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Grüne: Travemünde braucht keine zweite Zufahrt

Lübeck: Immer wieder hat die große Kooperation aus SPD und CDU eine 2. Anbindung nach Travemünde gefordert. Eine nun vorgelegte Machbarkeitsstudie bestätigt die Haltung der Grünen: Travemünde brauche keine 2. Anbindung, zudem würden mehr Menschen mit Autos im Ortskern den Verkehr in Travemünde gänzlich zum Erliegen bringen (wir berichteten am Dienstag). Die Grünen setzen deshalb auf einen Shuttlebus.

Anstatt sich weiterhin auf den Bau einer zweiten Anbindung im Seebad Travemünde zu konzentrieren, fordert die Grüne Fraktion CDU und SPD auf, sich gemeinsam auf ein Mobilitätskonzept zu verständigen. Der Plan: Der Autoverkehr solle gar nicht erst in den Ort gelangen. Stattdessen sollen an vorgelagerten Parkflächen die Gäste durch Shuttlebusse oder anderweitige Anschlussmobilitäten eingesammelt und in den Ort gebracht werden.

Arne-Matz Ramcke, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, zeigt sich zufrieden:

(")Wir sehen uns mit der Machbarkeitsstudie bestätigt, dass wir in Travemünde keine 2. Anbindung benötigen. Es macht auch wenig Sinn als Antwort auf die Verkehrsbelastung im Ortsteil noch mehr Verkehr durch eine 2. Anbindung in den Ort zu bringen. Für die Aufenthaltsqualität der Bürger und Touristen bedarf es einer konsequenten Verkehrslenkung, die zum Ziel hat die Menge des Verkehrs im Ortskern zu reduzieren. Wir präferieren ein intelligentes Schuttlebussystem, bei dem die Gäste an gut zu erreichenden Parkflächen in Ortsrandlagen eingesammelt und in den Ort gebracht werden. Auch befürworten wir hier die Einrichtung von Anwohnerparkzonen, um dem Park-Such-Verkehr und dem Wildparken entgegenwirken zu können. Nun hoffen wir natürlich, dass die Fraktionen der SPD und CDU, die fachlich fundierten Aussage der Machbarkeitsstudie annehmen und sich dem Ergebnis folgend in ihrer Haltung neu ausrichten.(")

Silke Mählenhoff, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, ergänzt:

(")Zudem haben wir hier mit dem Landschaftsschutzgebiet „Travemünder Winkel“ ein zu schützendes Gebiet, welches bereits durch die Bauvorhaben Teutendorfer Siedlung und gegebenenfalls Howingsbrook beeinträchtigt wird. Da macht eine weitere Beschneidung durch eine nicht notwendige 2. Anbindung gar keinen Sinn. Und als Alternative die Anbindung durch den Skandinavienkai zu führen und damit weitere Ausgleichsflächen für den Hafen zu provozieren, ist für uns auch keine Lösung. Daher begrüßen wir die Erkenntnisse der Verwaltung ausdrücklich und sprechen uns gegen eine nicht notwendige 2. Anbindung nach Travemünde aus.(")

Die Grünen sehen ihre Position durch das Gutachten zur Verkehrsanbindung von Travemünde gestärkt. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Grünen sehen ihre Position durch das Gutachten zur Verkehrsanbindung von Travemünde gestärkt. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 152291   Autor: Grüne/red.   vom 17.06.2022 um 12.03 Uhr

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