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Klimaneutrales Wohnen auf dem Lauerhofer Feld

Lübeck - St. Gertrud: Die Hansestadt Lübeck plant ein innovatives und attraktives Wohnquartier an der Schlutuper Straße im Stadtteil St. Gertrud. In dem Wohnquartier „Lauerhofer Feld“ wird ein umweltfreundliches Gesamtkonzept Energie umgesetzt. Geplant ist ein kaltes Nahwärmenetz mit Erdwärme als Energielieferant. Die erste Bohrung für das geplante Wärmekonzept fand jetzt im Bereich neben der St. Philippus Kirche statt.

Die Stadtwerke Lübeck sind mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Wärmeversorgungskonzept durch die Hansestadt Lübeck beauftragt. In Zusammenarbeit mit der Firma BauGrund Süd wurde eine bis zu 200 Meter tiefe Erdwärmesonde in den Boden eingelassen, um notwendige Daten für die Studie zu erheben. Hierbei wird die tatsächlich mögliche Tiefe der Bohrung und die Ergiebigkeit des Erdreiches über einen sogenannten Thermal - Response -Test (TRT) ermittelt.

„Die Stadtwerke Lübeck-Gruppe versteht sich als Nachhaltigkeitsmanager und Partner des Klimaschutzes in der Hansestadt. In unterschiedlichen Projekten sind wir maßgeblich daran beteiligt, wenn es darum geht, neue Konzepte einer klimaneutralen Energieversorgung für die Hansestadt umzusetzen – sei es in Moisling mit einer Solarthermie-Anlage, sei es in Marli als Partner einer Quartiersentwicklung oder jetzt mit der Energiegewinnung aus Erdwärme“, erläutert Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck-Gruppe.

Grundstücke sollen ab Sommer 2023 zum Kauf angeboten werden

Das geplante klimagerechte und nachhaltige Versorgungskonzept, welches gemeinsam von den Fachbereichen Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz, Wirtschaft und Liegenschaften sowie Stadtplanung und Bauordnung initiiert wurde, rückt damit der Realisierung noch einen Schritt näher.

„Nachhaltige Stadtentwicklung als Schlüssel für ein lebenswertes Lübeck: Mit einem überzeugenden ganzheitlichen Konzept entwickeln wir ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Quartier an der Schlutuper Straße“, betont Bausenatorin Joanna Hagen. „Wesentlicher Bestandteil dabei ist ein innovatives Energiekonzept. Hier gehen nachhaltige Stadtentwicklung, Klimaschutz und dezentrale, CO2-neutrale Energieversorgung Hand in Hand.“

„Wir freuen uns, den Lübecker Bauwilligen attraktive Grundstücke für Doppel- und Reihenhäuser anbieten zu können. Mit der Vermarktung wird der Bereich Wirtschaft und Liegenschaften schon im nächsten Sommer beginnen können. Es empfiehlt sich, einen Blick auf die Website der Hansestadt/Bekanntmachungen zu werfen oder auf die Presseberichterstattung zu achten“, kündigte Senatorin Pia Steinrücke anlässlich der derzeit laufenden Arbeiten an. Eine vorherige Interessensbekundung ist derzeit nicht möglich.

Langfristige Versorgungssicherheit

Die Energieversorgung des Wohnquartiers soll die Zielstellung der Umweltfreundlichkeit und Minimierung der CO2-Emmissionen verbunden mit einer langfristigen Versorgungssicherheit erfüllen. Dies erfolgt über das kalte Nahwärmenetz mit Erdwärme sowie Photovoltaik-Anlagen auf den begrünten Dachflächen. Durch etwa 200 Meter tief ins Erdreich führende Sonden wird die Wärme aus der Erde gefördert, in das Netz geleitet und über Wärmepumpen den einzelnen Häusern zugeführt. Der Strom für die Wärmeversorgung wird über die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Häuser generiert.

Durch die innovative Energieversorgung wird das Quartier somit nahezu klimaneutral. Lediglich im Winter wird Strom aus dem allgemeinen Stromnetz eingespeist werden müssen. Dies wird rechnerisch jedoch durch im Sommer erzielte Überschüsse ausgeglichen. Eine quartierseigene Energieversorgung inklusive eingebundener E-Mobilität und Wärmeversorgung wird so größtenteils möglich. Die CO2-Bilanz 2050 kann ein Einsparpotential von 93 Prozent gegenüber dem gesetzlichen Standard aufweisen. Zudem ist das geplante Energiekonzept unabhängig von Erdgas und Erdöl.

