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Lübeck unterstützt ältere Menschen in der digitalen Welt

Lübeck: Archiv - 21.08.2022, 11.08 Uhr: Die Hansestadt Lübeck schafft Informationsangebote und Möglichkeiten für einen offenen Austausch für die ältere Generation digitaler Nutzergruppen. So läuft aktuell eine Umfrage, welche Hindernisse diese Gruppe bei der digitalen Beteiligung sieht.

Viele Menschen im höheren Lebensalter sind in ihrem Alltag bisher ohne Internet und digitale Medien ausgekommen. Spätestens seit der Pandemie und ihren Auswirkungen wurde deutlich, dass oftmals ältere Personen ohne digitale Medienkompetenz abgehängt und ausgeschlossen sind. Mangelnde Kenntnisse und unzureichende Ausstattung stehen dem positiven Nutzen neuer Technologien entgegen. Zudem wird die rasante Entwicklung der digitalen Welt immer unübersichtlicher und erfordert zunehmend Orientierung und Anleitung.

Vor dem Hintergrund eines Bürgerschaftsauftrags vom 30. September 2021 an den Fachbereich Wirtschaft und Soziales, widmet sich der Bereich Soziale Sicherung im Rahmen der Umsetzung des kommunalen Gesamtkonzeptes „Leben und Wohnen im Alter“ inhaltlich verstärkt der Dimension „Digitalisierung“. Zur Befähigung von Senioren im Umgang mit dem Internet und digitalen Medien seien entsprechende Unterstützungsangebote erforderlich.

Der Bereich Soziale Sicherung hat in Gesprächen mit der Abteilung Vorbeugende Sozialarbeit im Gemeinwesen/Nachbarschaftsbüros der Hansestadt Lübeck, der kommunalen Stabsstelle Digitalisierung, Organisation und Strategie (DOS), dem Seniorenbeirat, den Seniorentreffs der AWO, der Caritas Lübeck, der Vorwerker Diakonie und der Lübecker Frauen- und Sozialverbände festgestellt: In vielen Treffs, Nachbarschaftsbüros und im Mehrgenerationenhaus gibt es kostenfreie und leicht zugängliche Bildungsangebote zum Thema ‚Digitale Kompetenzen‘ für Menschen im höheren Lebensalter, die wichtige Lernorte darstellen. Allerdings sind die angebotenen Hilfen oft nicht bekannt.

In der Konsequenz erfolgte eine Zusammenstellung stadtteilbezogener Angebote im Rahmen der Daseinsvorsorge. Die Übersicht soll ältere Lübeckern sowie deren An- und Zugehörige über wohnortnahe Unterstützungsangebote in den Stadtteilen der Hansestadt Lübeck zum Umgang mit digitalen Medien an zentraler Stelle informieren. Zu finden sind die Informationen auf der Homepage der Hansestadt Lübeck im Bereich Soziale Sicherung unter der Rubrik „Digitale Unterstützung für Menschen im höheren Lebensalter“ oder unter folgendem Link: www.luebeck.de/digital-im-alter.

Zwei Veranstaltungen sollen einen offenen Austausch der älteren Zielgruppe ermöglichen und den Akteuren im Quartier Raum bieten. Die Themenfelder „Digitalisierung im höheren Lebensalter“ werden im AWO-Treff im Bürgerhaus Vorwerk- Falkenfeld am Freitag, 23. September, sowie im Stadtteil St. Jürgen, Begegnungsstätte Mönkhofer Weg der Vorwerker Diakonie, am Mittwoch, 12. Oktober, jeweils von 14 bis 17 Uhr gemeinsam erörtert. Im Dialog über diverse Sichtweisen von Senioren, Interessenvertretungen, Dienstleistenden für Ältere und Experten stehen der Umgang, die Zugangshemmnisse und Lernformern für die ältere Generation zur Nutzung neuer Technologien im Vordergrund.

Ergänzend sind mit einer kleinen Umfrage im Zeitraum vom 1. August bis zum 30. September 2022 ältere Menschen gefragt, die die zuvor genannten Angebote in den Stadtteilen nicht nutzen (können). Die Ergebnisse der anonymen Fragebogen-Aktion geben Einblicke zur Haltung gegenüber neuer Technologien, Nutzungshindernissen und möglichen Unterstützungsbedarfen älterer Lübecker.

Die Fragebögen liegen aus in der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats im Lichthof sowie den Seniorentreffs und Nachbarschaftsbüros in den Stadtteilen und sind ebenfalls online unter der Rubrik „Digitale Unterstützung für Menschen im höheren Lebensalter“ zu finden: www.luebeck.de/umfrage-digitale-nutzung-im-alter.

„Wir freuen uns sehr, dass wir zur Stärkung der digitalen Kompetenz älterer Menschen in einem ersten Schritt auf der Internetseite der Stadt Lübeck eine Übersicht über die bereits bestehenden Angebote in den Stadtteilen veröffentlichen konnten. So ist es für ältere Personen und deren Angehörige leichter, wohnortnahe Angebote zu finden. In einem zweiten Schritt möchten wir anhand der Veranstaltungen herausfinden, welche Unterstützungsbedarfe es hinsichtlich der Nutzung digitaler Geräte und des Internets gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass es dabei auch um Themen wie Online-Banking oder Umgang mit den sozialen Netzwerken geht. Schön wären dabei generationsübergreifende Angebote, bei denen zum Beispiel Schüler oder Studierende einerseits älteren Menschen die digitale Welt näherbringen, aber andererseits in den Kontakten auch etwas von den Erfahrungen der älteren Generation mitnehmen“, erklärt Senatorin Pia Steinrücke.

Die Auswertung der Veranstaltungen und Umfrageergebnisse wird als Expertise in die Weiterentwicklung der bestehenden Unterstützungsangebote für die ältere Generation herangezogen sowie der Weiterentwicklung des Konzeptes "Leben und Wohnen im Alter – Älter werden in Lübeck" dienen.

Die Stadtverwaltung möchte älteren Menschen den Weg in die digitale Welt vereinfachen. Symbolbild

Die Stadtverwaltung möchte älteren Menschen den Weg in die digitale Welt vereinfachen. Symbolbild


Text-Nummer: 153434   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 21.08.2022 um 11.08 Uhr

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