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Erneut Probleme bei Terminen im Bürgerservice

Lübeck: Durch die Terminvergabe in den Bürgerbüros sollten Wartzeiten vermieden und eine gleichmäßige Auslastung erreicht werden. Das klappt weiterhin nicht. Rund 30 Prozent der gebuchten Termine werden nicht wahrgenommen, berichtet die Stadtverwaltung am Donnerstag.

"Aufgrund der bevorstehenden Ferienzeit und der gelockerten Kontakt- und Reisebeschränkungen kommt es zu einer erhöhten Nachfrage für Pass- und Reisedokumente", so die Stadtverwaltung. "In diesem Zusammenhang bieten die Bürgerservicebüros aktuell ein erhöhtes Angebot an Terminen im Bereich Pass und Meldewesen an."

Aktuell sind Termine ab September buchbar. Allerdings werden am Vormittag abgesagte Termine freigegeben. Damit kann auch kurzfristig zum Beispiel ein neuer Ausweis beantragt werden. "Leider kommt es nach wie vor zu einer sehr hohen Ausfallquote durch nicht abgesagte Termine", so die Stadt.

Wer einen Termin nicht mehr in Anspruch nehmen möchte, sollte ihn schnellstens stornieren und damit für andere freigeben. Auswertungen in der Praxis haben ergeben, dass nach wie vor rund 30 Prozent der gebuchten Termine nicht wahrgenommen werden. "Das führt dazu, dass die Mitarbeitenden, die gerne ihre Serviceleistungen durchgeführt hätten, nicht tätig werden können", so die Verwaltung. "Andere Bürger, die diese Termine gerne wahrgenommen hätten, kommen nicht zum Zug."

Die Stadt appelliert deshalb an alle: "Reservieren Sie sich bitte nur Termine, die Sie auch tatsächlich in Anspruch nehmen werden. Denken Sie bitte an Ihre Mitbürger und auch an das Personal der Bürgerservicebüros. Dies führt am Ende zu einer größeren Zufriedenheit aller Beteiligten. Um einen gebuchten Termin in nur einer Minute zu stornieren, gehen Sie bitte wie folgt vor: Wenn Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen und einen Termin online unter www.luebeck.de/termine reservieren, erhalten Sie eine Bestätigungsmail. In dieser Bestätigungsmail finden Sie auch den Link sowie den dreistelligen Code für die Stornierung des Termins. Bitte klicken Sie auf die Stornierung, wenn Sie den Termin nicht mehr benötigen. Dieser Vorgang ist innerhalb einer Minute erledigt. Wer seinen Termin telefonisch gebucht hat und über keine Bestätigungsmail verfügt, meldet sich bitte erneut telefonisch unter der Rufnummer 0451/122-3311, um einen Termin zu stornieren."

Die Terminvergabe bereitet Probleme. Die Stadt hält aber an dem System fest. Foto: JW

Die Terminvergabe bereitet Probleme. Die Stadt hält aber an dem System fest. Foto: JW


Text-Nummer: 152419   Autor: VG/Presseamt   vom 23.06.2022 um 14.51 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Pascal

schrieb am 23.06.2022 um 15.02 Uhr:
Das Problem ist, dass man gezwungen ist, sich ewig im Voraus gestaffelt Termine zu reservieren, damit man nicht leer ausgeht. Wenn man z. B. nicht weiß, ob man auf der Arbeit dafür frei bekommt, oder wann man den Termin braucht (Anmeldung PKW während man noch sucht, Abholung Dokumente usw). Da kann es schon mal passieren, dass es einem durchrutscht, einen der Termine wieder abzusagen...

Andreas Skusa

(eMail: andreas.skusa@gmx.de) schrieb am 23.06.2022 um 15.28 Uhr:
Wenn es denn der wahre Grund ist, dass Termine nicht abgesagt bzw. wahrgenommen werden, handeln wie bei einigen Ärzten Krankengymnastik usw., wer nicht absagt / kommt, zahlt trotzdem!

Otto Schneider

schrieb am 23.06.2022 um 16.21 Uhr:
Es ist eben NICHT so, dass
"Wenn Jede:r für sich selbst sorgt, ist für Alle gesorgt"...

Das ist einfach nicht sozial gehandelt.

An die Stadtverwaltung ein Verbesserung-Vorschlag (Menschen lassen sich nur schwerlich verbessern...):

Bieten Sie doch zusätzlich zu den gebuchten Zeiten "Termine mit Wartezeit" und füllen Sie Ihren Leerlauf sinnvoll und Bürger:innen nah aus.
Vor allem für Ältere ohne Digital-Expertise und für unregelmäßig Freimachende eine Chance.

Das werden lediglich die geduldigen Menschen annehmen.
Also, keine Angst vor "Überfüllzbg".

Ein Versuch wäre das Angebot allemal wert, oder?

Martin

schrieb am 23.06.2022 um 16.26 Uhr:
Eine kleine Gebühr für den nicht wahr genommenen Termin kann da Wunder wirken. 10 oder 20 Euro reichen da sicherlich aus. Es gibt sogar Arztpraxen die ebenso verfahren und nicht wahrgenommene Termine in Rechnung stellen. Die Fehltermine sind dort erheblich zurückgegangen.

