn mit der MHL-Flötistin Jana Barenschee. Neben dem ersten und dem Publikumspreis wurde auch ein Klassikal-Spezialpreis vergeben, der an die Violinistin Yukino Takehara ging und eine Mitgliedschaft bei der Online-Plattform Klassikal.com beinhaltet, auf der sich Musikerinnen und Musiker vernetzen und präsentieren können.

Zur Jury gehörten in der Finalrunde MHL-Präsident Rico Gubler, GMD Benjamin Reiners, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen sowie Selke Harten-Strehk, Vorsitzende der Musikfreunde Kiel. Neben ihren künstlerischen Präsentationen überzeugten die Preisträgerinnen die Jury auch mit ihren Beiträgen zur Programmgestaltung: Eine Programmübersicht, eine Biografie mit Künstlerfoto und eine inhaltliche Erläuterung zu den gespielten Werken flossen in die Bewertung ein. Workshops des MHL-Career Centers hatten die jungen Interpretinnen auf die zusätzlichen Herausforderungen des Wettbewerbs vorbereitet.

Der Peter-Ronnefeld-Preis wurde in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Er soll jungen Musikerinnen und Musikern Karrierewege ebnen und ihnen den Übergang von einem künstlerischen Studium in das Berufsleben erleichtern. Benannt wurde er nach Peter Ronnefeld, Kieler Kulturpreisträger und von 1935 bis 1965 Generalmusikdirektor. Der Boris Blacher-Schüler, Assistent von Karajan an der Wiener Staatsoper und Cembalist in Harnoncourts Ensemble Concentus Musicus Wien galt als Jahrhunderttalent, verstarb aber mit erst 30 Jahren an Krebs. Er setzte sich besonders für zeitgenössische Musik und die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ein. Das Solistenkonzert und das Rezital werden für Herbst 2022 geplant. Die Termine werden auf www.theater-kiel.de bekannt gegeben.

Die Preisträgerin Anna Tanaka mit den Jury-Vorsitzenden Rico Gubler und Benjamin Reiners. Foto: Theater Kiel.

Die Preisträgerin Anna Tanaka mit den Jury-Vorsitzenden Rico Gubler und Benjamin Reiners. Foto: Theater Kiel.


Text-Nummer: 151332   Autor: Theater Kiel   vom 28.04.2022 um 10.19 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.