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Travemünde: Siedler fordern 2. Zufahrt am Skandikai

Lübeck - Travemünde: Archiv - 08.08.2022, 17.12 Uhr: In der Diskussion um eine zweite Zufahrt nach Travemünde hat die Siedlergemeinschaft Travemünde eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie fordert eine Zufahrt entlang der Bahngleise am Skandinavienkai.

Wir veröffentlichen die Stellungnahme im Wortlaut:

(")Die aktuelle Diskussion über die Planung einer zweiten Zufahrt nach Travemünde greift nun endlich ein Problem auf, das wir als Siedlergemeinschaft Travemünde zusammen mit sieben anderen Vereinen aus dem Ort im Dezember 2020 mit einem Aufruf an den Bürgermeister und die lübsche Verwaltung angesprochen haben. Die Vereine mit ihren rund 1.700 Mitgliedern haben bereits damals ein schlüssiges Gesamtverkehrskonzept für Travemünde gefordert, bei dem eine zweite Zufahrt als notwendig angesehen wurde. Wir beschäftigen uns seit Jahren mit dem Thema und kennen die Verkehrssituation aus der täglichen Praxis. Unsere Position können wir wie folgt zusammenfassen:

Zuerst die Frage, brauchen wir überhaupt eine zweite Zufahrt? Hier ist die Antwort eindeutig ja! Das sehen wir im Alltag, während und auch außerhalb der Touristensaison, das wird von einigen Parteien so gesehen und auch die Verwaltung war zumindest bis 2019 dieser Meinung. Damals schrieb sie im Entwurf für das Mobilitätskonzept „Das in 2030 erwartete Verkehrsaufkommen (in Travemünde) ist mit den übrigen Maßnahmen über die bisherige Haupterschließung abwickelbar. Es bestehen dann aber keine Reserven mehr für eine weitere Entwicklung des Stadtteils. Hierfür ist eine zweite Erschließung zwingend erforderlich.“ Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch ein Verkehrsgutachten für die Neue Teutendorfer Siedlung aus dem Jahr 2021.

Zur Frage, welche der fünf Varianten einer Zufahrt geeignet sind, gibt es eine einfache Antwort: Alle Varianten, die letztlich an den Knotenpunkten Ivendorfer Landstraße / Teutendorfer Weg und Teutendorfer Weg / Travemünder Landstraße enden, sind verkehrstechnisch ungeeignet, da sie die Staugefahr nur vom Knotenpunkt Gneversdorfer Weg / Moorredder auf die anderen Knotenpunkte verschieben. Außerdem führen diese Varianten alle zu gravierenden Nachteilen für Bewohner und Eingriffen in die Natur.

Übrig bleibt allein die Variante 1 entlang des Skandinavienkais, die nicht mit diesen Nachteilen belastet ist. Selbst die von der Verwaltung in Auftrag gegebene Studie sagt, aus verkehrlicher Sicht würde die Variante im Vergleich mit den anderen eine deutliche Empfehlung bekommen. Unsere Vorschläge, die hier eine Trassenführung außerhalb des Hafenbereichs oder entlang des Skandinavienkais vorsehen und damit das abgedroschene Argument der Sicherheitsbedenken entkräften, wurden bisher leider entweder ignoriert oder mit Scheinargumenten abgetan.

Wir fordern deshalb zu einer vorurteilsfreien und offenen Diskussion dieser Variante auf, damit wir nicht noch weitere Jahre mit Diskussionen über ungeeignete Zufahrtslösungen verbringen.(")

Die Siedlergemeinschaft sieht als einzige Lösung eine neue Straße zwischen den Gleisen und dem Skandinavienkai. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Siedlergemeinschaft sieht als einzige Lösung eine neue Straße zwischen den Gleisen und dem Skandinavienkai. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 153223   Autor: Siedlergemeinschaft   vom 08.08.2022 um 17.12 Uhr

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