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Lübecks Jugendbauhütte feiert zehnjähriges Bestehen

Lübeck: Mit einem Empfang für geladene Gäste auf dem an der Kaimauer liegenden Hanseschiff Lisa von Lübeck begannen am Freitag die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Jugendbauhütte Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (ijgd).

Nach dem Festakt mit den Redebeiträgen schloss sich am Freitagmittag nahtlos die Eröffnung der Ausstellung „10 Jahre Jugendbauhütte Lübeck“ im Schuppen D auf der Nördlichen Wallhalbinsel an. Sie ist dort bis zum Ende des Tages um 18 Uhr und auch am Samstag von 10 Uhr bis 15 Uhr zu besichtigen.

Handwerkliche Vorführungen stehen des Weiteren auf dem Festprogramm am und im Schuppen D. In Lübeck bildet insbesondere der Umgang mit Holz einen Schwerpunkt. Doch neben den Holzrestauratoren präsentieren sich auch ein Polsterrestaurator und ein Stuckateur. Wie mittelalterlicher Bootsbau funktionierte, ist zu sehen und wie Fachwerkecke mit Lehm-Flechtwerk-Ausfachungen gefüllt werden.

Bislang ermöglichte die Jugendbauhütte Lübeck über 220 jungen Menschen ein solches die Persönlichkeit formendes Jahr in der Denkmalpflege zu absolvieren. Bundesweit unterhält die DSD 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 330 Plätzen; die Betriebsführung ist den ijgd anvertraut.

Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original. Heute können hier Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren traditionelle Handwerkstechniken am Original anwenden und authentisch mit eigenen Händen erspüren und erfahren. In zahlreichen Einsatzstellen – den täglichen Arbeitsstätten der Teilnehmer – kommen die Jugendlichen mit unterschiedlichsten Berufsfeldern der Denkmalpflege praktisch in Kontakt. Unabhängig davon ist jeder eingeschlagene Nagel, jeder gesetzte Holzbalken und jeder ergänzte Stein ein unvergessliches Erlebnis – das stolz macht. Sechs einwöchige Seminare zu Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie der Bedeutung des europäischen Kulturerbes ergänzen die praktische Arbeit. Von den Jugendlichen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in den Jugendbauhütten absolviert haben, entdecken manche ihre Begeisterung für das kulturelle Erbe und gehen in einen Beruf in der Denkmalpflege oder im traditionellen Handwerk.

Weitere Informationen unter www.denkmalschutz.de.

Am Freitag und Samstag zeigen die Jugendlichen ihre Arbeit im Schuppen D auf der Nördlichen Wallhalbinsel. Foto: DSD

Am Freitag und Samstag zeigen die Jugendlichen ihre Arbeit im Schuppen D auf der Nördlichen Wallhalbinsel. Foto: DSD


Text-Nummer: 152293   Autor: DSD/red.   vom 17.06.2022 um 12.48 Uhr

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