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Drei verletzte Polizeibeamte bei Widerständen

Lübeck: Archiv - 05.07.2022, 15.05 Uhr: Am Montagabend, 4. Juli 2022, ist es in Lübeck zum Widerstand und zum Tätlichen Angriff gekommen, bei denen insgesamt drei Polizeibeamte leicht verletzt wurden. So leistete der Fahrer eines E-Scooter nach einer Flucht körperlichen Widerstand. In einem zweiten Fall beleidigte ein eingeschlafener Radfahrer Polizeibeamte und Rettungskräfte und warf mit Gegenständen.

Gegen 22.40 Uhr wollte eine Streifenwagenbesatzung des 2. Polizeirevieres Lübeck in der Ziegelstraße einen 21-jährigen Mann aus Lübeck kontrollieren, der auf einem Leih-E-Scooter auf der Fahrbahn in Richtung Hamburger Straße unterwegs war. Zuvor war den Beamten die auffällige Fahrweise in Form von "Schlangenlinien" aufgefallen. Beim Ansprechen des Mannes aus dem Streifenwagen während der Fahrt fiel dann noch dessen lallende Aussprache auf. Trotz mehrfacher Anhalteaufforderungen hielt der Lübecker nicht an, sondern versuchte sich der Kontrolle über den Rad- und Fußweg zu entziehen. Um die weitere Flucht zu verhindern, schnitten ihm die Beamten mit dem Streifenwagen schließlich den Weg ab. Bei den weiteren Maßnahmen leistete der 21-Jährige nun körperlichen Widerstand durch Anspannen der Arme und Winden, so dass ein weiterer Streifenwagen zur Unterstützung herangeholt wurde. Kurz vor Eintreffen von zwei weiteren Streifenwagen vom 1. Polizeirevier Lübeck versuchte der Lübecker erneut zu flüchten, so dass es wieder zu einem Gerangel und Widerstandshandlungen mit den Beamten kam, die den Mann schließlich fesseln konnten.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden mehrere der eingesetzten Beamten von dem Lübecker beleidigt. Ein freiwilliger Drogenschnelltest ergab außerdem Hinweise auf den Einfluss von Betäubungsmitteln, so dass eine Blutprobe entnommen wurde. Im Rahmen der Widerstandshandlungen wurden zwei Beamte leicht verletzt, sie blieben aber dienstfähig.

Gegen den 21-Jährigen wird nun Strafanzeige wegen des Verdachts des Widerstandes, der fahrlässigen Körperverletzung und der Beleidigung erstattet, dazu kommt eine zusätzliche Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Betäubungsmitteleinfluss.

Gegen 23.45 Uhr nahm eine Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeirevieres in der Neuen Hafenstraße einen Einsatz wahr, bei dem ein 51-Jähriger neben einem auf dem Gehweg liegenden Fahrrad im Gebüsch lag und dort offenbar eingeschlafen war. Nach dem Aufwecken bemerkten die Beamten, dass der Mann deutlich alkoholisiert war und zudem Blutanhaftungen im Gesicht hatte, so dass für ihn ein Rettungswagen gerufen wurde. Zwischenzeitlich stand der Mann auf und wollte sich stark schwankend entfernen. Als er aufgefordert wurde, stehen zu bleiben, holte er einen Schlüsselbund aus seiner Tasche und war diesen auf einen der Beamten, der davon im Stirnbereich getroffen wurde. Der 51-Jährige wurde anschließend zu Boden gebracht und gefesselt. Während seiner medizinischen Versorgung vor Ort spuckte er in Richtung eines Mitarbeiters des Rettungsdienstes, ohne diesen jedoch zu treffen. Zur Verhinderung weiterer Spuckattacken wurde dem Mann ein entsprechender "Spuckschutz" aufgesetzt. Des Weiteren wurden die eingesetzten Beamten während des gesamten Einsatzes von dem 51-Jährigen beleidigt. Schließlich wurde er mit einem Rettungswagen in ein Lübecker Krankenhaus transportiert, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Das neben dem Mann aufgefundene Fahrrad wurde zunächst sichergestellt, Zeugen für eine vorherige mögliche Trunkenheitsfahrt gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Den 51-Jährigen erwartet nun ein Verfahren wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte, der Gefährliche Körperverletzung, der versuchten Körperverletzung und der Beleidigung.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 152663   Autor: PD Lübeck/red.   vom 05.07.2022 um 15.05 Uhr

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