Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Overbeck-Preis wird Anna Uddenberg verliehen

Lübeck: Der Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen wird 2023 an die schwedische Künstlerin Anna Uddenberg verliehen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird im Oktober 2023 in einem Festakt überreicht. Im Rahmen der Preisverleihung wird die begleitende Einzelausstellung im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft eröffnet.

Die Jury bestehend aus Hajo Schiff (Kritiker aus Hamburg), Heinke Both (Künstlerin aus Lübeck), Christian Kroeger (Mitglied der Vorsteherschaft der Gemeinnützigen), Annette Hans (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin GAK Bremen), Dr. Bernd Schwarze (Pastor St. Petri zu Lübeck) und Dr. Oliver Zybok (Direktor der Overbeck-Gesellschaft, Kunstverein Lübeck) wählte die 1982 in Stockholm geborene Künstlerin einstimmig. Der von der Lübecker Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit ausgelobte Overbeck-Preis wird seit 1988 vergeben. Die bisherigen Preisträger waren Magdalena Jetelová und Thomas Hartmann (1988), Barbara Schmidt-Heins und Anders Widoff (1992), Kain Tapper und Norbert Schwontkowski (1994), Stephen Craig (1999), Monica Bonvicini (2002), Kerstin Kartscher (2005), Michaël Borremans (2008), der japanische Konzeptkünstler Shimabuku (2011), Valentin Carron (2015) und Yngve Holen (2020).

Anna Uddenberg gehört zu der vielbeachteten Generation jungerer Künstler, die man zur Post Digital Art-Bewegung zählt. Sie nutzt dabei die zahlreichen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, die sich in der Aneignung technischer und materieller Errungenschaften des 21. Jahrhunderts offenbaren. Dabei zielt Anna Uddenberg mit ihren am menschlichen Körper orientierten, puppenähnlichen Skulpturen und Installationen auf eine ästhetische Synthese, die nicht nur das Funktionale, sondern auch gesellschaftliche und politische Bereiche sowie subjekive Bedingtheiten wie Emotionalität mit einschließt. Sie untersucht folglich das Zusammenspiel von Form und Funktion bei Individuen in einer sich scheinbar immer rasanter entwickelnden Öffentlichkeit.

Neben der Teilnahme an internationalen Gruppenausstellungen in der Staatsgalerie Stuttgart und der Kunsthalle Tübingen (beide 2021), dem Ujazdowski Castle Center for Contemporary Art, Warschau oder dem Museum Folkwang, Essen (2015) widmeten ihr in den letzten Jahren u.a. die Bundeskunsthalle in Bonn und die Marciano Art Foundation Los Angeles (beide 2019) oder die MEGA Foundation, Stockholm (2015) umfassende Einzelausstellungen.

Anna Uddenberg hat an der Königlichen Akademie der freien Künste, Stockholm und der Städelschule Frankfurt studiert.

Die Preisverleihung wird von einer Ausstellung im Overbeck-Pavillon begleitet. Foto: Archiv

Die Preisverleihung wird von einer Ausstellung im Overbeck-Pavillon begleitet. Foto: Archiv


Text-Nummer: 152969   Autor: Overbeck   vom 23.07.2022 um 14.21 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.