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Linke: SPD und CDU haben Klimawandel nicht verstanden!

Lübeck: Archiv - 10.07.2022, 13.58 Uhr: Am 30. Juni hat die GroKo aus SPD und CDU einen Flächennutzungsplan durchgesetzt, der bis 2040 umgesetzt werden soll und wesentlich mehr Versiegelung der Flächen vorsieht, als die ursprüngliche Verwaltungsvorlage. "Entgegen der Mahnungen des Senats, des Bürgermeisters, den Warnungen der Klimabewegung und den Stimmen der Opposition, haben sie ihre Interessen durchgesetzt", kritisiert die Linke Lübeck.

"Die Debatte hat deutlich gemacht, dass SPD und CDU noch immer nicht verstanden haben, was der Klimawandel für die Menschen, für die Stadt und letztlich auch für die Wirtschaft bedeutet. Wir können den Klimawandel nicht mehr ignorieren oder leugnen, dieses Verhalten ist schon fast trotzig. Man möchte einfach weitermachen wie bisher, dabei versündigen wir uns an den nachfolgenden Generationen“, erklärt Katjana Zunft, Faktionsvorsitzende der Linken Lübeck. Dass selbst der Bürgermeister erfolglos an die GroKo appellierte, habe die Fraktion Die Linke überrascht.

"Die Verwaltung hat gute Arbeit geleistet und vier verschiedene Vorschläge erarbeitet, die unterschiedlich weitreichend waren, aber das hat der GroKo nicht gereicht. Die Behauptung, Ökologie und Ökonomie seinen nicht vereinbar, ist längst überholt und kommt aus den 1980ern. Wer den Klimawandel ignoriert, wird letztlich der Wirtschaft mehr schaden als nutzen“, ergänzt Sascha Luetkens, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken.

Die Linke machte in der Debatte in der Bürgerschaft deutlich, dass die Beschlüsse eine Entscheidung gegen die Lübecker Bevölkerung sei und "für einige wenige wohl lukrativ sein könnten". Auch die Entscheidung der GroKo, eine Wohnsiedlung in einem Landschaftsschutzgebiet zu bauen, konnte die Fraktion Die Linke nicht nachvollziehen.

"Wären hier 100 Prozent sozialer Wohnungsbau geplant, könnten wir dem zustimmen, aber es handelt sich um hochpreisige Einfamilienhäuser, die wieder nur wenigen zur Verfügung stehen und ein Landschaftsschutzgebiet unwiderruflich zerstört", erklärt Sascha Luetkens.

"Nimmt man die Bürger und den Klimawandel ernst, würde man in eine Verkehrswende investieren, die allen nützt und bei Bebauungen das Gemeinwohl über Profite stellt", erklärt die Fraktion Die Linke.

Die Linke kritisiert die Ausweitung von Bau- und Gewerbegebieten in Lübeck. Symbolbild: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Linke kritisiert die Ausweitung von Bau- und Gewerbegebieten in Lübeck. Symbolbild: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 152741   Autor: Linke/red.   vom 10.07.2022 um 13.58 Uhr

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