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Kaufmannschaft: Lübeck ist Stadt mit Zukunft

Lübeck: „Lübeck ist eine Stadt mit Zukunft!“, mit diesen Worten begrüßte am Freitagabend Präses Axel Blankenburg die Mitglieder und Gäste der 1. Mitgliederversammlung der Kaufmannschaft zu Lübeck. Dafür würden aber Gewerbeflächen benötigt.

„Mit Blick auf die tiefgreifenden Entwicklungen und Veränderungen der vergangenen Jahre und den Herausforderungen der Zukunft für die Bevölkerung und Wirtschaft, müssen auch in unserem Mikrokosmos Lübeck die Weichen gestellt werden“, führt Präses Blankenburg weiter aus. Seit Monaten streiten die Politiker der Bürgerschaft leidenschaftlich über die Neuaufstellung des Lübecker Flächennutzungsplans, der auch die Entwicklungsmöglichkeiten für die Wirtschaft in der Hansestadt bestimmen wird. „Unsere Betriebe bieten Arbeit und finanzieren mit ihren Gewerbesteuern unseren Wohlstand und die notwendigen Investitionen für die Zukunft. Die Unternehmen müssen aber auch die Möglichkeit haben, ihr Gewerbe zu betreiben und dafür ist Gewerbefläche eine unabdingbare Grundlage“, appellierte Blankenburg eindrücklich an die Politik.

Im Anschluss an die Rede des Präses folgten die anwesenden Firmeninhaber und Gäste aus der Politik gespannt den Ausführungen von Dr. Klaus-Jürgen Gern vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW), der die Auswirkungen des Kriegs in Europa auf die deutsche und weltweite Wirtschaft in seinem Vortrag beleuchtete. „Im globalen Wirtschaftssystem, jahrzehntelang Garant für günstige Preise und schnelle Verfügbarkeit, ist Sand im Getriebe. Jetzt wird offensichtlich, wie verletzlich und konfliktanfällig dieses eng verflochtene und abhängige System für Störungen ist. Das hemmt zurzeit das Wirtschaftswachstum und macht deutlich, dass auch Sicherheitsaspekte bei der Planung von Produktionsweisen berücksichtigt werden müssen“, führte Dr. Gern aus.

„Ich bin ganz optimistisch, dass die deutsche Wirtschaft die Engpässe in bestimmten Bereichen überwinden wird, doch wird die Inflation in diesem Prozess zunächst weiter angefeuert. Die Politik kann hier mit geeigneten Maßnahmen unterstützen. Verbraucherpreise künstlich zu senken, erhöht lediglich die Nachfrage und verschärft das Problem. Zielgerichtete Hilfen für besonders betroffene Haushalte und Unternehmen können hingegen gerechtfertigt sein", so Gern.

Dr. Klaus-Jürgen Gern vom Kiel Institut für Weltwirtschaft ist optimistisch, spricht sich für zielgerichtete Hilfen für Haushalte und Unternehmen aus. Foto: Kaufmannschaft

Dr. Klaus-Jürgen Gern vom Kiel Institut für Weltwirtschaft ist optimistisch, spricht sich für zielgerichtete Hilfen für Haushalte und Unternehmen aus. Foto: Kaufmannschaft


Text-Nummer: 152158   Autor: Kaufmannschaft   vom 10.06.2022 um 19.47 Uhr

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