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ADAC fordert Abbruch des Verkehrsversuchs

Lübeck: Archiv - 02.08.2022, 19.28 Uhr: Der ADAC Schleswig-Holstein fordert den Abbruch des Verkehrsversuch in der Fackenburger und Krempelsdorfer Allee. Die Stadtverwaltung ist überrascht, betont aber auch, dass die für konstruktive Kritik offen sei. Der Versuch wird fortgesetzt.

"Bereits mit Beginn der Planung des Verkehrsversuchs in der Fackenburger Allee haben wir aktiv alle Akteure eingebunden, Rückmeldungen und Hinweise wie beispielsweise der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde, des ADFC, aber auch der IHK und Handwerkskammer sowie der Anliegenden sind in die heutige Umsetzung eingeflossen. Zudem stehen wir weiterhin im engen Dialog mit allen Beteiligten und sind jederzeit offen für konstruktive Kritik", betont Projektleiter Jens Johannsen vom Bereich Stadtgrün und Verkehr der Hansestadt Lübeck. "Umso mehr überraschen uns die heutigen Äußerungen des ADAC, die erfolgten, ohne dass sich im Vorfeld über die aktuelle Situation informiert wurde oder es eine Kontaktaufnahme zu uns als Projektleitung gab. Nicht bekannt scheint auch zu sein, dass die Radverkehrsführung den Empfehlungen des ADAC, die in der Broschüre 'Rad fahren - Auf sicheren Wegen' – Ein Leitfaden für die Praxis veröffentlicht werden, weitestgehend entspricht."

Die Stadt verweist auch noch einmal darauf, dass der Fahrradunfall am 29. Juli auf einen Fehler der Radfahrerin zurückzuführen sei. Sie sei vom Gehweg über den Parkstreifen auf die Fahrbahn gefahren, ohne auf den Verkehr zu achten.

"Die Stadtverwaltung setzt sich für einen konstruktiven und sachlichen Umgang im Dialog mit allen Akteuren zum Verkehrsversuch in der Fackenburger Allee ein", so die Verwaltung in einer Mitteilung. Ansprechpartner stünden jederzeit zur Verfügung, "ob im vertraulichen Gespräch, in kleiner oder großer Runde." "Wie bereits zu Beginn der Planung kommuniziert, handelt es sich um einen ergebnisoffenen Verkehrsversuch. Konstruktive Hinweise und Empfehlungen von außen, helfen uns dabei, das Projekt für alle Verkehrsteilnehmenden weiter zu verbessern", betont Johannsen. "Wir haben bereits Kontakt zum ADAC aufgenommen und hoffen, in kommenden Gesprächen von den Einschätzungen des Clubs profitieren zu können", ergänzt er.

Im Anschluss an den Verkehrsversuch werden die gewonnen Erkenntnisse umfassend evaluiert und von einem externen Planungsbüro ausgewertet, betont die Stadt. "Beleuchtet werden verschiedene Fragestellungen zum Mobilitätsverhalten, zur Verkehrssicherheit und -entwicklung sowie zur Luftqualität und zum Lärmschutz. Hierbei kommen mehrere Auswertungsmethoden zum Einsatz. Unter anderem hat die Stadt Lübeck vor Beginn des Versuches Verkehrsdaten erhoben. Weitere Erhebungen werden während des Projektzeitraumes und nach Versuchsende durchgeführt. Die Ergebnisse der Evaluation fließen in einen sogenannten Verkehrsentwicklungsplan ein, der in den politischen Gremien öffentlich thematisiert wird."

Fragen beantwortet die Projektleitung jederzeit per E-Mail an verkehrsversuch@luebeck.de.

Auf der Plattform www.change.org wurde eine Petition zum Abbruch des Versuchs gestartet. Sie wurde nach wenigen Stunden bereits von über 150 Personen unterzeichnet.

Inzwischen kritisiert auch der ADAC den Verkehrsversuch in Lübeck. Foto: JW

Inzwischen kritisiert auch der ADAC den Verkehrsversuch in Lübeck. Foto: JW


Text-Nummer: 153141   Autor: Presseamt Lübeck/VG   vom 02.08.2022 um 19.28 Uhr

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