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MIT Lübeck warnt vor Arbeitskräftemangel

Lübeck: Archiv - 21.07.2022, 09.15 Uhr: Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) fordert mehr Anstrengungen von der Bundesregierung, um den gravierenden Arbeitskräftemangel abzumildern. Der Vorsitzende der MIT Lübeck: Zwischenzeitlich unübersehbar ist die wachsende Diskrepanz zwischen erforderlichen qualifizierten Arbeitskräften und den zur Verfügung stehenden Arbeitskräften – dies werde für alle spürbar eines der größten Dämpfer für Wohlstand und Wachstum in Deutschland.

"Aus dem Fachkräftemangel ist längst ein Arbeitskräftemangel geworden". Johannßen schließt sich dabei der Forderung von Gitta Connemann an: "Alle Ressourcen müssen genutzt werden – im In- und Ausland. Ohne Denkverbote." Handwerk habe längst wieder die Möglichkeit zu "goldenem Boden", sei jedoch im Ansehen und Wertschätzung, die eigene persönliche Karriere betreffend, in eine scheinbar "dunkle Ecke" verrutscht – und dies völlig zu Unrecht. Sven Johannßen fordert daher einen gesellschaftlichen Austausch, eine Wertediskussion und folglich einen Umbruch. "So muss es zum Beispiel an Allgemeinbildenden Schulen verpflichtend werden, einen Praxiskontakt in Handwerks- und Industriebetriebe zu arrangieren, um unsere Schülerinnen und Schüler für diesen Teil der Berufswelt zu begeistern. Deutschland braucht eben Meister – und nicht nur Master. Natürlich kann außerdem mehr gesteuerte Zuwanderung aus dem Ausland hilfreich ein. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz sind 2020 zwar die richtigen Weichen gestellt worden. Aber gerade bei Arbeitskräften gibt es noch viel Potenzial. Nicht zuletzt scheitert die Zuwanderung an der Umsetzung. Bürokratiehürden, wie die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Abschlüssen, lange Wartezeiten bei den Behörden und mangelnde Digitalisierung verhindern es häufig, dass Unternehmen Arbeitskräfte schnell und effektiv einbinden und binden können".

Johannßen benennt hier eines der aus seiner Sicht größten bestehenden Hindernisse in unserem Land, mit scheinbar unendlichem Wachstum: Die Krake der doch oft sinnlosen Bürokratie. Der Kreischef der MIT-Lübeck fordert erneut die Landes- und Bundesregierung zu intensiver und forscher Entschlackung dieser Behinderung auf: "Dies ist gerade keine Aufgabe für Bürokraten, sondern für zielstrebige und auch mutige Politiker – dies ist vermutlich eine der wichtigsten Aufgaben unserer deutschen und damit auch europäischen Gesellschaft. Und es betrifft bei weitem nicht nur die hier regionalen Unternehmen. Längst spüren wir alle, dass eigentlich selbstverständliche Dienstleistungen nicht mehr generell zu erwarten sind, ob nun zum Beispiel in der Pflege oder in der Verwaltung – bis hin zu Vollausfällen, so jüngst das Bauordnungsamt in Lübeck". Die Politik könnte sehr schnell sehr konkret helfen, wenn sie Vorschriften streiche und attraktive und moderne Arbeitsbedingungen schaffe. Johannßen ist überzeugt, dass es dazu grade keiner 4-Tage-Woche bedürfe.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) – vormals Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU – ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland.

Sven Johannßen, Kreisvorsitzender der MIT Lübeck, will den Arbeitskräftemangel abmildern.

Sven Johannßen, Kreisvorsitzender der MIT Lübeck, will den Arbeitskräftemangel abmildern.


Text-Nummer: 152933   Autor: MIT Lübeck/Red.   vom 21.07.2022 um 09.15 Uhr

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