Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Theaterstück verfilmt: Der grüne Weg der Hoffnung

Lübeck: Archiv - 22.06.2022, 09.44 Uhr: Diesen Donnerstag, dem 23. Juni 2022, feiert die Regisseurin und Autorin Alice Moustier um 18 Uhr im Wesloer Wald mit ihrer Theatergruppe die Verfilmung des 2020 uraufgeführten Theaterstücks "der grüne Weg der Hoffnung". Das Theaterstück gab mit kleinen Szenen an verschiedenen Orten im Wald Einblicke in die Fluchtsituationen, die viele Lübecker nach 1945 erlebten, als sie aus den ehemaligen Ostgebieten (Danzig, Königsberg, Schlesien, Pommern) flüchten mussten.

Auch Günter Grass hatte damals seine Heimat verloren und traute sich bereits das Tabuthema anzusprechen, sowie später auch Joachim Gauck bei seinem Erhalt des Franz-Werfel-Preis: Es sei wichtig, das Leid der vertriebenen Deutschen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg nicht zu vergessen – ohne dabei die Nazi-Verbrechen zu leugnen. Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Bewohner von Danzig und Königsberg bereits im Herbst 1944 hätten fliehen dürfen. Aber die SS-Soldaten hielten die Flüchtlinge auf. Im kalten Winter 1944/1945 starben viele bei der Flucht aufgrund der Kälte.

12 bis 14 Millionen Menschen mussten flüchten und etwa 2 Millionen Frauen wurden wahrscheinlich vergewaltigt. Zeitzeugen aus Lübeck waren die Grundlage für das Theaterstück und Interviews mit ihnen werden in der Verfilmung zu sehen sein. Der Film richtet sich vor allem an Schulen, um der jungen Generation ein Bild von der damaligen Situation zu geben und Feingefühl für die jetzigen Flüchtlinge zu entwickeln. Wichtig ist der Regisseurin auch, in den Vorträgen an Schulen die Relevanz des Waldes als Fluchtort darzustellen und somit das Verständnis für nachhaltige Waldnutzung zu fördern. Der Verein Stadtwaldfreunde e.V. habe das ganze Projekt unterstützt und die Förderungen durch die Possehl-, Dräger- und Rose-Stiftung erst ermöglicht.

Bild ergänzt Text

Am Donnerstag werden die Schauspielenden jetzt die Ehre haben, eine der Stifterinnen sogar persönlich kennenzulernen: Frau Plön-Rose. Alle anderen Stiftungsgründer sind leider bereits verstorben. Alice Moustier und ihr Team freuen sich bereits sehr, mit den Zeitzeugen an Schulen zu gehen, Interviews zu geben und den Film zu zeigen. Besonders würde es sie natürlich erfreuen, wenn auch weitere Schulklassen das Stück im Wald aufführen und der Lübecker Wald, wie in vielen anderen Dingen auch, als gutes Beispiel vorangeht. Für das Theaterstück sucht die Regisseurin gerade noch einen Verlag, um es zu veröffentlichen.

Die Eindrücke von zwei Zuschauern: Bürgermeister Jan Lindenau: "Der Ort ist hervorragend gewählt, weil man die Szenen, die hier gespielt werden, in einem Theater so ergreifend und realitätsnah gar nicht zeigen kann." Stefan Dräger: "Ich fand es sensationell vom Gesamtkonzept, auch dass man den Schauspielern so nahe ist, die es auf hervorragende Weise herübergebracht haben."

Videos, Interviews und Musik zum Theaterstück sind zu finden unter: YouTube-Kanal von Alice Moustier, Playlist: "Theater - der grüne Weg der Hoffnung" Bei Interesse an dem Film, gerne Kontakt mit Alice Moustier aufnehmen: info@wahnsinnigintelligent.de

Das 2020 uraufgeführten Theaterstück konnte nun verfilmt werden. Fotos: Dustin Neumann und Team.

Das 2020 uraufgeführten Theaterstück konnte nun verfilmt werden. Fotos: Dustin Neumann und Team.


Text-Nummer: 152373   Autor: AM/Red.   vom 22.06.2022 um 09.44 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.