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Ukraine-Flüchtlinge: Arbeitslosigkeit steigt leicht an

Lübeck: Archiv - 30.06.2022, 10.10 Uhr: Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Juni 2022 im Vergleich zum Vormonat angestiegen und zum Vorjahr zurückgegangen. Der Anstieg lässt sich auf eine Änderung der Zuständigkeiten bezüglich der Ukraine-Flüchtlinge zurückführen und war erwartet worden. In der Hansestadt Lübeck waren im Juni 2022 8.724 Arbeitslose gemeldet.

Die Arbeitslosigkeit stieg um 322 (3,8 Prozent) zum Vormonat an. Sie ging aber um 653 Personen (7,0 Prozent) zum Vorjahr zurück. Ohne den Wechsel ukrainischer Geflüchteter aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in das SGB II wäre die Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozent zurückgegangen. Aktuell sind 584 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,5 Prozent zurück.

2.054 Arbeitslose und damit 50 (2,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 602 (22,7 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III ("Arbeitslosengeld I", Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen. Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II, "Hartz IV) waren im Juni 2022 6.670 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 372 (5,9 Prozent) mehr als im Mai 2022 und 51 (0,8 Prozent) weniger als im Juni 2021.

"Während in der Arbeitsagentur die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht, verzeichnen die Jobcenter einen Anstieg zum Vormonat. Das hängt mit einer Änderung der Zuständigkeit zusammen. Seit dem 1. Juni übernehmen die Jobcenter die Betreuung von Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind. Damit werden ukrainische Geflüchtete auch in der Statistik zum Arbeitsmarkt erfasst. Humanitäre Hilfe steht zunächst im Vordergrund. Wer in Deutschland bleiben will, wird individuell auf dem Weg in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt unterstützt. Ziel ist es, eine Beschäftigung zu finden, die der jeweiligen Qualifikation entspricht. Dazu wird sicherlich in vielen Fällen Spracherwerb, Kinderbetreuung sowie die Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen im Vordergrund stehen und bei Bedarf auch Qualifizierung erforderlich sein. Die Mitarbeitenden des Jobcenters bringen dabei ihre umfangreichen Erfahrungen und Kompetenzen aus der Flüchtlingswelle 2015/2016 ein", erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Allerdings mache sich darüber hinaus aktuell eine sinkende Einstellungsbereitschaft der Betriebe bemerkbar. In dieser würden sich die gedämpften wirtschaftlichen Erwartungen widerspiegeln, so Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

In der Hansestadt Lübeck wurden 1.855 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 47 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig haben 1.099 Bewerbende die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 5 mehr als im Vorjahr. Im Juni 2022 waren 510 Jugendliche noch auf der Suche und 1.022 Stellen nicht besetzt. Damit kommen derzeit 2,0 Stellen auf einen Bewerber (Vorjahr 1,8).

"Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es auch zum Start der Sommerferien noch viele Chancen. Nehmen Sie Ihre Zukunft jetzt in die Hand und machen Sie Ihre Ausbildung oder Ihr duales Studium klar. Die Berufsberatung unterstützt Sie dabei. Wenn Sie nicht sicher sind, wo die eigenen Stärken liegen und welcher Beruf am besten zu Ihnen passt, können Sie unter www.praktikumswoche.sh in Betriebe und Berufe hineinschnuppen. Unter dem Motto "5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen" können Sie sich schnell und unkompliziert einen Überblick verschaffen. Und im besten Fall ist Ihr künftiger Ausbildungsbetrieb gleich dabei", rät Dusch Jugendlichen.

In Lübeck ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen.

In Lübeck ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen.


Text-Nummer: 152562   Autor: Agentur für Arbeit/Red.   vom 30.06.2022 um 10.10 Uhr

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