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Busverkehr: Tarif in Zukunft nach Entfernung?

Lübeck: Zum 1. August wird in Lübeck die Tarifzone abgeschafft. Gerecht sind die Fahrpreise dann trotzdem nicht. Die Bauverwaltung hat deshalb mehrere Ansätze für eine andere Fahrpreisgestaltung untersucht. Als Ergebnis wird ein Tarif nach Entfernung vorgeschlagen.

Vor einem Jahr hat die Bürgerschaft die Verwaltung aufgefordert, "alternative Vorschläge zu unterbreiten für die ersatzweise Aufteilung der Kernzone 6000 in kleinere stadtteilbezogene Tarifzonen mit der Preisstufe 1 und alternativ für die Weiterentwicklung des Kurzstreckentarifs." Der Grund: Auch wenn es nur noch zwei Tarifzonen in Lübeck gibt, sind Fahrgäste benachteiligt, die relativ kurze Strecken in die andere Zone zurücklegen.

Eine Ausweitung der Kurzstrecke scheidet aus. Sie würde zum Beispiel auf der Strecke nach Stockelsdorf zu einem Preissprung von 1,80 Euro auf 3,30 Euro zwischen zwei Haltestellen führen. Auch eine Aufteilung in viele kleine Tarifzonen in Lübeck wird als zu kompliziert abgelehnt.

Möglich wäre es, dass Fahrten von einer Zone in die andere günstiger werden und nur noch Fahrten zum Beispiel von Travemünde durch die Kernzone nach Moisling nach dem teureren Tarif berechnet werden. Der Nachteil: Die Stadt müsste fünf Millionen Euro pro Jahr an Einnahmeausfällen ersetzen.

Die Stadtverwaltung setzt deshalb auf einen "E-Luftlinientarif". Der Fahrpreis würde sich nach der Entfernung zwischen Start und Ziel richten. Dafür müssten die Fahrgäste beim Ein- und Ausstieg erfasst werden. Neben der Gerechtigkeit gibt es weitere Vorteile. So könnten zum Beispiel Vielfahrern Rabatte gewährt werden.

Sollte die Politik zustimmen, wird die Stadt ein Konzept für den "E-Luftlinientarif" in Auftrag geben. Eine kurzfristige Umsetzung ist aber nicht zu erwarten.

Die Stadt prüft einen Tarif im Öffentlichen Nahverkehr nach der Entfernung zwischen Start und Ziel.

Die Stadt prüft einen Tarif im Öffentlichen Nahverkehr nach der Entfernung zwischen Start und Ziel.


Text-Nummer: 151571   Autor: VG   vom 10.05.2022 um 08.30 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Hans

schrieb am 10.05.2022 um 11.50 Uhr:
Einfachste Lösung: Nulltarif. Erspart Ticketverkauf, -Entwertung und -Kontrolle. Wenn ich die Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV motovieren will, sicher die beste Lösung. Schliesslich zahlen die Radfahrer ja auch keine Benutzungsgebühr für die Radwege, obwohl alle Nicht-Radfahrer nix davon haben (im Gegenteil).
Zweitbeste Lösung: 365-EUR-Ticket für 1 Jahr (für "Stammgäste"), 5-EUR-Tagesticket / 20-EUR-Wochenticket für Gelegenheitsfahrer, Touristen usw. Fertig.

Horsti

schrieb am 10.05.2022 um 12.13 Uhr:
Angesichts der nahenden Klimakatastrophe mit unermesslich hohen Kosten ist es an der Zweit, den Öffentlichen Personennahverkehr als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wie Verteidigung, Bildung, Gesundheit und Straßenbau zu begreifen. Er sollte komplett aus Steuergeldern finanziert werden und für den Bürger kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nur so ist eine deutliche Reduktion des individuellen Autoverkehrs und ein Rückgang der Klimaemissionen zu erreichen. Alles Andere ist Augenwischerei und kostet im Endeffekt erheblich mehr, da die Folgen der Klimaveränderungen unglaublich hohe Summen erfordern werden.

Heiko Schuller

schrieb am 10.05.2022 um 12.39 Uhr:
Man kann es aber auch so kompliziert gestalten, dass keiner mehr Bus fährt. Wer soll das bitte noch verstehen?

Ich hoffe, die Politik wird das schnell stoppen.

Cyril

schrieb am 10.05.2022 um 12.48 Uhr:
April, April?

