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Stadtwerke Lübeck mit ausgeglichenem Ergebnis

Lübeck: Archiv - 02.07.2022, 09.06 Uhr: Finanziell erfolgreich, strukturell gestärkt, auf zukünftige Aufgaben und Anforderungen vorbereitet – die Stadtwerke Lübeck-Gruppe blickt trotz widriger Rahmenbedingungen mit einer Corona-Pandemie und sprunghaft gestiegenen Beschaffungspreisen an den Energiemärkten auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück.

Demnach konnte die Gruppe im Jahr 2021 den Umsatz von 371,7 Millionen auf 414,0 Millionen Euro steigern und mit einem Ergebnis nach Steuern von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,9 Millionen Euro) ein Ergebnis auf Planniveau erreichen.

„Uns ist es als Stadtwerke Lübeck-Gruppe gelungen, auch in einem durch Krisen und Turbulenzen geprägten Jahr unser Ziel – ein ausgeglichenes Konzernergebnis – zu erreichen. Das ist eine großartige Teamleistung, für die ich mich bei allen Mitarbeitern herzlich bedanken möchte,“ unterstreicht Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck-Gruppe, anlässlich der Vorstellung des Jahresergebnisses.

Auch Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck zeigen sich sehr erfreut über das erfolgreiche Jahresergebnis: „Die Stadtwerke sind in Lübeck ein Garant für Stabilität. Ein Dank und Glückwunsch an die Geschäftsführung und alle Mitarbeiter für diese ausgezeichnete Leistung.“

„Dass es den Stadtwerken gelungen ist, mit Solidität und Innovationskraft auch in diesen schwierigen Zeiten ein gutes Ergebnis zu erzielen, freut mich sehr“, ergänzt Ulrich Pluschkell, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Lübeck Holding.

Das gute Ergebnis der Stadtwerke Lübeck-Gruppe lässt sich auf eine höhere Gewinnabführung der Stadtwerke Lübeck (SWL), einen trotz Pandemie nahezu konstanten Aufwand aus der Verlustübernahme für den Stadtverkehr Lübeck (SL) sowie gestiegene Beteiligungserträge zurückführen.

Stadtwerke Lübeck

Die SWL hat im Jahr 2021 ein Ergebnis nach Steuern von 23,3 Millionen Euro nach einem Ergebnis von 21,3 Millionen Euro im Vorjahr erzielen können. Wesentlich hierfür sind höhere Absatzmengen in der Gasversorgung und höhere Deckungsbeiträge aus dem Strombereich aufgrund einer guten Beschaffungsstrategie sowie eine stabile Ergebnisabführung aus der TraveNetz. Hierdurch konnten auch negative Effekte wie die Abwicklung der überregionalen Vertriebstochter Passat-Energie oder die höhere Rückstellung für das Kohlekraftwerk in Lünen kompensiert werden.

TraveNetz

Die TraveNetz hat im Jahr 2021 ein Ergebnis nach Steuern von 16,5 Millionen Euro (Vorjahr 16,7 Millionen) erwirtschaftet, welches damit auf Planniveau liegt. Die Grundlage hierfür bildete das neue optimierte Betriebskonzept im erweiterten Netzgebiet und den damit jeweils verbundenen Synergien. Dies war auch eine der wesentlichen Grundlagen, um beschaffungsindizierte Negativeffekte kompensieren zu können.

Stadtverkehr Lübeck

Das Ergebnis nach Steuern der SL liegt im Jahr 2021 bei einem Verlust von 12,3 Millionen Euro und damit um 3,6 Millionen besser als der Planwert (Vorjahr: -12,2 Millionen Euro). Neben Einmaleffekten (in Höhe von 1,5 Millionen Euro) wie der Erhöhung der Kommunalisierungsmittel sowie Nachzahlungen aus den frühzeitig abgeschlossenen Jahresendabrechnungen 2019 und 2020 im SH-Tarif konnten die Umsatzerlöse trotz eines weiteren pandemiebedingten Nachfragerückgangs gegenüber dem Vorjahr von 36,2 Millionen Euro um 4,3 Millionen Euro gesteigert werden. Pandemiebedingte Ausfälle konnten vor allem dank der Zuschüsse aus dem ÖPNV-Rettungsschirm kompensiert werden.

TraveKom

Das im Jahr 2021 ausgewiesene Ergebnis nach Steuern der TraveKom in Höhe von 0,5 Millionen Euro verbesserte sich gegenüber dem geplanten Jahresfehlbetrag von 0,2 Millionen um 0,7 Millionen Euro und gegenüber dem Vorjahr (EUR -0,4 Millionen) um 0,9 Millionen Euro. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Eigenentwicklung von Produkten, Projektmanagement für Dritte sowie Steigerungen der Leistungen in den Bereichen Consulting und konzerninterne Beratung zurückzuführen, die zusätzlich zu dem geplanten Leistungsspektrum durchgeführt wurden. Ferner ist der erfolgreiche Geschäftsverlauf mit dem Aufbau der Produkte einhergehend.