Dieanni

schrieb am 23.06.2022 um 16.31 Uhr:
Also dafür habe ich einen Terminkalender. Wenn's nicht geht, was mir auch beim Ausweis passiert ist, habe ich den gleich storniert und einen anderen Termin abgemacht. Was ist dabei? So viele warten auf einen Termin, alles Organisationssache, schaff einen Terminplaner an, finde das egoistisch.

Normal

schrieb am 23.06.2022 um 17.07 Uhr:
Alles eine Frage der Organisation und Prozessablaufe der Behörden. Vieles könnten wir online vorbereiten und dann die Dokumente gegen Unterschrift abholen.
So sind Anträge und Dokumente hochgeladen und das Eingetippe ins System würde vor Ort entfallen.
Zusenden per Einschreiben hilft nervige Zeit zu sparen.
Lasst euch endlich etwas einfallen. (...)

Hans Dampf

schrieb am 23.06.2022 um 17.41 Uhr:
Oder wir machen es wie vor 10-15 Jahren
Einfach hingehen

Joerger

schrieb am 23.06.2022 um 18.35 Uhr:
Das ganze Handling ist totaler Mist.
Macht das wie vor der Umstellung...
Abreissnummer, max 60Min warten und looft wieder..l

andre klar

schrieb am 23.06.2022 um 22.18 Uhr:
Ich finde auch 20 Euro Strafgebühr angemessen, zahlbar vor der nächsten Beantragung von irgendwas. Anders kann der asoziale Teil der Bevölkerung nicht zu kooperativen Verhalten gebracht werden.

Bürger

schrieb am 24.06.2022 um 03.16 Uhr:
Das Buchungssystem ist noch nicht ausgereift. Guten Luft nach oben.
So erlebt:
Ich habe am Schalter persönlich einen Termin gebucht. Als ich wusste ich brauche ihn nicht, haben ich, wie auf dem Terminzettel vermerkt die Telefonnummer angerufen, um diesen zu stornieren.
Dort wird mir weiterhin gesagt ich muss das per E-Mail machen.
Barrierefreiheit sieht anders aus.

Es währe auch wünschenswert wenn ich einen Wunschtermin vermerkte und das System schreibt mir eine E-Mail wenn in den Bereich was frei geworden ist.
Ich denke dass System berücksichtigt.
auch keineswegs doppel und dreifach Buchungen, die wie schon zuvor zu lesen einige machen müssen, da sie nicht flexibel über ihre Arbeitszeiten im voraus verfügen können. Ein Mitarbeiter im Einzelhandel oder der Produktion hat nun Mal keine Gleitzeit.

Lübecky

schrieb am 24.06.2022 um 07.19 Uhr:
Früher war nicht alles besser, manches aber schon:
Nummer ziehen, warten, drankommen. Einfach und effizient.
Wahrscheinlich ZU einfach!

Jane M.

schrieb am 24.06.2022 um 07.56 Uhr:
@ Pascal: Sind Sie einer von denen die es nicht schaffen einen Termin abzusagen? Bei so viel Rechtfertigung.
Wie kann es einem "durchrutschen"? Für jeden Termin gibt es noch Erinnerungsmails, ebenfalls mit Hinweis und Link für die Stornierung.

H1

schrieb am 24.06.2022 um 08.31 Uhr:
Wenn gebuchte Termine nicht wahrgenommen werden bzw. nicht entsprechend storniert werden, ist es wirklich ärgerlich und gegenüber den Mitmenschen und Mitarbeitern unfair.

Genauso ärgerlich und absurd finde ich es allerdings auch, dass ziemlich spontan und unvorbereitet beschlossen wird, mitten in der Woche und am Tage Softwareupdates - bzw. -Releases einspielen zu müssen, so dass vereinbarte Termine hinfällig werden. Ich kenne es so (komme selbst aus der IT), dass solche Vorhaben üblicherweise am Wochenende bzw. ausserhalb von den Bürozeiten, also in der Nacht, durchgeführt werden.

petraschulze18@outlook.de

(eMail: petraschulze18@outlook.de) schrieb am 24.06.2022 um 10.16 Uhr:
Mein Vorschlag wäre hier auch: Diese "Schnarchnasen" mit einer Termin-Ausfallgebühr zu belegen.

Ich buche nur Online: Beim Blutspenden, beim Zahnarzt, beim Arzt etc.

Vorteil: Keine nervige Musik, keine Warteschleife und keine genervte Stimme am Telefon. Terminbestätigung dann per Email.

Wo liegen also bei den Terminverweigeren und Schnarchnasen 1,2 und 3 die Probleme?

Verstehe ich nicht!

Sami

schrieb am 24.06.2022 um 14.31 Uhr:
Es gibt auch dieses deutsche Phänomen, dass man nicht absagen kann. Muß man kurzfristig Termin stornieren, was vorkommen kann, ertönt permanentes Besetztzeichen des Telefons (Ärzte, Behörden). Termine finden auch nicht mehr zur abgemachten Uhrzeit statt. Immer Verzögerungen... mit Termin hat man inzwischen genauso eine Wartezeit wie ohne - stundenlang. Wer von den Verantwortlichen zahlt mir einen Freizeitausgleich??