Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Stadt: Kein Handlungsbedarf bei Verkehrsversuch

Lübeck: Archiv - 18.08.2022, 11.10 Uhr: Vor rund einem Monat ist der Verkehrsversuch Fackenburger Allee in Lübeck gestartet. Vermehrt werden Forderungen nach einem Abbruch laut. Die Stadtverwaltung sieht aber keinen Handlungsbedarf. Der Versuch soll, wie geplant, fortgesetzt werden.

"Ein erstes Fazit: Die Anzahl der Fahrzeuge bei den Aufstauungen sind die Gleichen wie vorher, nur stand man zweispurig nebeneinander, heute in Summe hintereinander. Im Endeffekt passiert aber die gleiche Anzahl an Kraftfahrzeugen die Kreuzungen", meint die Stadtverwaltung. Das verwundert Kritiker, denn bei gleicher Grünphase können auf zwei Spuren doppelt so viele Fahrzeuge eine Kreuzung passieren.

"Zu Stauungen und Verzögerungen führen in der Regel ein sehr langsames Anfahren sowie das falsche Linkabbiegen", erklärt die Stadt. "Seitens des Stadtverkehrs werden keine Probleme oder Zeitverluste gemeldet. Die Situation wird weiter beobachtet – Handlungsbedarf wird derzeit jedoch nicht gesehen."

Die Stadtverwaltung erklärt, dass es nur zwei Kriterien für den Abbruch des Versuchs gebe:

Erstens: Der Verkehrsversuch wird abgebrochen, wenn er zu Staus bis zur Autobahn-Anschlussstelle führt und dieser durch geeignete Maßnahmen wie Änderung der Signalzeiten nicht abgestellt werden kann.

Zweitens: Wenn es wiederholt zu Unfällen an der gleichen Stelle oder zu Unfällen gleicher Art auf einer bestimmten Strecke kommt, und wenn die Unfallkommission dann zu dem Schluss gelangt, dass es keine Abhilfe gibt - auch dann wird der Verkehrsversuch abgebrochen.

„Die neue Verkehrsaufteilung ist nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr dient der Verkehrsversuch dazu, Gewohnheiten zu hinterfragen und über einen begrenzten Zeitraum neue Ideen zu testen. Nur mit dieser ergebnisoffenen Herangehensweise können Lösungen gefunden werden, die auch langfristig Bestand haben“, erklärt Projektleiter Jens Johannsen.

Auf eine Diskussion mit den Bürgern vor Ort, wie sie in dieser Woche von der Fraktion "Die Unabhängigen" durchgeführt wurde, verzichtet die Stadtverwaltung. Eine transparente Information und der permanente Dialog mit den Anliegenden und Gewerbetreibenden stehe im Fokus, betont die Verwaltung. "Zudem informieren Projektleitung in Kooperation mit dem Verkehrswendebeauftragten und der Klimaleitstelle Medien, politische Vertreter und andere Interessengruppen auch vor Ort."

Die Verwaltung verweist zudem an die Möglichkeit, die Projektleitung unter verkehrsversuch@luebeck.de zu erreichen. "Alle eingehenden Fragen werden schnellstmöglich beantwortet, alle Vorschläge geprüft. Sollte sich eine sofortige Umsetzung als sinnvoll ergeben, wird diese nach Möglichkeit noch während der Versuchsphase realisiert", teilt die Stadtverwaltung mit. Leser von HL-live.de berichten allerdings, dass nur mit vorgefertigten Textbausteinen geantwortet werde, die wenig mit dem Inhalt der jeweiligen Anfragen zu tun hätten.

Die Stadt sieht aktuell keinen Handlungsbedarf für Änderungen am Verkehrsversuch. Foto: JW

Die Stadt sieht aktuell keinen Handlungsbedarf für Änderungen am Verkehrsversuch. Foto: JW


Text-Nummer: 153392   Autor: VG/Presseamt   vom 18.08.2022 um 11.10 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.