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Polizei nimmt Fahrer von E-Scootern ins Visier

Lübeck: Seit zwei Jahren sind auch in Lübeck E-Sooter unterwegs. Sie werden auch gerne genutzt, um nach einem Abend in der Kneipe nach Hause zu fahren. Was viele nicht wissen: Es gelten die gleichen Promille-Grenzen wie beim Auto. Mit Plakaten und Kontrollen geht die Lübecker Polizei jetzt gegen die Trunkenheitsfahrten vor.

"Einer im Allgemeinen positiv zu bewertenden Verkehrs- und Mobilitätswende folgt leider auch ein negativer Aspekt", sagt Polizeisprecherin Claudia Struck. "Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit sogenannten E-Scootern hat sich verdreifacht (2021: 281) und ist im Lübecker Stadtgebiet weiterhin steigend. Die Hauptunfallursachen liegen in einer fehlerhaften Straßenbenutzung, im vorherigen Konsum von Alkohol oder Drogen sowie in einer nicht angepassten Geschwindigkeit. Damit einher geht auch die Verdreifachung der Verunglückten, die mitunter schwer verletzt wurden."

Die Polizei weist darauf hin, dass ein E-Scooter rechtlich als Kraftfahrzeug eingestuft wird. Damit gelten auch hier die Promillegrenzen. Das bedeutet, dass ab 0,5 Promille Bußgelder, Punkte und Fahrverbote verhängt werden können. Ab einem Wert von 1,1 Promille oder bei 0,3 Promille mit Ausfallerscheinungen kommen sowohl eine Strafbarkeit als auch der Führerscheinentzug in Betracht. In der Probezeit beziehungsweise unter 21 Jahren gilt sogar ein absolutes Alkoholverbot! Gleiches gilt für das Führen eines Elektrokleinstfahrzeuges unter dem Einfluss berauschender Mittel.

Die Lübecker Polizei hat die Kampagne "Sei schlau: Fahr' nicht blau!" ins Leben gerufen. Die entsprechenden Plakate sind bereits mit Beginn der Travemünder Woche in Travemünde aufgehängt worden, aber auch rund um den Lübecker Hauptbahnhof zu finden.

In den nächsten Wochen werden die Beamten ihren Fokus auf E-Scooter-Fahrer richten und auch verstärkt Kontrollen durchführen. Der Leiter des Sachgebietes Verkehr der Polizeidirektion Lübeck, Polizeihauptkommissar Axel Lepine, verdeutlicht: "Im Vordergrund der Aktion steht die Aufklärung. In einem zweiten Schritt wird die Polizei durch zielgerichtete Kontrollen feststellen, ob die Regeln eingehalten werden."

Nachts betrunken mit dem Scooter nach Hause? Die Polizei kündigt Kontrollen an. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Nachts betrunken mit dem Scooter nach Hause? Die Polizei kündigt Kontrollen an. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 153045   Autor: PD Lübeck/red.   vom 27.07.2022 um 19.54 Uhr

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