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Zweite Zufahrt nach Travemünde: Gutachten liegt vor

Lübeck - Travemünde: Seit Jahren wird über eine zweite Zufahrt nach Travemünde diskutiert. Jetzt hat ein Planungsbüro alle Möglichkeiten untersucht. Möglich wäre ein direkter Anschluss von Ivendorf an die B75. Rund zwölf Prozent der Fahrzeuge würden dann diesen Weg ins Ostseebad und besonders in Richtung Priwall nehmen.

Bis zum Jahr 2005 führte die "Panoramastraße" direkt am Skandinavienkai vorbei. Sie musste für die Erweiterung des Hafens geschlossen werden. Seit dieser Zeit ist die vierspurige Bundesstraße die einzige größere Zufahrt für den Ort. Bei den geplanten Bebauungen in Travemünde werden die Verkehrsmenge zunehmen. Im Jahr 2035 werden es auf der B75 rund 25 Prozent mehr Autos sein, im Howingsbrook 42 Prozent, in der Paul-Brümer-Straße 41 Prozent, in der Vogteistraße 33 Prozent und im Gneversdorfer Weg 27 Prozent. Eine Süd-Anbindung, die direkt von der B75 zum Fischereihafen und zur Priwall-Fähre führt, könnte helfen.

Die Gutachter haben fünf Varianten untersucht. Die einfachste Strecke wäre ein Straße zwischen Bahnlinie und Skandinavienkai. Der Bau würde gut eine Million Euro kosten. Allerdings müssten Hafen-Flächen verlegt werden. Das sind Kosten von 20 Millionen Euro. Und auch der geplante zweite Güterbahnhof für den Kai wäre kaum noch realisierbar.

Nach den Berechnungen der Gutachter wäre eine Anbindung der B75-Abfahrt "Skandinavienkai" an die Ivendorfer Landstraße die sinnvollste Lösung. Die Kosten liegen bei 1,5 Millionen Euro. Allerdings müsste der Bahnübergang bei Ivendorf dauerhaft geschlossen werden. Die Zahl der Fahrzeuge pro Tag würde in Ivendorf von knapp 2000 auf 7000 steigen.

Gutachter und Bauverwalter kommen gemeinsam zum Ergebnis, dass eine zweite Zufahrt nach Travemünde auch in Zukunft nicht notwendig sei. Sollte die Politik darauf bestehen, sei die Zufahrt über Ivendorf die beste Möglichkeit.

Das vollständige Gutachten ist abrufbar unter www.luebeck.de

Ein Gutachten empfiehlt, auf eine zweite Zufahrt nach Travemünde zu verzichten. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Ein Gutachten empfiehlt, auf eine zweite Zufahrt nach Travemünde zu verzichten. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 152236   Autor: VG   vom 14.06.2022 um 19.55 Uhr

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