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Schiebe fordert mehr sexuelle Vielfalt im Lehrplan

Lübeck: Archiv - 20.08.2022, 11.35 Uhr: Die Landtagsabgeordnete der SPD für Lübeck Sophia Schiebe fordert die verpflichtende Verankerung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Lehrplan. Durch eine verstärkte Beschäftigung mit der Vielfalt gesellschaftlicher Lebensrealitäten sollen einseitige Rollenbilder aufgebrochen, mehr Raum für die Belange der LSBTIQ*-Gemeinschaft geschaffen und ein diskriminierungsfreier und offener Umgang gelehrt werden.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Sophia Schiebe im Wortlaut:

(")Denn die Situation von Menschen, die dem LGBTIQ*- Spektrum angehören, also lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, oder intergeschlechtlich oder queer sind, ist nach wie vor prekär. So leiden sie deutlich häufiger unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen, Süchten oder Suizidgedanken. Der klare Zusammenhang zwischen (Mehrfach-) Diskriminierung und den vorliegenden Gefährdungen ist durch zahlreiche Daten belegt.

Die vorliegenden Daten sind erschütternd und zeigen deutlich, dass wir noch weit entfernt davon sind, allen Menschen in Deutschland ein sicheres und gleichberechtigtes Leben zu gewährleisten. Dass Menschen im Jahre 2022 aufgrund ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer Lebensentwürfe nach wie vor tagtägliche Anfeindungen und Diskriminierung erfahren müssen, können wir als Gesellschaft nicht hinnehmen. Wir benötigen mehr Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Gemeinschaft, die konsequente Gleichstellung aller Menschen und eine klare Kante gegen jedes diskriminierende Verhalten.

Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei die intensivierte Aufklärung über die vielfältigen Lebensrealitäten und das Lehren eines diskriminierungsfreien Umgangs miteinander. Diese Aufgabe kommt in großen Teilen den Schulen zu. Leider sehen wir jedoch deutlich, dass sich diese Vielfalt noch nicht in der schulischen Bildung widerspiegelt. Deshalb muss sich so bald wie möglich etwas ändern und es ist mir ein Herzensanliegen, diesen Fortschritt voranzutreiben. So sollte die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verpflichtend im Lehrplan verankert werden, die Unterrichtsmaterialien überarbeitet und die Lehrkräfte im Laufe ihres Studiums, aber auch ihres Berufslebens Angebote zur Weiterbildung erhalten. Im Rahmen von Workshops und Fortbildungen sollen sie dabei unterstützt werden, dieser Aufgabe gerecht zu werden und ein gendersensibles und diskriminierungsfreies Klima im Klassenzimmer zu schaffen. Schüler müssen Ansprechpartner haben, denen sie vertrauen und auf die sie sich verlassen können.(")

Schiebe unterstreicht, dass das Lehren und Lernen eines diskriminierungsfreien und gendersensiblen Umgangs miteinander für alle von Vorteil sei: "Wenn schon in der Schule darauf Wert gelegt wird, aufeinander zu achten und sich gegenseitig zu verstehen, bauen wir Vorurteile ab, fördern solidarisches Verhalten und einen respektvollen Umgang miteinander. Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Dies muss endlich auch so gelehrt und gelebt werden können."

Die Lübecker Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe fordert mehr sexuelle Vielfalt im Unterricht.

Die Lübecker Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe fordert mehr sexuelle Vielfalt im Unterricht.


Text-Nummer: 153425   Autor: Büro SoS/red.   vom 20.08.2022 um 11.35 Uhr

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