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Flüchtlinge am Skandi-Kai: Stadt weist Vorwürfe zurück

Lübeck - Travemünde: Archiv - 04.06.2022, 11.09 Uhr: Am Mittwoch haben Dr. Axel Flasbarth von den Grünen und Sascha Luetkens von den Linken nach einem Besuch am Skandinavienkai kritisiert, dass die Stadt den dort ankommenden ukrainischen Flüchtlingen nicht helfe. Die Stadtverwaltung weist das zurück. Man habe unter anderem eine Busverbindung zur Landesunterkunft eingerichtet.

Menschen, die zurzeit aufgrund des Kriegs aus der Ukraine flüchten, kommen derzeit vor allem per Fähre in Travemünde in der Hansestadt Lübeck an. Wer nicht mit dem eigenen Auto weiter reist, nicht abgeholt wird oder keinen festen Anlaufpunkt hat, wird nach einem mit dem zuständigen Innenministerium abgestimmten Verfahren in eine Landesunterkunft gebracht. "Die Hansestadt Lübeck organisiert einen Transport zur Landesunterkunft und unterstützt die Menschen vor Ort mit mehrsprachigen Informationen", betont die Stadtverwaltung.

Um die mit der Fähre in Travemünde ankommenden Flüchtlinge nach einer anstrengenden Reise bestmöglich zur zuständigen Landesunterkunft zu bringen, stelle die Hansestadt Lübeck bereits seit Anfang letzter Woche durch die LVG einen Bustransport vom Skandinavienkai via Lübecker Hauptbahnhof zur Landesunterkunft zur Verfügung. Eventuell am Hauptbahnhof wartende Geflüchtete können in Lübeck zusteigen, um zur Unterkunft zu gelangen. Ebenso können Geflüchtete am Hauptbahnhof aussteigen, um gleich von dort weiterzureisen.

"In Travemünde wird vor Ort neben mehrsprachigen Informationen bei Ankunft der Geflüchteten im Terminal kostenloses WLAN zur Verfügung gestellt, so dass die Menschen auch online Informationen abrufen und auf einfache Weise kommunizieren können", berichtet die Verwaltung.

Vielfach seien zudem städtische Mitarbeitende zur Unterstützung vor Ort, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. "Auch ein regelmäßiger Austausch mit den Ehrenamtlichen, die dort mit viel Engagement im Einsatz sind, hilft dabei, neue Bedarfe festzustellen oder bei Änderungen der Lage nachsteuern zu können", betont die Stadt.

Bürgermeister Lindenau dankt allen Ehrenamtlichen "für ihren großartigen Einsatz", die schon seit Wochen die Stadt bei der Betreuung und Versorgung der Ukrainegeflüchteten unterstützen: "Es zeigt sich wieder einmal, dass wir in Lübeck gemeinsam viel Gutes bewirken können. Ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte wirken seit Beginn des Angriffskrieges zusammen, um die Not zu lindern. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!"

Die Landesunterkunft sei über die Transporte informiert. Dort erfolgt dann die bestmögliche Unterbringung mit einem Bett und sofortiger Verpflegung und Versorgung, damit die Geflüchteten erst einmal zur Ruhe kommen können. Zudem bekommen sie vor Ort Hilfe bei der Erledigung von Behördenangelegenheiten oder finanzielle Unterstützung für eine eventuelle Weiterreise. Anfang Mai erst hatte die Landesregierung beschlossen, keine dezentrale Unterbringung mehr für Geflüchtete aus der Ukraine in den Kommunen vorzusehen und entsprechend die kommunalen Notunterkünfte zu schließen. Alle Menschen aus der Ukraine ohne festen Anknüpfungspunkt in der Hansestadt Lübeck, wie zum Beispiel hier lebende Familienangehörige oder Wohnraum, sind an die Landesunterkunft zu verweisen, um dort aufgenommen, versorgt und registriert zu werden. Die Regeln und Verfahren sind von den Kommunen entsprechend umzusetzen und abgestimmt.

"Das ist auch kein neues Verfahren. Bereits bei der letzten Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015 gab es ausschließlich die zentrale Aufnahme von Geflüchteten. Dass wir seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine kurzfristig andere Wege gegangen sind, war der akuten Situation geschuldet. Nun sind wir auf bewährte Strukturen zurückgegangen, die landesweit einheitlich umgesetzt werden. Lübeck ist da kein Ausnahmefall. Wir bieten lediglich zusätzlich den Linienverkehr an. Das unterscheidet uns von einigen anderen Städten im Land", erklärt der Bürgermeister abschließend.

Die Stadtverwaltung betont, dass die am Skandinavienkai ankommenden Flüchtlinge nicht alleine gelassen werden. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Stadtverwaltung betont, dass die am Skandinavienkai ankommenden Flüchtlinge nicht alleine gelassen werden. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 152049   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 04.06.2022 um 11.09 Uhr

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