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Benzinpreise sanken am Abend bereits wieder

Lübeck: Man hätte sich einen deutlicheren Preisanstieg zum Ende des Steuerrabatts am 1. September vorstellen können. Das wurde auch zunächst versucht durchzusetzen, aber im Tagesverlauf gaben die Preise wieder deutlich nach, so dass um 18 Uhr ein eher moderater Durchschnittspreis festgestellt werden konnte.

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Das ist deutlich aus unserer Grafik für die Lübecker Verhältnisse abzulesen, die wir gegen Ende unserer Berichte über die Benzinpreisentwicklung noch einmal erläutern. Wir wollten hier nicht über Sensationen berichten, sondern lediglich einen einigermaßen objektivierten Trend für die Situation an den Lübecker Zapfsäulen abbilden. Um nicht mit fünf verschiedenen Kraftstoffsorten zu hantieren, bei denen der Leser den Überblick verliert, haben wir uns entschieden, Superbenzin E5 als Indikator für unsere Betrachtung zu nehmen und den Durchschnittswert aller Lübecker Tankstellen für diese Sorte jeweils um 18 Uhr zu notieren. Das geht auch aus der Überschrift zu unserer Grafik hervor. Für den letzten Tag werden die Maximalwerte und Minimalwerte für den Zeitpunkt 18 Uhr mit angegeben, damit man ein einigermaßen realistisches Bild vom Durchschnittswert erhält.

Am so ermittelten Verlauf für Lübeck ist erkennbar, dass wir von Anfang Juni bis Mitte Juli ein recht hohes Preisniveau hatten. Das wurde in der öffentlichen Diskussion auch heftig beklagt und die Forderungen nach einer Übergewinnsteuer für Krisenprofiteure wurden immer lauter.

Mitte Juli trat dann bis Mitte August eine erkennbare Absenkung des Preisniveaus ein. Zeitweilig fiel unser Leitwert Super E5 sogar auf unter 1,70 pro Liter im Durchschnitt aller Lübecker Tankstellen. Mitte August hatte das allerdings ein jähes Ende und es gab noch einmal ein Preisbuckel nach oben und ganz am Ende sogar noch einmal einen überraschenden Rückgang unter 1,80 Euro.

Von daher wurde mit Spannung der 1. September erwartet, an dem der Steuerrabatt von 35,2 Cent pro Liter ab Mitternacht wegfallen sollte. Soweit erkennbar haben alle versucht, in den Morgenstunden bis etwa um Mittag Preise im Bereich von 2,15 bis sogar über 2,20 Euro durchzusetzen, sind damit aber offenbar gescheitert. Im Verlauf des Nachmittags pendelte sich der Durchschnittspreis sogar leicht unter die 2 Euro Marke ein, was in etwa dem Preisniveau ganz zu Beginn des Tankrabatts entsprach.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bis zum Mittag versucht wurde, kräftig hinzulangen. Wer am Abend dieses Tages in etwa einen Literpreis von 1,93 Euro erwischt hat, konnte im Vergleich mit den Spitzenwerten des Tages etwa 30 Cent pro Liter günstiger tanken, als noch am Vormittag. Für eine 50 Liter Füllung macht das immerhin 15 Euro Differenz aus. Dafür bekommt man mit ein wenig Glück in der Gastronomie sogar Kaffee und Kuchen für zwei Personen.

Der Versuch, nach Ende des Tankrabatts deutlich höhere Preise durchzusetzen, ist vorerst gescheitert. Foto, Grafik: Harald Denckmann

Der Versuch, nach Ende des Tankrabatts deutlich höhere Preise durchzusetzen, ist vorerst gescheitert. Foto, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 153651   Autor: Harald Denckmann   vom 01.09.2022 um 19.11 Uhr

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