Dr. Jens Meier, Geschäftsführer Stadtwerke Lübeck Gruppe, Wirtschaftssenatorin Pia Steinrücke und Bausenatorin Joanna Hagen informierten sich am Mittwoch vor Ort. Foto: Hansestadt Lübeck

Dr. Jens Meier, Geschäftsführer Stadtwerke Lübeck Gruppe, Wirtschaftssenatorin Pia Steinrücke und Bausenatorin Joanna Hagen informierten sich am Mittwoch vor Ort. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 152393   Autor: Presseamt Lübeck   vom 22.06.2022 um 17.52 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Tobias Möller

schrieb am 22.06.2022 um 18.22 Uhr:
Dieses ständige "klimaneutral" hier und Klimahysterie da ist schwer zu ertragen.

Wenn es wirklich absolut neutral sein soll, dann haben wir bald wieder Lehmhütten ohne Strom, ohne fließendes Wasser und es ist wie in einem Steinzeitdorf.

Wer hält das denn für etwas erstrebenswertes ?

Wenn man einen Stadteil sinnvoll planen möchte, dann so:

- Energiesparend
- Verkehrs- und Parkraum für alle gut bemessen planen
- Pflicht zu ausreichend Parkraum bei der Bau- und Grundstücksplanung, sowie genügend Freiflächen, statt "Zubauwut", wie man in den typischen Bausparerghettos sieht, wo dicht an dicht gebaut wurde.
- Erteilung der Baugenehmigung nur, wenn Photovolaikanlage auf der gesamten Dachfläche
- Erteilung der Baugenehmigung ebenfalls nur, wenn Geothermieanlage vorhanden

- Nutzung von Regenwasser
- Moderne intelligente LED-Straßenbeleuchtung, die sich nur bei Bedarf heller stellt
- Straßenlaternen, die gleichzeitig Ladestationen für reichweitenschwache Steckendosensucherautos sind.

Um mal einige Denkanstöße zu liefern.

Der RAL6037-Heinrich

schrieb am 22.06.2022 um 18.52 Uhr:
Das klingt gut und ich wäre vor gut 30 Jahren beim eigenen Hausbau gern in ein solches Konzept eingestiegen. Aber auch jetzt sollten Möglichkeiten geschaffen werden, solche Wärmekonzepte für bereits bestehende Häuser und Siedlungen zu entwickeln und zu realisieren. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass wir dringend unsere Heizungen nach ökologischen Kriterien zu modernisieren haben.

Fiete Senfgeber

schrieb am 22.06.2022 um 22.45 Uhr:
Hört sich so gut an, mit der Energie…Bitte gleich immer den ÖPNV mitdenken und dringend die Fläche besser nutzen, als wieder nur mit Einfamilienhäusern! Warum nicht innovativer Geschosswohnungsbau mit vielen Wohnungen an dieser Stelle?

Klugscheißer

schrieb am 22.06.2022 um 22.52 Uhr:
Das hört sich alles nach der Klima Gretel aus Schweden an.
Ich Frage mich langsam ob ihr den ... selber glaubt den ihr da von euch gebt! Die Evolution der Erde Zeigt daß es immer Hitze und Eiszeiten gab.
Lasst euch alle Mal schön von solchen Möchtegern Politikern (...).

Horsti

schrieb am 23.06.2022 um 09.19 Uhr:
@Tobias Möller ÷ Klugscheißer:

Moin ihr Lieben!
Leider wird Quatsch durch Wiederholung nicht besser oder richtiger. Daß euch die Idee Erdwärme plus Photovoltaik nicht gefällt - sei es drum. Der Klimawandel ist längst da. Wenn man seinen Lebensstandard halbwegs halten will, geht das nur mit Energie aus intelligenten, regenerativen Quellen. Öl und Gas sind begrenzt verfügbar
, von Jahr zu Jahr teurer und verschärfen unser Klimaproblem. Ich persönlich finde die Idee gut und wünsche mir, daß die Stadtwerke mit größeren Projekten voran gehen und die Wärme dann per Fernwärmenetz anbieten. Nicht Jeder ist in der Lage, solche Projekte finanziell selbst zu stemmen und Großprojekte wie z.B. Erdwärme, Photovoltaik und Photothermik sind deutlich wirtschaftlicher als kleine Insellösungen.

Dirk Schulz

schrieb am 23.06.2022 um 09.50 Uhr:
Wie klimaneutral dort gewohnt wird, sieht man dann an der Anzahl der Autos, pro Haushalt 1,5 mindestens.... da wird noch einiges an Parkdruck in der Gegend entstehen...

Dazu wieder eine Chance verpasst, echtes bezahlbares Wohnen im gesamten Gebiet mit Mieten zu angenehmen sozialverträglichen Konditionen zu schaffen, die Projektentwickler und Vermarkter sollen sich ja die Taschen füllen können..

Städtebaulich wahrscheinlich dann auch so langweilig wie die Bauten Buntekuhweg/Moislinger Allee, kein Kiosk, keine Kneipe oder weitere Geschäfte, da kommt dann auch keine Gemeinschaft auf...