Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Es wird wärmer, bleibt aber unbeständig

Lübeck: Ganz allmählich wird der diesjährige Sommer auch im Empfinden deutlicher. Fehlt nur noch das stabile Hochdruckgebiet mit durchgehendem Sonnenschein. Harald Denckmann hat die Wettermodelle ausgewertet und gibt einen Ausblick.

Wir haben schließlich auch Juni erreicht und in knapp zwei Wochen können wir bereits wieder den Jahreshöchststand der Sonne mit etwa 60 Grad über dem Horizont zur Mittagszeit beobachten. Wegen der Sommerzeit und der Lage von Lübeck im Gradnetz der Erde ist dieser Höchststand nicht mittags um 12 Uhr, wie viele immer annehmen, sondern erst um etwa 13.20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Das sollte man unbedingt beachten, wenn man sich um diese Tageszeit in die Sonne legt, was vernünftige Menschen, die ihre Haut noch etwas länger tragen wollen, ohnehin nicht tun würden.

Bild ergänzt Text

Ein Blick auf die Karte verrät etwas über die Luftmassen, mit denen wir zu rechnen haben. Im Süden Europas hat der Ausläufer eines Hochdruckgebietes über den Azoren sich weitgehend festgesetzt. Wir im Norden Deutschlands werden aber bis Mitte des Monats meist an der Grenze zwischen dem Hochdruckgebiet im Süden und den wandernden Tiefdruckgebieten im Norden liegen. Das ist die besonders gekennzeichnete schwarze Trennlinie mit dem Druckwert 1015 hPa. Der Doppelpfeil deutet die Bewegung an, die hinsichtlich dieser Linie zu erwarten ist. Sie wird sich immer einmal leicht nach Norden oder Süden verschieben und zeitweise wird der Tiefdruckeinfluss auch großflächig über Deutschland vorherrschen.

Die gute Nachricht dabei ist, dass die Luftmassen jetzt im Sommer recht warm daherkommen. Tagestemperaturen von 20 Grad und höher sind bei diesen Verhältnissen allemal drin. Und auch die Vegetation kommt auf ihre Kosten. Die Lage Norddeutschlands in diesen Drucksystemen bedeutet, dass es gelegentlich immer einmal wieder zu Niederschlägen, zum Teil auch begleitet von heftigen Gewitterschauern kommen wird. Ein Blick zum Himmel lohnt also in den kommenden Tagen immer, denn die Wolkenentwicklung dürfte auf absehbare Zeit spannend bleiben.

Anschließend müssen wir uns anschauen, ob das Hochdruckgebiet über den Azoren sich doch noch weiter nach Norden ausdehnen sollte. Wenn das am Siebenschläfertag, dem 27. Juni, und in der Woche danach der Fall sein sollte, können wir mit einem sonnenreichen Sommer rechnen. Sollten die Tiefdruckketten bis dahin aber noch das Wettergeschehen bei uns bestimmen, könnte es wechselhaft so weiter gehen. Der weitere Verlauf des Sommers bleibt also in jedem Falle spannend.

Es wird wärmer, aber die Wolken bleiben erst einmal. Grafik: Harald Denckmann

Es wird wärmer, aber die Wolken bleiben erst einmal. Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 152120   Autor: Harald Denckmann   vom 08.06.2022 um 17.56 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.