Fiete Senfgeber

schrieb am 10.05.2022 um 13.11 Uhr:
Die Forderung nach "kostenlosem" ÖPNV gibt es schon länger. Hört sich gut an - zunächst! Bezahlen müssen dann den ÖPNV aber NUR diejenigen, die direkte (Einkommen)-steuern zahlen! Diejenigen, die keine Lust haben Steuern zu zahlen fahren kostenlos?? Bekommen auch das noch? Die Busfahrer und ich arbeiten aber nicht "für umsonst"! Das ist UNGERECHT (Übrigens genau so wie ein "bedingungsloses Grundeinkommen", es sei denn ALLE bekämen es auch zusätzlich zum Lohn). Geld wächst an Bäumen? Leistung ohne Gegenleistung? Wie geht das? Geld ist normalerweise zum Tauschen da! Weiter denken...

Martin

schrieb am 10.05.2022 um 13.40 Uhr:
Horsti hat recht. Nur die Bearbeitungsgebühr von € 9,00 im Monat bleibt dann noch. Den Rest zahlt der Bund. Der Verkehrsversuch über 3 Monate startet ja bald.

Hans Brunner

schrieb am 10.05.2022 um 13.57 Uhr:
Einfache Lösung....Nulltarif. Ich wäre gern bereit dafür den einen oder anderen Euro mehr in das Staatssäckel zu befördern. Wir müssen mal weg von diesem Ego denken und/oder warum der und nicht ich. Solidarität und Zusammenhalt ist gefragter denn je. Einfach mal nicht nur an sich denken Leute.

The D

schrieb am 10.05.2022 um 14.35 Uhr:
Kurzstrecke 1€ weiter 2€

Calle

schrieb am 10.05.2022 um 15.26 Uhr:
Ich denke auch, dass es am sinnvollsten wäre, den ÖPNV komplett aus Steuermitteln zu finanzieren.

Es wurde weiter oben gesagt das wäre ungerecht, weil ja nicht alle Steuern zahlen. Irrtum. Es gibt zwar eine nicht unerhebliche Zahl von Mitbürgern die keine Einkommenssteuer bezahlen müssen, aber es gibt in Deutschland mehrere Dutzend verschiedene Steuerarten, die über die Produktions- und Lieferkette weitergegeben und letztendlich vom allen Endverbrauchern an der Ladenkasse gezahlt werden. Auch von Arbeitslosen, H4 Empfängern und Rentnern...... also zahlen alle Bewohner Steuern und Abgaben.

Das wäre zumindest in den Städten ein wertvoller Beitrag zur Vekehrsvermeidung.....

Henry Armitage

schrieb am 10.05.2022 um 15.28 Uhr:
Seit 1924 wurden von dem im kommunalen Besitz befindlichen Betrieb Straßenbahn und Omnibuslinien betrieben.
Rund 100 Jahre und etliche Entwicklungen später schludert man noch immer an einem gerechten Preissystem herum.
Läuft in Lübeck... ;)

Bruno Bär

schrieb am 10.05.2022 um 15.39 Uhr:
Völlig egal wie die Preisstruktur aussieht. Der ÖPNV muss aber in der Lage sein sich komplett durch Ticketverkäufe zu finanzieren. Ich nutze ihn seit Jahren nicht und werde auch in Zukunft einen großen Bogen um Bus und Bahn machen.
Wer ihn nutz bezahlt ihn auch. Das Lügenmärchen vom menschengemachten Klimawandel wird auch wieder verschwinden. Werden ja immer weniger Hysteriker die den Quatsch glauben. Man sollte da also auch nicht zu entgegenkommend sein. Die große Mehrheit bleibt beim Auto, dem Verkehrsmittel der Gegenwart und der Zukunft. So auch euer überaus geschätzter Bruno.

Hans W Berghoff

schrieb am 10.05.2022 um 15.53 Uhr:
Eine Busfahrt von der Lohmühle zur Nordmeerstraße hat heutemorgen ohne jede Verkehrsstörung 2 Stunden gedauert, davon über 30 Minuten Wartezeit. Mit dem PKW benötige ich 15 Minuten. Dafür muss man Geld bekomen, nicht zahlen.

Klaus Kalb

schrieb am 10.05.2022 um 16.07 Uhr:
@ The D.

Viel zu einfach gedacht von Ihnen.
Erstmal 1 Oder Mehrere Planungs Büros bezahlen

Bruno von Foersterberg

schrieb am 10.05.2022 um 18.17 Uhr:
Beste Lösung: Lübeck als HVV-Zone 905

Karmeikel

schrieb am 10.05.2022 um 18.54 Uhr:
@ Calle..
Schon mal darüber nachgedacht, dass diejenigen, die nicht Einkommensteuer pflichtig sind, die Beträge, von denen sie Einkaufen, aus dem Solidartopf beziehen, also somit den ÖPNV für lau nutzen?..

Finde den Fehler...😁😁

Misanthrop

schrieb am 10.05.2022 um 20.12 Uhr:
Ohh... Was für ein fortschrittlicher Gedanke.

Ein System, dass in Los Angeles, Tokio, London und vielen anderen Städten schon seit Jahrzehnten praktiziert wird. Wenn man jetzt noch ganz besonders fuchsig ist, kombiniert man das mit dem HVV und dann lohnt es sich richtig.

