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Drogenpolitik: Fraktion21 fordert CDU zum Umdenken auf

Lübeck: Archiv - 28.06.2022, 09.19 Uhr: Der für die Bürgerschaftssitzung am 30. Juni 2022 angekündigte Sachstandsbericht zur Begegnungsstätte für Suchtkranke geht von weiteren Kostensteigerungen aus und sieht eine Inbetriebnahme erst für Januar 2023 vor. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Etablierung einer neuen offenen Drogenszene warnt die Fraktion21 davor, das Einrichtungskonzept und den aktuellen Standort infrage zu stellen.

Wolfgang Liedtke, der im Sozialausschuss für die Fraktion21 arbeitet:

(")Auch in Lübeck gibt es leider viele Menschen mit Drogen- und Suchtproblemen. Die Verzögerungen und zu erwartenden Kostensteigerungen sind bedauerlich. Allerdings sind in diesen Zeiten gewisse Unwägbarkeiten schon fast vorprogrammiert. Ein anderer Standort dürfte auf längere Zeit eine Illusion bleiben. Weitere zeitraubende Diskussionen helfen jedenfalls nicht den Menschen, die auf die Begegnungsstätte angewiesen sind.

Die Fraktion21 unterstützt darüber hinaus alle personellen Maßnahmen zur Stärkung der Sucht- und Drogenhilfe. Außerdem sollte aufgrund der guten Erfahrungen in anderen Städten Drogenkranke die Möglichkeit erhalten, Drogen in geschützten Räumen zu konsumieren. Die Partner der schwarz-grünen Koalition in Schleswig-Holstein sehen Drogenkonsumräume jedenfalls als einen sinnvollen Ansatz für Prävention, der fortgesetzt werden sollte (vgl. Seite 63 des Koalitionsvertrages). Deswegen sollte die Lübecker CDU auch ihren Widerstand gegen die Einrichtung eines solchen Drogenkonsumraums in Lübeck aufgeben und sich der besseren Einsicht ihrer Parteifreunde auf Landesebene anschließen. Ein weiteres Projekt, das sich ebenfalls erfolgreich in mehreren Städten bewährt hat, sieht vor, dass Drogenkonsumenten gegen eine Aufwandsentschädigung regelmäßig Orte von entsprechendem Abfall säubern – zum Beispiel Spritzen, Flaschen und Dosen.(")

Wolfgang Liedtke befürchtet, dass die aktuellen Diskussionen den Betroffenen kaum helfen.

Wolfgang Liedtke befürchtet, dass die aktuellen Diskussionen den Betroffenen kaum helfen.


Text-Nummer: 152490   Autor: Fraktion21/Red.   vom 28.06.2022 um 09.19 Uhr

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