Ausblick

„Das Ergebnis in der Gruppe zeigt eindrucksvoll, wie stabil wir in den einzelnen Geschäftsfeldern aufgestellt sind. Allerdings hat die Pandemie auch gezeigt, wo Verbesserungen in Effizienz und Neugestaltung von Geschäftsfeldern jetzt notwendig sind“, so Andreas Ortz, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck-Gruppe und des Stadtverkehr Lübeck.

Die Stadtwerke Lübeck stehen als Gruppe jedoch auch vor enormen Herausforderungen. Gestiegenen Beschaffungsrisiken, pandemiebedingten Fahrgastrückgängen im ÖPNV und zurückgehenden Erträgen aus den Netznutzungsentgelten stehen notwendige Investitionen in Versorgungs- und Glasfasernetze sowie der Umbau des Fuhrparks auf E-Busse gegenüber. Gleichzeitig wandelt sich das Geschäftsmodell von Stadtwerken fundamental und der ökologische Nachhaltigkeitsanspruch wird zur festen Säule des Gesellschaftszwecks. Um diesen Transformationsprozess zu bewältigen, wurde bereits im Sommer 2021 ein Konzernprogramm aufgesetzt, das seine volle Wirkung ab dem Jahr 2023 entfalten soll.

„Entscheidend ist für uns nicht nur die finanzielle Momentaufnahme, entscheidend sind die Erfolgsfaktoren, die hinter den Zahlen stehen. Die Energie- und Mobilitätswende in Lübeck zu meistern, ist eine enorme Herausforderung. Hierzu müssen wir uns als Unternehmensgruppe weiterentwickeln und auch strukturell neu ausrichten“, erläutert Meier.

Kerngedanke der neuen Stadtwerke-Struktur ist eine deutlich stärkere Ausrichtung an inhaltlich definierten Geschäftsfeldern sowie eine Fokussierung auf die Marke „Stadtwerke Lübeck“. „Bislang standen die Einzel-Unternehmen wie Stadtwerke und Stadtverkehr, TraveKom und TraveNetz im Vordergrund. Diese gewachsenen Strukturen machten es uns aber zunehmend schwerer, als Gesamtgruppe zu agieren, Produkte und Leistungen aus einer Hand anzubieten und einheitlich wahrgenommen zu werden“, erläutert Meier. Hinzu komme das Thema Digitalisierung als wichtige neue Säule einer zeitgemäßen Daseinsvorsorge.

Die neue Ausrichtung berücksichtigt, dass Energie- und Mobilitätswende nur integriert bearbeitet und gelöst werden können – entstanden sei so eine funktionale Struktur mit den lebensweltlich orientierten Geschäftsbereichen Energie und Wasser, Mobilität, Infrastruktur sowie Digitalisierung und Telekommunikation.

„Wir werden als Stadtwerke Lübeck-Gruppe hierdurch auch für unsere Kunden sichtbar anders werden. Die einzelnen Unternehmen werden unter einem vereinheitlichen Logo-Auftritt zusammengeführt: Für die Menschen sind wir „die Stadtwerke“ – und nicht fünf oder sechs schwer zu überschauende Einzelunternehmen. Das wollen wir stärker sichtbar machen und auch intern durch neue, integrierte Arbeitsabläufe, Prozesse und Produktentwicklungen abbilden“, ergänzt Ortz.

Konkrete Projekte

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 haben die Stadtwerke neben der strukturellen Neuausrichtung der Stadtwerke Lübeck-Gruppe eine Reihe konkreter Projekte im Fokus:

Durch Quartierslösungen in Marli und Moisling soll die Wärmewende in Lübeck weitervorangetrieben und eine weitere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen geschaffen werden. Zudem werden weitere Anstrengungen unternommen, mit der Erdwärme eine bislang für Lübeck neue Säule der Wärmegewinnung zu erschließen. Die klimafreundliche Mobilitätswende wird durch den weiteren Ausbau der E-Busflotte und die laufende Weiterentwicklung von On-Demand-Angeboten vorangetrieben. Für die Digitalisierung steht der Glasfaser-Ausbau in Lübeck im Mittelpunkt, zudem sollen auf der Grundlage der LoraWan-Technologie und der Urban Data-Plattform weitere Produkte und Dienstleistungen insbesondere für Kommunen entwickelt werden.

Gas-Versorgung

Wie für die gesamte Energiebranche ist auch für die Stadtwerke Lübeck der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen, großen Herausforderungen zurzeit das beherrschende Thema. „Unser oberstes Ziel ist es, die Gasversorgung für unsere Netzkunden in Lübeck und der Travenetz-Region zu sichern. Mit detaillierten Krisenplänen haben wir uns auf mögliche Einschränkungen der Lieferungen vorbereitet. Trotz der aktuellen Situation dürfen wir aber auch unsere Bestrebungen für die weitere Dekarbonisierung nicht zurückfahren. Das wird ein Kraftakt, der Spuren hinterlassen wird - in unserer Bilanz 2022 und darüber hinaus“, verdeutlicht Meier.

Die Stadtwerke Lübeck werden ihre Einzelunternehmen stärker integrieren. Foto: Thies Rätzke

Die Stadtwerke Lübeck werden ihre Einzelunternehmen stärker integrieren. Foto: Thies Rätzke


Text-Nummer: 152596   Autor: Stadtwerke Lübeck   vom 02.07.2022 um 09.06 Uhr

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