Misanthrop

schrieb am 11.05.2022 um 00.36 Uhr:
@Bruno, das Bärchen

"Völlig egal wie die Preisstruktur aussieht. Der ÖPNV muss aber in der Lage sein sich komplett durch Ticketverkäufe zu finanzieren."

Stark. Diese These setzen wir bei allem an, was Subventionen erhält. Dann haben wir endlich genug Geld für Bildung, Wissenschaft und was sonst noch so Mangelware ist.

"Ich nutze ihn seit Jahren nicht und werde auch in Zukunft einen großen Bogen um Bus und Bahn machen."

Diese Nachricht freut alle, die täglich Bus und Bahn fahren. Niemand will mit dir einen Bus teilen.

"Wer ihn nutz bezahlt ihn auch."

Sonst würde man auch schwarzfahren. Ist nicht erlaubt. Würdest du wissen, würdest du den Nahverkehr nutzen.

"Das Lügenmärchen vom menschengemachten Klimawandel wird auch wieder verschwinden."

Nein, wird es nicht. Spätestens 2026 wirst auch du es einsehen müssen. Ach nein. Deine kleine Welt endet an der Stadtgrenze. Alles, was darüber hinaus ist, kann ja vor die Hunde gehen. Hauptsache dir geht es gut.

"Werden ja immer weniger Hysteriker die den Quatsch glauben."

Hysterie und wissenschaftliche Erkenntnisse sind zweierlei Dinge. Hysterie schoben die Pegida, AfD, NPD, Der Dritte Weg usw. als die Flüchtlinge 2016 zu uns kamen. Das ihr nichts glaubt, was euer Weltbild angreift, ist ja nichts neues.

"Man sollte da also auch nicht zu entgegenkommend sein."

Joar... Der Welt ist es egal, ob wir entgegenkommend sind. Machen wir nichts, sterben wir aus. Juckt den Planeten nicht wirklich.

"Die große Mehrheit bleibt beim Auto, dem Verkehrsmittel der Gegenwart und der Zukunft."

Haha... Guter Witz. Die Mehrheit? Die selbe "Mehrheit" von 250, die Montag Abend durch marschiert? Die selbe Mehrheit, die gerade mit 4,4% bei der Wahl gescheitert sind? Welche Mehrheit meinst du? Du bist ein WITZeerzähler.

"So auch euer überaus geschätzter Bruno."

Du bist kein bisschen geschätzt. Menschen wie dich stehen für Stillstand, Engstirnigkeit und Vergangenheit. Es wird Zeit, dass die Jugend das Ruder in die Hand bekommt.

In diesem Sinne Euer von 95% der hier Anwesenden gehasster Misanthrop, der dieser rechten, alten Minderheit hier gerne den Spiegel vors Gesicht hält und damit den Tag verdirbt.

M.Stern

schrieb am 11.05.2022 um 03.28 Uhr:
@ Horsti

" Er sollte komplett aus Steuergeldern finanziert werden und für den Bürger kostenlos zur Verfügung gestellt werden. "

Wie das dann aussieht kannst du ja vom 01.06.22 bis 31.08.22 beobachten wenn das 9 € Ticket auf dem Markt ist . Ich empfehle eine Fahrt am Wochenende von Lübeck nach Travemünde oder nach Hamburg .

@ Hans W Berghoff

Falsches Ticket ?

Ich würde mit meiner Monatskarte ( zum Beispiel )um 10:39 Uhr von der Lohmühle mit der Linie 3 zum ZOB fahren , mit dem Zug nach Travemünde Strand und dann 6 Minuten zur Nordmeerstr. Also keine Stunde .

Bruno Bär

schrieb am 11.05.2022 um 10.06 Uhr:
Mein lieber Misanthrop. Ist dein Weltbild so kleingeistig dass du jede der nicht deiner Meinung ist in die rechte Ecke drängen willst. Funktioniert bei mir nicht. Ich hab mit den Leerdenkern( sowohl Montags als auch Freitags) nichts zu schaffen. Bin nicht rechts. Habe gejubelt als die Aff.. Für DMark gescheitert sind. Spar dir also die billigen Provokationen. Die Verkaufszahlen an Neu und Gebrauchtwagen sprechen Bände. Es wurden nie mehr KFZ verkauft als in der letzten Zeit. Das kannst du drehen und wenden wie du möchtest. 2026 wird nichts passieren. Die Klimahysterie wird sich als leeres Schreckgespenst entpuppen. Wenn wir 2026 überhaupt noch da sind. Wer weiß schon was der Despot und Massenmörder im Kreml noch so abzieht. Aber eins muss ich dir lassen. Du bist ein witziger kleiner Troll, nervig, aber witzig