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Arbeitslosenquote steigt in Lübeck auf 7,9 Prozent

Lübeck: In der Hansestadt Lübeck waren im Juli 2022 9.120 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit stieg um 396 (4,5 Prozent) zum Vormonat an und ging um 322 (3,4 Prozent) zum Vorjahr zurück. Ohne den Wechsel ukrainischer Geflüchteter aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in das SGB II wäre die Arbeitslosigkeit um 9,1 Prozent zum Vorjahr zurückgegangen. Aktuell sind 584 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,9 Prozent zurück.

2.313 Arbeitslose und damit 259 (12,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 455 (16,4 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III ("Arbeitslosengeld I", Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck ("Hartz IV", Rechtskreis SGB II) waren im Juli 2022 6.807 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 137 (2,1 Prozent) mehr als im Juni 2022 und 133 (2,0 Prozent) mehr als im Juli 2021.

"Der Ferienmonat Juli brachte die erwartete Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt. Neben den quartalsbedingten Entlassungen in den kaufmännischen Berufen haben sich in den letzten Wochen Jüngere nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet. Erfahrungsgemäß beginnen sie in den nächsten drei Monaten mit einer Beschäftigung oder einem Studium, so dass ich bei ihnen zum Herbst wieder mit einem Rückgang rechne. Einen weiteren Anstieg gab es auch bei ukrainischen Geflüchteten, die in die Betreuung bei den Jobcentern übernommen werden", erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Unterbeschäftigung

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründende oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Im Bereich der Arbeitsagentur Lübeck, die auch Ostholstein betreut, befanden sich 18.109 Personen im Juli 2022 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 644 Personen (3,4 Prozent) gefallen.

Bedingt durch die Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in Hartz IV stieg die Arbeitslosenquote.

Bedingt durch die Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in Hartz IV stieg die Arbeitslosenquote.


Text-Nummer: 153071   Autor: Agentur für Arbeit/red.   vom 29.07.2022 um 10.11 Uhr

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