Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Gute Bilanz: Streetworker sprechen Jugendliche an

Lübeck: Jugendgruppen, die oft angetrunken auf öffentlichen Plätzen abhängen, war lange Zeit ein großes Thema in Lübeck. Die Stadt hat reagiert. Sechs Streetworker sind unterwegs und sprechen die jungen Leute direkt an. In einem Jahr verzeichneten sie rund 4600 Einsätze. Das Ziel ist eine konkrete Hilfe bei Fragen oder Problemen.

Unterwegs sind die Streetworker in allen Stadtteilen. Klare Schwerpunkte sind der Meesenring, die Breite Straße, der ZOB, der Bereich Kohlmarkt/Sandstraße und die Fackenburger Allee. Die Sozialarbeiter schauen ohne Anlass vorbei und suchen den Kontakt zu den jungen Menschen. Dabei wird flexibel vorgegangen. So wurden mit den zunehmenden Kontrollen der Polizei viele Jugendgruppen vom ZOB vertrieben. Für die Streetworker verlagerte sich damit die Arbeit in andere Bezirke.

Die meisten Gespräche mit den Jugendlichen gab es am Meesenring. Von Mai 2021 bis April 2022 gab es hier 489 Kontakte. In Schlutup konnten dagegen nur sehr selten größere Gruppen angetroffen werden.

Bei den Gesprächen wurden insgesamt 1311 verschiedene Themen angesprochen. Am häufigsten ging es um Alkohol. An zweiter Stelle kam das Thema Schule und Ausbildung. Die angetroffenen Jugendlichen werden durch bisherige Beratungsangebote kaum erreicht, stellt die Stadtverwaltung in ihrer Auswertung fest.

Es gibt auch erste Ansätze. So sollen die Jugendlichen am Meesenplatz bei der Freizeitgestaltung unterstützt werden. Sie können sich auch bei der weiteren Gestaltung des Quartiers beteiligen. In Moisling haben die Gespräche mit den Gruppen ergeben, dass ein ungestörter und selbstbestimmter Raum geschaffen werden sollte. Im Bereich Kohlmarkt und Sandstraße könnten durch die Kooperation mit dem Management des Einkaufscenters und dem Jugendzentrum Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung geschaffen werden.

Der vollständige Bericht ist unter www.luebeck.de verfügbar.

Statt auf Polizei setzt die Stadt auf gezielte Ansprache und Hilfestellung für die Jugendlichen.

Statt auf Polizei setzt die Stadt auf gezielte Ansprache und Hilfestellung für die Jugendlichen.


Text-Nummer: 152038   Autor: VG   vom 03.06.2022 um 13.00 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.