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Surrexit Christus: Festmusik aus alten Hansestädten

Lübeck: Mit einem Konzert zur Festmusik aus alten Hansestädten feiert das Europäische Hanse-Ensemble an Himmelfahrt, dem 26. Mai 2022 um 18 Uhr, im Dom zu Lübeck bereits zum dritten Mal seinen Tourneeauftakt in Lübeck. Mit "Surrexit Christus" entführt das international besetzte Ensemble unter der Leitung von Manfred Cordes das Publikum in eine besondere Klangwelt, die vor gut 400 Jahren das musikalische Leben der Hansestädte prägte.

Dabei beleben die jungen Musiker Werke von Komponisten wieder, die in den alten Hansestädten wirkten und deren Musik teils jahrhundertelang nicht mehr erklungen ist. Schirmherr des Projekts ist Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und Vormann der Hanse.

An Himmelfahrt, den 26. Mai 2022 um 18 Uhr, gibt das Europäische Hanse-Ensemble unter der Leitung von Manfred Cordes bereits sein drittes Konzert im Dom zu Lübeck. Im Europäischen Hanse-Ensemble treffen die jungen Talente auf alte Musik und präsentieren die historischen Klänge dem Publikum. Die 20 Gesangssolisten und Instrumentalisten des Ensembles sind auf Renaissance- und Barockgesang sowie auf historische Instrumente, wie sie in der Zeit um 1600 gebräuchlich waren, spezialisiert und kommen aus vielen verschiedenen Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz, Italien, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Lettland, Kanada, den USA und Neuseeland.

Das diesjährige Konzertprogramm setzt sich aus einer Fülle der zum Osterfest überlieferten Werke zusammen, die Komponisten aus Hansestädten und zur Hansezeit schufen. Christi Auferstehung, die dadurch mögliche Erlösung des Menschen von seinen Sünden und damit verbunden die Hoffnung auf das ewige Leben: Das sind die zentralen Botschaften des Christentums, an die die Kirche mit der Feier des Osterfestes freudig erinnert. Zum Osterfest durfte dann – nach siebenwöchiger Zeit der sinnlichen Askese – erstmals auch wieder prächtig besetzte Musik erklingen. Die Komponisten des Konzertprogramms waren dabei in den wirtschaftlich erfolgreichsten Metropolen der späten Hansezeit tätig: Danzig und Hamburg. Wo Geld ist, wächst auch das Repräsentationsbedürfnis – daran hat sich seit damals nichts geändert. So konkurrierten einzelne Kirchengemeinden nicht nur um den höchsten Kirchturm, sondern auch um die schönste und größte Orgel, den renommiertesten Komponisten, das leistungsfähigste Musikerensemble. Komponisten wie Andreas Hakenberger, Nicolaus Zangius, Johann Wanning (Danzig) und Hieronymus Praetorius, Thomas Selle, Matthias Weckmann (Hamburg) mögen heute zwar weitgehend unbekannt sein, doch für die damaligen Zeitgenossen, besonders für die Bürgermeister und Ratsherren der Hansestädte, waren sie unersetzlich, um die Bedeutung und wirtschaftliche Macht zu demonstrieren.

"Wir wollen das musikalische Erbe der Hansezeit wieder zugänglich machen", sagt Manfred Cordes, der sich der Wiederbelebung alter Musik verschrieben und für das diesjährige Konzertprogramm regelrechte Pionier- und Archivarbeit geleistet hat, denn größtenteils spielen die Musiker aus Notenmaterial, welches Cordes eigens für das Europäische Hanse-Ensemble aufbereitet hat. Nach der Premiere von "Surrexit Christus" in Lübeck geht das Europäische Hanse-Ensemble auf Tournee durch weitere Hansestädte und tritt zunächst in Minden und auf dem 42. Internationalen Hansetag in Neuss auf.

Die Tickets für das Konzert am 26. Mai in Lübeck kosten 20 Euro, ermäßigt 12 Euro und sind an den Lübecker Vorverkaufsstellen und online unter www.luebeck-ticket.de erhältlich. Es wird darum gebeten, die Vorverkaufsmöglichkeiten zu nutzen, da eine Abendkasse nur bei vorhandenen Restkarten eingerichtet wird. Detaillierte Informationen zu der Konzerttournee sowie zum Europäischen Hanse-Ensemble gibt es unter www.hanse-ensemble.eu.

Das Europäische Hanse-Ensemble feiert erneut seinen Tourneeauftakt in Lübeck. Foto: Olaf Malzahn.

Das Europäische Hanse-Ensemble feiert erneut seinen Tourneeauftakt in Lübeck. Foto: Olaf Malzahn.


Text-Nummer: 151576   Autor: EHM/Red.   vom 12.05.2022 um 10.49 Uhr

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