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Stadt beurteilt Verkehrsversuch positiv

Lübeck - St. Lorenz Nord: Archiv - 01.08.2022, 17.30 Uhr: Vor über einer Woche, am 22. Juli, ging es los: Der Verkehrsversuch Fackenburger Allee ist in die erste Projektphase gestartet. Die Stadt zieht eine erste positive Bilanz. Es werde weitere Nachbesserungen geben, zum Beispiel weitere Fahrrad-Piktogramme. Zudem soll die Verkehrsüberwachung intensiviert werden, um Linksabbieger zu ahnden.

"Mit dem Start des Verkehrsversuchs sind wir einen ersten wichtigen Schritt gegangen. Wir werden aus diesem Modellprojekt viel für die zukünftige Gestaltung der Lübecker Verkehrsräume mitnehmen können", betont Bausenatorin Johanna Hagen.

Projektleiter Jens Johannsen zieht eine erste Zwischenbilanz: "Die ersten Tage des Verkehrsversuchs sind gut angelaufen. Wir sind optimistisch, dass sich mit der Zeit alle Verkehrsteilnehmenden an die neuen Verkehrsregeln gewöhnt haben." Täglich seien Mitarbeiter des Bereichs Stadtgrün und Verkehr vor Ort, um eventuelle „Schwachstellen“ zu ermitteln und in diesen Bereichen die Sicherheit durch weitere Maßnahmen zu optimieren. Die Verkehrssicherheit stehe dabei an erster Stelle. So wurden bereits in der vergangenen Woche weitere Maßnahmen beschlossen, die schon in den nächsten Tagen umgesetzt werden: Auf dem Radfahrstreifen werden die Anzahl der Fahrradpiktogramme nahezu verdoppelt. Die Ausfahrt von der Fackenburger Allee in die Lohmühle bei Mercedes wird angepasst werden und die Autofahrer von der Lohmühle in die Fackenburger Allee erhalten zur Führung eine weitere Markierung.

Fahrradunfall nach Fehlverhalten

"Insgesamt sind wir auch auf die Kooperation und Akzeptanz der Lübeckerinnen und Lübecker angewiesen. Die Sicherheit kann nur dann vollends gewährleistet werden, wenn alle einem Strang ziehen und die neuen Verkehrsregeln einhalten. Dies zeigt auch der bedauerliche Fahrradunfall am vergangenen Freitag, der auf freier Strecke passierte. Es gibt an der Stelle keine offizielle Ein- oder Ausleitung zur Fahrspur. Wahrscheinlich ist die Radfahrerin auf dem dort klar definierten Gehweg gefahren und vor der Hausnummer 65 über den Seitenstreifen leider einfach, ohne auf den rückwärtigen Verkehr zu achten, auf den Radfahrstreifen gewechselt. Die Kollision mit dem Bus ist zum Glück relativ glimpflich verlaufen, es hätte allerdings auch genauso einen Unfall mit einem schnellen Radfahrer oder E-Biker geben können. Der Unfall ist somit auf ein bedauerliches individuelles Fehlverhalten zurückzuführen", ergänzt Johannsen.

Verkehrsüberwachung

"Der Verkehrsversuch Fackenburger Allee soll allen Verkehrsteilnehmenden von Fußgängern bis hin zu Autofahrern funktionierende und vor allem sichere Verkehrskonzepte anbieten", so die Verwaltung. "Damit das gelingen kann, ist es von oberster Priorität, dass die Verkehrsregeln eingehalten werden. Insbesondere bei den Regelungen zum Linksabbiegen gibt es noch Startschwierigkeiten."

"Die Umstellung wurde noch nicht von allen Autofahrenden verinnerlicht, sodass leider vereinzelt ein rechtwidriges Linksabbiegen erfolgt. Das behindert nicht nur den Verkehrsfluss, sondern ist auch gefährlich", erklärt Johannsen. Verstöße werden durch die Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst geahndet und gehen mit beispielhaft dargestellten Verwarn- und Bußgeldern einher:

· Ein unberechtigtes Linksabbiegen wird mit bis zu 30 Euro geahndet. Bei einer festgestellten Gefährdung kann sich der Betrag vervielfachen.

· Ein unberechtigtes Befahren des Sonderfahrstreifens, um schneller voranzukommen, wird mit 200 Euro geahndet.

· Halten und Parken auf dem Radfahrstreifen zieht eine Geldstrafe von mindestens 55 Euro mit sich. Bei zusätzlicher Behinderung werden 70 Euro und ein Punkt in Flensburg erhoben. Bei einer Gefährdung werden 80 Euro und ein Punkt in Flensburg erhoben.

· Beim Überschreiten der vorgegebenen Parkzeit fällt je nach Dauer der Überschreitung eine Geldstrafe von 20 Euro bis zu 40 Euro an.

Damit möglichst keine Verwarn- oder Bußgelder erhoben werden müssen und die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, bittet die Hansestadt Lübeck alle Verkehrsteilnehmenden, sich an die geltenden Regelungen zu halten.

Die Stadt ist mit dem Start des Verkehrsversuches zufrieden. Der Fahrrad-Unfall am Freitag sei auf individuelles Fehlverhalten zurückzuführen. Foto: Hansestadt Lübeck

Die Stadt ist mit dem Start des Verkehrsversuches zufrieden. Der Fahrrad-Unfall am Freitag sei auf individuelles Fehlverhalten zurückzuführen. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 153118   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 01.08.2022 um 17.30 Uhr

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