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Drogenszene: Kein Zelt am Lindenplatz

Lübeck: Archiv - 19.08.2022, 14.16 Uhr: Eigentlich sollte die neue Begegnungsstätte für Suchtkranke an der Marienbrücke bereits in Betrieb sein. Aktuell wird von einer Eröffnung am 27. Februar 2023 ausgegangen. Das von der Politik ins Gespräch gebrachte Zelt am Lindenplatz als Zwischenlösung wird von Stadt, Polizei und Streetworkern nicht als zielführend angesehen.

Die Bürgerschaft hatte die Verwaltung beauftragt, ob am Lindenplatz als Zwischenlösung ein Zelt oder ähnliches aufgebaut werden kann. Der städtische Fachbereich Soziales, die Polizei, das Ordnungsamt, die AWO sowie des Café "Warm und Trocken" (W.u.T.) haben Alternativen untersucht. Neben einem Zelt wurde auch geprüft, ob zumindest tagsüber ein Bus als Anlaufstelle genutzt werden könne.

Die Experten lehnen ein Provisorium ab. Neben den Kosten von rund 9000 Euro pro Monat - ohne Personal für die Betreuung - wird auch nicht davon ausgegangen, dass alle Betroffenen das Angebot nutzen. Es drohe eher eine weitere Aufspaltung der Szene. Das würde die Beratung und Betreuung noch schwieriger machen.

Alternativ wird eine Ausweitung der Betreuung vorgeschlagen. Dafür sollte der Kontaktladen "Tea und Talk" seine Öffnungszeiten um zwei Stunden täglich ausweiten. Und ein neuer Streetworker könnte vor Ort am Lindenplatz auf das Angebot aufmerksam machen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, im Kontaktladen auch täglich ein warmes Mittagessen anzubieten. Das würde rund 3150 Euro pro Monat kosten.

Der Sozialausschuss berät den Vorschlag in einer Sondersitzung am kommenden Mittwoch, danach geht die Vorlage in die Bürgerschaft.

Zur Vorlage der Verwaltung: www.luebeck.de

Die neue Anlaufstelle für Drogensüchtige wird erst Ende Februar eröffnet. Foto: VG

Die neue Anlaufstelle für Drogensüchtige wird erst Ende Februar eröffnet. Foto: VG


Text-Nummer: 153410   Autor: VG   vom 19.08.2022 um 14.16 Uhr

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